ich habe einmal zwei mehr oder weniger komplexe Fragen. Einmal geht es in gewisser Weise um eine statische Angelegenheit.
Und zwar: Wenn man an ein Fachwerkhaus ein neues Fachwerk (Balken + ausgemauerte Fächer) vorsetzt und dies ausschließlich an dem bestehenden Fachwerk fixiert ist, treten dann erhebliche Beanspruchungen an dem alten auf? Mit meinen mechanischen Grundkenntnissen behaupte ich mal, dass auf Grund des geringen Abstandes zum „eigentlichen“ Haus keine großen Momente auftreten dürften oder? Oder entstehen dadurch neue größere Zugspannungen in den Balken?
Meine zweite Frage. Kennt ihr gute Systeme um ein erneutes neues Fachwerk zu simulieren? Ich habe diesmal an Klinkerriemchen gedacht, um eine geringe Tiefe des Aufbaus zu erreichen. Nur wie sollte der Aufbau aussehen, weil ich der Meinung bin, dass eine Luftzirkulation bestehen sollte oder?
Hast Du mal ne Wärmebildaufnahme machen lassen? Eigentlich sind die Dämmwerte gar nicht so übel mit den alten Materialien. Wenn nein, dann solltest DU das die Tage noch machen lassen - kann Dir viel Zeit und Arbeit und Geld ersparen und diverse Bauschäden.
Warst Du mal im speziellen Fachwerkforum oder im Heimatmuseum oder beim Denkmalschutz und hast Dich da mal mit den Experten unterhalten? Das wäre meine erste Anlaufstelle.
Deine Fragen lassen sich eigentlich nur nach Ortsbegehung beantworten, besonders, weil opitsche Aspekte eine Rolle spielen. An Fachwerk-Fake hat man sich sattgesehen, es sieht nie auch nur annähernd so gut aus wie echtes Fachwerk. Es gibt viele andere schöne Lösungen.
Zugspannungen spielen innerhalb von Fachwerkwänden die geringere Rolle. Oft sind die Grundbalken und die unteren Partien der Stützen morsch. Nach dem Ersetzen der morschen Teile ist meistens wieder eine gute Statik hergestellt.
Was die Dämmung angeht, werden so viele Systeme angeboten, dass ich erst mal wissen müsste, welche ökologischen Ansprüche gestellt werden und welche baulichen Möglichkeiten am Ort bestehen.