Hallo,
Mir ist schon klar, dass ich mit dem Abitur prinzipiell an
allen Hochschulen studieren dürfte.
Das deutsche Schulsystem ist im internationalen Vergleich nur noch als „unterirdisch“ zu bewerten. Aber das war ja nicht das Thema …
Da wir in München aber leider auf so gut wie allen
Studiengängen einen ziemlich hohen NC haben, kann ich mit
meinem Abitur leider so gut wie nichts davon studieren.
Hast Du mal über den Tellerrand München hinaus geschaut? Es soll ja durchaus auch im befreundeten Ausland wie Hessen, Schwabistan, Thüringen, … Universitäten und Fachhochschulen geben. Dort sprechen sie auch fast überall so ein Kauderwelsch, wie in Bayern. Sprachlich sollte es also passen 
Der gewünschte Studiengang hat eine Zulassungsbegrenzung von
2,4 mit Abitur und 2,6 mit Fachhochschulreife.
Wieso der Schnitt mit Fachhochschulreife schlechter sein darf,
ist mir zwar bis heute ein Rätsel, leider aber Tatsache. Mit
meinem Abitur bedeutet dies laut Ablehnungsbescheid nun eine
Wartezeit von 16 Semestern…
Das lustige an dem System ist, dass man nicht einmal strategisch ein möglichst nah verwandtes Studium anfangen darf, um sich dann später die Scheine anerkennen zu lassen. Studiensemester zählen nämlich nicht als Wartesemester. Mit anderen Worten: In Bayern solltest Du Dich mit Deinem Bayerischen Abitur am besten gleich bei der Hartz IV Schlange hinten anstellen.
Absurderweise wäre es besser gewesen, das Abitur gar nicht zu bestehen, als mit einer Durchschnittsnote schlechter 2,0. Wenn man merkt, dass die erste Abi-Klausur nichts geworden ist, sollte man den Rest mit Absicht kräftig vergeigen und das nächste Jahr abwarten. Ein Schuljahr ist erheblich schneller rum, als 16 Wartesemester.
Wenn man das Abitur erstmal bestanden hat, dann ist (leider) alles zu spät und man muss mit dem Durchschnitt leben.
Gruß
Fritze