Fächerwahl

Hallo,

ich poste hier bewusst (und nicht bei Informatik), da meine Tochter sich für Mathematik und Physik sehr interessiert und entsprechend diese Fächer auch fürs Abitur als Hauptfächer bzw. Profilfach wählt.

Ist dann auch noch 2- oder 4-stündig Informativ sinnvoll oder notwendig? Sollte man mal einschnuppern oder artet sowas in ein neues Hobby aus (also zeitaufwändig).

Sie fragt mich und ich habe keine Ahnung.
Könnte mir jemand seine Einschätzung dazu geben?

Als 5. 4-stündiges Fach ist bisher Erdkunde angedacht, da man das sowieso 2-stündig nehmen muss und ihr das Fach ganz gut gefällt.

Viele Grüße
Cirwalda

Hallo!

ich poste hier bewusst (und nicht bei Informatik), da meine
Tochter sich für Mathematik und Physik sehr interessiert und
entsprechend diese Fächer auch fürs Abitur als Hauptfächer
bzw. Profilfach wählt.

Ist dann auch noch 2- oder 4-stündig Informativ sinnvoll oder
notwendig? Sollte man mal einschnuppern oder artet sowas in
ein neues Hobby aus (also zeitaufwändig).

Sie fragt mich und ich habe keine Ahnung.
Könnte mir jemand seine Einschätzung dazu geben?

Als 5. 4-stündiges Fach ist bisher Erdkunde angedacht, da man
das sowieso 2-stündig nehmen muss und ihr das Fach ganz gut
gefällt.

Viele Grüße
Cirwalda

Um da einen Tipp geben zu können, wäre es gut zu wissen, um welches Bundesland es sich dreht, da sich die Kurswahlmodalitäten doch erheblich unterscheiden. In Baden-Württemberg wäre die Kombination aus Mathe (hat ohnehin jeder), Physik und Informatik ziemlich ungünstig, wahrscheinlich sogar unmöglich.

Zu anderen Bundesländern kann ich dazu nichts sagen, aber vielleicht jemand anderes.

Michael

Hallo,

ich poste hier bewusst (und nicht bei Informatik), da meine
Tochter sich für Mathematik und Physik sehr interessiert und
entsprechend diese Fächer auch fürs Abitur als Hauptfächer
bzw. Profilfach wählt.

Profilfach? welches Bundesland ist das?

Ist dann auch noch 2- oder 4-stündig Informativ sinnvoll oder
notwendig? Sollte man mal einschnuppern oder artet sowas in
ein neues Hobby aus (also zeitaufwändig).

Ich hatte Mathe und Chemie Leistungskurs und Informatik Grundkurs (zweistündig). Ich denke dass in der Schule die Informatik in Mathe und Physik nicht viel gebracht hat. Eine Ausnahme war, dass ich da LaTeX gelernt hab und damit meine Facharbeit geschrieben hab…

Wenn man allerdings beabsichtigt Mathe oder Physik zu studieren, ist Informatik eine äußert sinnvolle Ergänzung, weil man früher oder später nicht ums programmieren (*) herumkommt.

Man weiss nie, ob soetwas in ein Hobby ausartet, bei mir wars das schon vor dem Schulfach. Und nachher genauso"schlimm" wie vorher.

Grüße,
Moritz
(*) Ich weiss, dass Informatik nicht identisch mit Programmieren ist. Aber auch das Verständnis von Algorithmen und Datenstrukturen und die anderen Aspekte der Informatik sind da hilfreich, wenn man Ma oder Ph studiert…

Hallo,

ich poste hier bewusst (und nicht bei Informatik), da meine
Tochter sich für Mathematik und Physik sehr interessiert und
entsprechend diese Fächer auch fürs Abitur als Hauptfächer
bzw. Profilfach wählt.

Ist dann auch noch 2- oder 4-stündig Informativ sinnvoll oder
notwendig? Sollte man mal einschnuppern oder artet sowas in
ein neues Hobby aus (also zeitaufwändig).

Ich tippe mal auf Baden-Württemberg. Allerdings macht mich da der 4-stündige Informatik-Kurs stutzig. Ist es ein allgemeinbildendes Gymnasium?

Jetzt läuft die sogenannte Vorwahl ab, d.h. es wird entschieden, welche Kurse eingerichtet werden. Deine Tochter muss auch informiert worden sein, was die Inhalte vom Informatik-Kurs sind.
Man muss auch wissen, ob an der Schule in Klasse 11 eine Informatik-AG angeboten wurde, und somit die kleine Chance besteht Informatik als mündliches Prüfungsfach zu belegen, vorausgesetzt sie hat an der AG teilgenommen. Will sie sich in Erdkunde oder in Physik schriftlich prüfen lassen?

Der einzige der deine Tochter vernünftig beraten kann ist der/die Oberstufenberater/in an ihrer Schule. Wenn sie Interesse an dem Fach hat, dann soll sie es belegen, nach einem Jahr kann sie es immer noch abwählen. Allerdings sollte sie auch ihre Stundenzahl nicht aus dem Blick verlieren, vor allem in den Halbjahren in denen auch GK unterrichtet wird.

Gruß
MK

Hallo Cirwalda!

Ich hatte Mathe und Physik als Leistungskurs und dazu Informatik als Grundkurs. Mir hat das gut gefallen, aber fuer die beiden Leistungskurse war der Info-Gk voellig unbedeutend. Ich hatte dadurch niemals irgendeinen Vorteil. Spaeter im Studium war ich froh ueber den Info-Kurs der Schule, weil wir da viele nuetzliche Grundlagen gelernt haben. Ich habe zwar in der Schule nie das Programmieren gelernt, aber die Grundlagen (Datentypen, Programmstrukturen wie Schleifen, Bedingungen, Abfragen, Algorithmen zum Finden und Sortieren, Objekte, Vererbung, …) sind spaeter im Studium nuetzlich gewesen. Sooo wichtig war’s nicht, aber der Ferienkurs in C war fuer mich mehr Urlaub als Kurs, waehrend andere viel zu tun hatten. :wink:

Vielleicht schickst Du Deine Tochter 'mal bei dem Info-Lehrer vorbei. Der kann ihr doch erklaeren, was sie erwartet. Dann kann sie sich entscheiden, ob das Fach fuer sie interessant klingt. vermutlich weiss sie ja noch gar nicht, ob ueberhaupt und wenn ja was sie studieren wird. Darum macht euch nicht zu viele Gedanken und lass sie die Faecher waehlen, fuer die sie sich jetzt im Moment am meisten interessiert. Diese Strategie wirkt sich bestimmt positiv auf die Noten aus :smile:

Als 5. 4-stündiges Fach ist bisher Erdkunde angedacht, da man
das sowieso 2-stündig nehmen muss und ihr das Fach ganz gut
gefällt.

Vielleicht fragt ihr ihren bisherigen Erdkunde-Lehrer auch noch? Meiner hat mir seinerzeit davon abgeraten, Erdkunde weiter zu belegen, weil er meinte, dass mich der Oberstufen-Erdkundeunterricht nicht besonders interessieren wuerde. Das fand ich sehr ehrlich und fair von ihm. (Allerdings hat mich Geschichte auch nicht besonders interessiert und der Sozialwissenschaften-Zusatzkurs war auch nicht besser.)

Gruss,
klaus

Hallo.

Es wäre gut gewesen, hättest Du das Bundesland hingeschrieben :smile:

Zuerst auf jeden Fall die bekannte Leier: auf keinen Fall die Leistungskurse völlig nach den späteren Ambitionen legen. Speziell in den drei südlichen Bundsländern BaWü, Bayern und Sachsen verpaßt man im Vergleich zum Leistungskurs in einem Grundkurs kaum etwas. An einer ganz vernünftigen Schule, die sich an die Lehrpläne hält, kommt man in jedem späteren Studium auch sehr gut zurecht, wenn man nicht das ganze allgemeinbildende Abi auf ein oder zwei Bereiche zusammenschustert.
Ich würde ihr aus guter Erfahrung (eigenes Abitur, Studium, Nachhilfe) raten, wenigstens ein Leistungsfach zu wählen, was sie sehr interessiert, womit sie aber später höchstwahrscheinlich nicht mehr viel zu tun haben wird.
Der Einfluß des Unterschieds Leistungskurs-Grundkurs wird weitestgehend überschätzt - sofern in den Kursen, bei den Lehrern und in der Schule alles halbeswege normal läuft, entstehen bspw. im Mathematikgrundkurs keine Nachteile. Man sollte im Hinterkopf behalten, daß im Studium die gesamten Grundlagen sowieso noch einmal wiederholt werden, zwar schneller, aber viel besser aufbereitet.
Ähnliches gilt für einen Physikgrundkurs. So gut wie alle Oberstufenschüler, denen ich Nachhilfe gegeben habe, waren über die lezten Jahre hinweg im Nachhinein dankbar, daß ich zu einem ausgewogenen, sprich nicht übermäßig spezialisierten, Abitur geraten habe.
Ich selbst habe mir einst den Mathematikgrundkurs verkniffen - mein Zweitstudium in Mathematik geht prima, und ohne Nachteile.

Zudem sollte man auch ein Auge auf die Noten werfen. Ein Grundkurs wird an den entscheidenden Ecken entspannter bewertet; gerät man im Leistungskurs an irgendwelche Lehrer, die einen an der Klatsche haben („Mehr als 10 Notenpunkte gibt es bei mir nicht!“, „Ich bevorzuge eine binäre Bewertung: Bei Aufgaben gibt es entweder volle Punktzahl oder Null.“ etc.), ist man deutlich mehr Punkte in Rekordzeit los als in einem Grundkurs.

Es ist ein Unterschied, ob ich mir den ganzen Bereich „Leistungskurse“ versaue, weil ich von mir aus nur 7 oder 8 Punkte in einem Fach herausschleppe (oder weniger), oder ob ich in einem Grundkurs bei ähnlicher Wissensausbeute 11 oder 12 (oder eventuell mehr) Punkte einsacke.

Es kommt ganz darauf an, welche Endnote man anpeilt.

Darüber hinaus kann sich auch die Interessenlage des Kindes noch einmal ändern, wenn es den Zugang zu bisher weniger interessanten Fächern findet.

Zweitens, der Informatikgrundkurs ist sicherlich nicht verkehrt, solange dafür nicht Physik geopfert wird. In der Schule ist das Niveau in Info noch nicht so übertrieben, daß Programmierunkundige-Programmierunwillige-Programmierdesinteressierte, wie bspw. ich, rigoros zur ‚5‘ durchgereicht werden.

Info als zweistündiges Fach sollte sicherlich reichen, wenn es nur zum Überblick-gewinnen benutzt werden soll.
Bei einem vierstündigen Grundkurs ist dann schon mehr zu tun; bei mir artete das einst schon einmal in ein, zwei richtig langen und zeitintensiven Hausaufgaben aus (und anderen Kunststückchen).

MfG

hallo Cirwalda,

ich musste ‚damals‘ (abi in bay) mathe-lk nehmen und habe es gehasst! in physik war ich ohne zu lernen (das hielt ich ‚damals‘ in allen fächern so…) immer gut (also vergleichsweise gut :wink:, und war dann das 4. abi-fach.
2.tes war g/sk, 3.tes war deutsch.
mein abi war grottenschlecht, dass da bei mir mehr drin ist hat sich erst im studium gezeigt.

ich halte einen lk mathe heute für extrem sinnvoll, ‚fast‘ egal was man hinterher macht (ausnahmen sind zumeist die eher brotlosen studienfächer wie kunstgeschichte oder sprachen).

ansonsten würde ich nach begabung und lust und, das war damals noch nicht so wichtig, nach noten entscheiden. mir hat mein abi-schnitt später nur einmal einen avisierten vorschlag für so ein begabtenföderungs-dingens zerhagelt, aber ich konnte immerhin studieren!..so weit ich weiss ist das heute ja anders. zumindest physik wäre mir heute als studienfach verschlossen…

ach so, informatik (ich arbeite i.d. IT-branche) kann ich schlecht beurteilen, ich nehme an, dass es dort ist wie bei den sprachen, in 9 jahren engl. unterricht habe ich höchstens 10% von engl. sprachfertigkeit gelernt wie im vergleich bei 2 monaten aufenthalt i.d. usa.

für mich gehört informatik in die gleiche ecke wie latein, erst mal nutzlos, aber man lernt strukturiertes denken. aber halt nur, wann man sehr viel zeit darauf verwendet.
zudem lernt man dort im unterricht ziemlich sicher sehr viel veraltetes wissen sobald es um programmiersprachen & technologien geht, nirgends ist die halbwertszeit für erlentes so gross wie i.d informatik…das ist eindeutig anders bei latein :wink:

hth,

stefan

Hallo,

immerhin studieren!..so weit ich weiss ist das heute ja
anders. zumindest physik wäre mir heute als studienfach
verschlossen…

also zumindest bei uns in Aachen kann man ohne irgendwelche Einschränkungen Physik studieren.

Viele Grüße
Sebastian

Baden-Württemberg, sorry habs vergessen zu erw.
Hallo,

danke an alle, ich bin überwältig, so große Resonanz zu bekommen.

Das Bundesland ist Baden-Württemberg. Und wir werden jetzt die neuen Gesichtspunkte mit in die Entscheidung einbringen.

Viele Grüße
Cirwalda