Im Musikbrett las ich den Betreff „Requiem von Webber“ ( Ilse…)
Mein Hirn machte daraus „Requiem für Ilse Werner“ (nur noch oldies wie mir ein Begriff *g*)
Und nun fällt mir partout kein Fachausdruck für so eine „Gehirntäuschung“ ein. Ich kenne den Ausdruck „visuelle Illusion“ für Gegenstände, Muster, etc. Gibt es so einen Ausdruck für das „Wechstabenverbuchseln“?
ich weiß nicht, ob die Suche nach einem Fachausdruck nicht eher was für’s Psychologie-Brett wäre.
Als Oberbegriff fällt mir „Wahrnehmungstäuschung“ ein, aber möglicherweise gibts auch noch wirklich einen spezifischeren Ausdruck. Psychologische Untersuchungen zu dem Phänomen gibt’s aber auf alle Fälle.
Im Musikbrett las ich den Betreff „Requiem von Webber“
( Ilse…)
Mein Hirn machte daraus „Requiem für Ilse Werner“ (nur
noch oldies wie mir ein Begriff *g*)
Und nun fällt mir partout kein Fachausdruck für so eine
„Gehirntäuschung“ ein. Ich kenne den Ausdruck „visuelle
Illusion“ für Gegenstände, Muster, etc. Gibt es so einen
Ausdruck für das „Wechstabenverbuchseln“?
Sicherlich. Frag mal einen Psychologen.
Du kennst sicher diese netten mails, daß man zb in einem
englischen Text das Wörtchen „of“ gar nicht bewußt liest (und
somit die "f"s nicht richtig zählt, oder dsa lstuige psoten
sau dme derstandard.at, wo man auch die wörter richtig erkennen
kann.
ja, das kenne ich - das hat was damit zu tun, dass das Gehirn - falls (noch) trainiert, die Buchstaben automatisch in ihre richtige - bekannte - Form bringt. Aber in meinem Beispiel war ja alles korrekt - nur ich habe (wollte?) was anderes gelesen. Und dafür suche ich ein Wort.
mit dem „Freudschen Verleser“ ist Wolfgang wohl schon auf der richtigen Spur - in einigen Lexika zumindest wird das Verlesen neben dem Versprechen und Verhören als „Fehlleistung“ bezeichnet, z. B.
ja und nur noch heute - dann wieder auf den „Latifundien“. Sollt’ in Wien was „ausbrechen“, lass es mich bitte wissen (tel. hast ja!) - ich tadert mi freun:smile:
als jemand, der mitte zwanzig nochmal lesen lernen mußte, kenne ich dieses phänomen aus dem alltag: unbekannte oder seltene wörter erscheinen auf den ersten blick wie ein anderes, gewohnteres, bekannteres wort.
erstklässler die lesen lernen, „dichten“ auch ständig herum.
das liegt m.e. daran, daß man nicht buchstabe für buchstabe liest, sondern in kompletten wörtern, die man als muster speichert.
Z. B. „to become“ = werden; klingt aber wie das deutsche
„bekommen“.
Das halte ich aber für ein anderes Phänomen. Was ich meine sind Wörter, die durch das Verlesen eine andere, aber durchaus „richtige“ Bedeutung haben. Irgendwie zieht das Hirn in dem Moment die falsche „Karteikarte“, weil es gerade mit was anderem beschäftigt war/ist.
Interessanterweise passiert mir das nur beim „stummen“ Lesen, niemals, wenn ich etwas laut vorlese (was ich ja oft beruflich muss).
Egal - vielleicht gibt es dafür speziell ja auch keinen Fachausdruck -
„Freudscher Verleser“ gefällt mir jedenfalls:smile:
ot:
Der Brief wird heute doch nicht mehr fertig.
Dann wird er mich leider auch nimmer erreichen - ich bin zeitig in der Früh „a Wolkerl“ - und du weisst ja, die Latifundien sind pääzääfreie Zone. Dafür bleibt mir die Vorfreude!
Egal - vielleicht gibt es dafür speziell ja auch keinen
Fachausdruck -
„Freudscher Verleser“ gefällt mir jedenfalls:smile:
Danke, mir ja auch (schließlich hab ich den Begriff erfunden …)
Wobei man sagen muss, dass in der englischsprachigen psychologischen bzw. neuronlinguistischen Literatur durchaus mal von „slip[s] of the eye“ die Rede ist, also analog zum sprichwörtlichen „slip of the tongue“ (= Freudsche Fehlleistung).
Nur ist das halt alles sehr psychoanalytisch gedacht, was ja nur ein (und nicht das unumstrittenste) psychologische Theoriegebilde ist.
Deswegen meine Suche nach einem Begriff aus der Wahrnehmungspsychologie. Aber etwas spezielleres als die schon erwähnte, allgemein „Wahrnehmungstäuschung“ habe ich eben bis jetzt nicht gefunden.
Danke, mir ja auch (schließlich hab ich den Begriff erfunden
…)
das hätte ich nochmal erwähnen sollen - nach der Länge des threads…*lächel*
Beim Stöbern habe ich tatsächlich eine Menge gelernt, aber ich dachte, es gäbe vielleicht einen weniger psychologischen und dafür mehr sprach/sprechtechnischen Begriff dafür.
Danke, mir ja auch (schließlich hab ich den Begriff erfunden
…)
das hätte ich nochmal erwähnen sollen - nach der Länge des
threads…*lächel*
Beim Stöbern habe ich tatsächlich eine Menge gelernt, aber
ich dachte, es gäbe vielleicht einen weniger psychologischen
und dafür mehr sprach/sprechtechnischen Begriff dafür.
an dem schon genannten Begriff der „assoziativen Wahrnehmung“ tät ich dranbleiben. Das erscheint mir als eine „heiße Spur“.
Vielleicht hat Ilse Werner (ja, ich kenn die auch, ätsch *g*) einen Film gemacht, in dem ein Requiem zentrales Thema war.
ich meine, irgendwo mal gelesen zu haben, dass es völlig egal sei, in welcher Reihenfolge die Buchstaben eines Wortes stehen, alelin der etrse und der leztte Bchuastbe msütse sitmemen, dmait das Hrin es rchitig lesit.
Vielleicht war das einfach ein vorschnelles Lesen von Webber als Werner, weil dir dieser Nachname einfach bekannter/greifbarer war.