weiss jemand, warum man in Frankreich keinen Mohn kaufen kann? Ich hab da diese Pasta-Lieblingssauce mit Ziegenfrischkaese (chevre gibt’s hier ja zum Glueck genuegend!) und Mohn (pavot hingegen nicht), und ich kann sie nicht mehr kochen, weil die beste Zutat fehlt.
Waruuuhum?! Und darf ich ihn dann auch nicht in rauhen Mengen in D kaufen und mit ueber die Grenze nehmen?!!
ich kenne mich leider nicht damit aus, ob Mohn in Frankreich unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Falls ja, würde mich interessieren, ob es denn ganze Muskatnüße zu kaufen gibt (Muskat geraucht bringt Halluzinationen und gilt als Droge).
stimmt, da muss ich beim naechsten Mal im Supermarkt drauf achten (obwohl meine Erfahrungen mit Muskatnuss eher enttaeuschend waren ;O) - aber Mohnsamen sind ja nun wirklich absolut unschuldig!)…
barbara
Pavot = Pavot, ist richtig. Ist aber Mohn= Mohn ? Ist Muscat = Muscat?
Die Frage hat mich von den Socken geholt. Beim durchsuchen meiner Datenbank stellte ich fest das einige Daten nicht vorhanden sind. (Compi war vor 8 Wochen weg). Ich werde diese Frage noch beantworten da diese mich selbst WURMT.
Eines ist jedoch vorwegzunehmen. Auch in Frankreich gibt es Mohn im Geschäft jedoch unter einer anderen Bezeichnung. Asche auf mein Haupt, ich komme nicht auf den Namen.
Mit Pavot könnte der Verdacht entstehen das es sich um MOHN handelt. Ihr wisst was ich meine.
Also das mit dem Muskat halten ich für ein Gerücht. Muskat ist ein Bestandteil der Küche und welcher Koch in Frankreich würde auf Muskat verzichten?
Da fällt mir etwas auf. In der Schweiz ist „Absinth, auch la bleu“ genannt Strengstens verboten. Aber jeder Bauer an der Grenze zu Frankreich stellt es selber her. Ist auch unter der Hand zu erhalten. Pernod oder Pastis , die auf dieser Basis aufgebaut sind , sind jedoch erlaubt. Komisch.
Ich möchte hier keine falsche Sachen ins Netz setzen und werde mir bei BS vom ZT eine Stellungsnahme einholen, da BS in der Schweiz ist und über viel Sachkompetent verfügt.
Melde mich wieder
Claude
Ich habe noch nie Muskatnuß statt Gewürz als Betäubungsmittel mißbraucht. Allerdings haben wir das in der Schule so gelernt und ich habe in einem Naturheilkundelexikon die Angabe gefunden, daß ab 5-10 g täglich Halluzinationen auftreten können und daß es deswegen nicht geraucht werden soll. Wie schädlich so ein Mißbrauch wäre, ob es dann wiederkehrende Probleme gibt, weiß ich nicht mehr.
Leider ist mein Französisch sehr bescheiden. Für ein anderes Wort für Mohn reicht es nicht
eine Muskatnuss ist eine Muskatnuss ist eine…
Hallo Claude,
hmmmm, ein Sprachproblem kann das nicht sein…: http://eurodic.ip.lu:8086//cgi-bin/edicbin/expert.pl#3
(Mohn = pavot) http://eurodic.ip.lu:8086//cgi-bin/edicbin/expert.pl
(Muskat = muscat / sauge sclarée; Muskatnuss = noix muscade)
wenn dir noch einfaellt, wie der kaufbare (essbare, ungefaehrliche - die schwarzgrauen Kuegelchen, die sich so gut auf Broetchen machen und in Ziegenfrischkaesepastasauce) Mohn heisst, wuerdest du mich sehr, sehr, sehr gluecklich machen…
…und Bauern in der Schweiz stellen tatsaechlich noch Absinth her?! Meine Guete!
Viele Gruesse von barbara
(immer noch verwirrt)
absinth oder la fée verte
kleine richtigstellung: absinth wird nach wie vor in der schweiz (im jura, neuchâtel etc) destilliert, unter der hand. gesetzlich sieht es so aus, dass du es zwar haben darfst, aber nicht herstellen, handeln bzw. konsumieren (hä ?). tja, so sind sie halt, die schweizer… übrigens hat sich das etwas gelockert in letzter zeit. also wer’s geschickt anstellt bekommt die „fée verte“ dort.
verboten wurde sie glaube ich so um 1940 da ihr nebenwirkungen angehängt wurden (im absinth rausch ermordete jemand und konnte sich an nichts mehr erinnern…)
mohn: auch ich kenne nur das wort pavot (graines de pavot), aber mich hat noch keiner hinter gitter gebracht, weil ich das über meine amuse-gueules gestreut habe.
fred
kleine richtigstellung: absinth wird nach
wie vor in der schweiz (im jura,
neuchâtel etc) destilliert, unter der
hand. gesetzlich sieht es so aus, dass du
es zwar haben darfst, aber nicht
herstellen, handeln bzw. konsumieren (hä
?). tja, so sind sie halt, die
schweizer… übrigens hat sich das etwas
gelockert in letzter zeit. also wer’s
geschickt anstellt bekommt die „fée
verte“ dort.
verboten wurde sie glaube ich so um 1940
da ihr nebenwirkungen angehängt wurden
(im absinth rausch ermordete jemand und
konnte sich an nichts mehr erinnern…)
Hi Fred
verboten wurde die Grüne Fee, weil ein Inhaltsstoff, das Thujon, äußerst giftig ist, führt zu Krämpfen, Lähmungen und Verwirrtheitszuständen (Absinthismus), viele Künstler litten darunter.
Heute wird Absinth ganz legal aus thujonfreien Wermutarten hergestellt, ob das bei den Schwarzbrennern auch so ist, kann man nicht kontrollieren, wäre ich vorsichtig.
Hier gibt es Absinth ohne Risiko http://www.hills-absinth.de/
Gruss
Rainer
ich weiss. aber sooooo gefährlich ist es auch nicht (klar, wer sich jeden tag 1 liter in die rübe giesst… aber das ist ein anderes thema).
mitterand (als er noch frz. staatspräsident war) wurde vom „canton et république de neuchâtel“ hochoff. empfangen.
und - was gab’s im feudalen „maison du peyrou“ zum nachtisch ? eis mit absinth…
hat damals ziemlich furore gemacht, war glaube ich in den 80ern
Gleich eine Antwort an Claude und Fred: Das mit dem Mohn weiss ich nicht, glaube aber, bei Empfängen in Frankreich auch schon Blätterteig-Gebäck mit Mohnkörnchen drauf genossen zu haben.
Das mit dem Mitterrand war so: Der Wirt hatte beim Dessert irgend etwas mit „La fée verte“ deklariert. François Mitterrand soll es genossen haben. Die Presse brachte das wegen des Ansinth-Verbots auf. Worauf Anklage gegen das Restaurant erhoben wurde. Der Wirt konterte, er habe gar keinen Absith verwendet, dafür Pernot genommen. Worauf ihn der Richter wegen unlauterem Wettbewerbn verdonnerte. So, so eben sind die Schweizer!
Gruss Bernhard (BS)