Ich muß eine Fachwerkaußenwand wieder herrichten.
Mein Problem ist, dass diese zum Teil im Erdreich liegt, d.h. sie befindet sich an einer „gemauerten“ Treppe. Die kann ich (will ich) nicht freilegen.
Wie kann ich das neu erstellte Fachwerk schützen? Meine Überlegung ist Holzwollplatten (wie Heraklit) die ja bekanntlich nicht verrotten, zum Schutz außen zwischen Treppenbereich und Fachwerk zu bringen. Allerdings sehe ich an den Stoßbereichen der Platten das Problem der eindringenden Feuchtigkeit.
Die zu reparierende Wand stößt im oberen Treppenbereich an eine Natursteinmauer die komplett im Erdbereich liegt.
Wer weis Rat?
Vielen Dank Wolfgang
Moin,
Wer weis Rat?
das sanieren von Fachwerk ist selten trivial und aus der Ferne läßt sich schon gar nichts beurteilen.
Es gibt nicht umsonst spezialisierte Firmen, die sich aufs Sanieren von so was konzentrieren.
Hier spielen viele Faktoren hinein.
Wie sieht die Bausubstanz aus
Wie sehen die Wasser/feuchtigkeitsbedingungen aus.
Welcher Art ist das Fachwerk
Wie ist der Erhaltungszustand
…
Ein Fachmensch vor Ort sollte weiterhelfen können.
Gandalf
Hallo!
Da müsste man mindestens ein Übersichtsfoto der Wand mit Treppe sehen können.
Eine Fachwerkwand ist nämlich nie im „Erdreich“ drin !
Und Heraklith ist eine Dämmplatte als Putzträger und ist eher nicht für Außen gedacht und fürs Erdreich schon gar nicht.
MfG
duck313
Hallo duck313,
das eine Fachwerkwand nichts im Erdbereich zu suchen hat ist mir auch klar. Aber es ist nun mal so das irgentwelche Vorbesitzer da die Treppe (zur Wand hin als Natursteintrockenmauer mit nahezu keinem Abstand zur Wand) hingebastelt haben. Zur anderen Seite ist die Wand des Nachbarhauses. Komplett wegnehmen kann ich sie auch nicht weil sich im oberen Treppenaustritt eine Hofebene befindet und der ganze M… mit dann entgegenkommt.
Holzwolleplatten, z.B. H… wird/wurde bevorzugt als Putzträger im Aussenbereich verwendet und gilt (magnesitgebunden) als unverrottbar.
Wo und wie ich hier Fotos einstellen kann ist mir noch nicht ersichtlich.
Gruß Wolfgang
Moin,
Wo und wie ich hier Fotos einstellen kann ist mir noch nicht
ersichtlich.
das ist leider arg umständlich und wird in FAQ:2606 erklärt.
Gandalf
Auch Moin,
von Trivialität der Sachlage bin ich auch nicht ausgegangen, sonst hätte ich hier nicht Rat gesucht.
Hier in unserer Region habe ich quasi trotz intensiver Recherchen keine Fachfirmen/Zimmerleute gefunden die für die entsprechenden Restaurierungsarbeiten kompetent sind. So habe ich die bisherigen Arbeiten selbst ausgeführt und nicht nur durch meinen Tischlerberuf das bisher erforderliche knowhow. Die Zimmerleute die ich hier hatte waren im gros bei den entsprechenden Arbeiten eher ratlos. Selbst ein auf Fachwerkarbeiten spezialisierter Architekt den ich für einen Ortstermin eine horrende Summe bezahlt habe, hatte für die Treppensituation auch keine Lösung. Nun zu den Fragen;
- Die Bausubstanz ist M…
- Das Hauptproblem sehe ich ja gerade bei der möglichen Feuchtigkeiteintragung die von den Treppenstufen an/in die Wand eindringen würde/wird. Es wird zwar später ein etwas größerer Dachüberstand ausgeführt, aber der wird den Regenwassereintrag nicht verhindern können.
- u. 4. Das Fachwerk ist bis auf dem Eckständer in Fichte ausgeführt. Der geringste Teil davon kann erhalten werden. Der artgleiche Ersatz wird in alter Eiche ausgeführt - an den erhaltenswerten Teilen wird angesetzt.
Hauptsächlich ist auch das Fachwerk verrottet weil der Raum eine Backstube (stehts hohe Feuchtigkeit) war und die Fachwerkwand innenseitig mit Zementputz „versiegelt“ war. So konnte die Fichte gut faulen. Erstaunlich das die so lange gehalten hat, der Zementputz hat aber mitgetragen. Von außen hat eindringende Feuchtigkeit der Verrottung weiter Vortrieb geleistet.
Innen wird die Wand mit Lehmputz versehen.
Meine Überlegung ist dünne Holzwolle(leichtbau)platten zwischen neuer Fachwerkkonstruktion und Treppe (hier ist wenig Platz) zu schieben und nach Fertigstellung mit Trasszementmörtel den Zwischenbereich zur Treppe auszugießen. Das Problem dabei ist nur das die Treppe auch verrottet ist neu angelegt wird und dabei die Steigung sich ändert. Außerdem will ich nicht vorher sämtliche alten desolaten Stufen entfernen weil ich Bedenken habe das der ganze Kladdererdatsch mir entgegen kommt.
So Gandalf ist die Sachlage,
Gruß Wolfgang
[URL=[http://www.pic-upload.de/view-20630137/Spalt-an-Trep…](http://www.pic-upload.de/view-20630137/Spalt-an-Treppe.jpg.html][IMG]http://www7.pic-upload.de/thumb/05.09.13/altp6mz5td5h.jpg[/IMG][/URL)]
[URL=[http://www.pic-upload.de/view-20630138/Eckst--nder-a…](http://www.pic-upload.de/view-20630138/Eckst--nder-an-Treppe.jpg.html][IMG]http://www7.pic-upload.de/thumb/05.09.13/7tog4fdlcxaq.jpg[/IMG][/URL)]
[URL=[http://www.pic-upload.de/view-20630232/Treppenwand-m…](http://www.pic-upload.de/view-20630232/Treppenwand-mit-Heraklit-aussen.jpg.html][IMG]http://www7.pic-upload.de/thumb/05.09.13/o3bgx4o6shmx.jpg[/IMG][/URL)]
[URL=[http://www.pic-upload.de/view-20630233/Treppenwand-a…](http://www.pic-upload.de/view-20630233/Treppenwand-auf.jpg.html][IMG]http://www7.pic-upload.de/thumb/05.09.13/d6dn59f7folq.jpg[/IMG][/URL)]
[URL=[http://www.pic-upload.de/view-20630234/Treppenwand-a…](http://www.pic-upload.de/view-20630234/Treppenwand-aussen.jpg.html][IMG]http://www7.pic-upload.de/thumb/05.09.13/9aiu5jj3dim4.jpg[/IMG][/URL)]
Ich hoffe das mit den Fotos hochladen funktioniert.
Hallo!Da müsste man mindestens ein Übersichtsfoto der Wand mit
Treppe sehen können.
Eine Fachwerkwand ist nämlich nie im „Erdreich“ drin !Und Heraklith ist eine Dämmplatte als Putzträger und ist eher
nicht für Außen gedacht und fürs Erdreich schon gar nicht.MfG
duck313
Klickbare Links
http://www.pic-upload.de/view-20630137/Spalt-an-Trep…
http://www.pic-upload.de/view-20630138/Eckst–nder-a…
http://www.pic-upload.de/view-20630232/Treppenwand-m…
http://www.pic-upload.de/view-20630233/Treppenwand-a…
http://www.pic-upload.de/view-20630234/Treppenwand-a…
Wenn der Peter mir jetzt geholfen hat die Links in zeigbare Bilder zu verwandeln, dann;
herzlichen Dank!
Wolfgang
irgendwie herrichten geht, aber echt fachgerecht sanieren klingt nach ihrer beschreibung schwierig.
deshalb sollten sie einen kompromiss suchen und für eine lösung die ganz paar jahre funktioniert klingt ihre idee vernunftig.
wichtig ist, das sie holz zwar vor feuchtigkeit schützen es aber nicht difussionssicher einbauen, damit es „atmen“ (eingetretendes Wasser auch wieder abgeben) kann.
MfG
Lutz Zywicki Handwerksmeister mit Bauhausdiplom aus Potsdam
Hallo Herr Zywicki,
danke, also werde ich versuchen so vorzugehen. Allerdings habe ich vergessen das der Trasszementmörtel ja auch eine Verbindung mit der alten Treppe eingeht. Wenn ich dann diese teilweise abreisse um sie mit neuer Steigung wieder aufzubauen beschädige ich die neue Wand wieder. Mal sehen, vielleicht kann ich zwischen Wand und Treppe Folie als Trennung reinfriemel - bezweifel ich aber wegen der Enge.
Liebe Grüße
Wolfgang Döhler