Liebe User,
habe ein (kleines) physikalisches Problem mit Fässern:´
Wir wollen Stahlband zur Sicherung von Fässern auf Palletten durch Kunststoffband ersetzen.
Wie kann der Nachweis der Reißfestigkeit erbracht werden?
Die Gesamtmasse beträgt bei 4 Fässern rund 1000kg.
Wir wollen mit Stapler max. mit 20 km/h = 5,5 m/s bewegen.
Kinetische Energie daher Wk=m*v²/2= 15.125 Nm
Zugfestigkeit des Bandes 1000 N/mm²
Das Band hat eine Breite von 15mm und eine Dicke von 0,5mm
Wer kann helfen?
Vielen Dank,
Grüsse
Jens Leopold.
Hi,
ich vermute mal, dass da rechtliche Dinge mit reinspielen werden.
Aufgrund der gegebenen daten kann man sicher eine Abschätzung machen,
aber um einen Test, möglichst in einem anerkannten Labor werdet ihr kaum rumkommen.
Gruss,
Hallo,
ich würde anders an das Problem rangehen.
Welche Zugfestigkeit hat euer momentanes Stahlband?
Dieser Wert ist die Voraussetzung für einen Wechsel zu einem Kunststoffband.
Zu berücksichtigen ist dabei wieweit das Stahlband überdimensioniert ist.
Was sagen die einschlägigen Rechts- und Sicherheitsvorschriften dazu?
Gerhard
Aloha.
Wie kann der Nachweis der Reißfestigkeit erbracht werden?
Außer der Reißfestigkeit solltet ihr im eigenen Interesse auch die Dehnungseigenschaften des Kunststoffs berücksichtigen, sonst gibt es eine Überraschung, wenn der Stapler über Stock und Stein hoppelt,
meint kw
Danke für die Beiträge.
Leider liegen zur Sicherheit des Stahlbandes keine Werte vor.
Es wurde nur empirisch gehandelt.
Wir kennen nur folgende Werte:
Zugfestigkeit Stahlband 1000 N/mm², Kunststoffband 700 N/mm²
Ich brauche nur den Wert für die Kraft F, der sich ergibt,
wenn 1000 kg auf 5,5 m/s beschleunigt wurden.
Den Nachweis kriege ich dann selber hin.
Es geht wirklich nur um eine Abschätzung.
Danke,
ciao
Jens.
Hallo Jens
Wir kennen nur folgende Werte:
Zugfestigkeit Stahlband 1000 N/mm², Kunststoffband 700 N/mm²
Ich brauche nur den Wert für die Kraft F, der sich ergibt,
wenn 1000 kg auf 5,5 m/s beschleunigt wurden.
Das ist doch einfach:
Kraft = Masse \* Beschleunigung
Hier
Kraft = 1000 kg \* 5.5 m/s
= 5500 N
Weiter ist:
Spannung = Kraft / Querschnittsfläche
bzw.
Querschnittsfläche = Kraft / Spannung
= 5500 N / 1000 N/ mm^2 = 5.5 mm^2 (Stahl)
= 5000 N / 700 N/mm^2 = 7.9 mm^2 ( Kunststoff)
Du brauchst also Kunststoffband mit einem Querschnitt von 7.9 mm.
Bzw. Kunststoffband, dessen Querschnitt 1.43 mal so groß ist wie bei Stahl.
Diese Angaben sind natürlich ohne Gewähr 
Ratz
Den Nachweis kriege ich dann selber hin.
Es geht wirklich nur um eine Abschätzung.
Danke,
ciao
Jens.
Hallo zusammen!
Ich brauche nur den Wert für die Kraft F, der sich ergibt,
wenn 1000 kg auf 5,5 m/s beschleunigt wurden.
Das ist doch einfach:
Kraft = Masse * Beschleunigung
Hier
Kraft = 1000 kg * 5.5 m/s
= 5500 N
Falsch!
Die 5,5 m/s sind ja keine Beschleunigung (die ja die Einheit m/s² hat), sondern die maximale Geschwindigkeit. Es fehlt also für Deine Rechnung, die Angabe, in welcher Zeit diese Geschwindigkeit erreicht wird. In dem Fall dürfte das Bremsen die größere Beschleunigung liefern.
Für die Abschätzung: Mal abstoppen, wie lange der Stapler aus voller Fahrt bis zum Stillstand braucht. Oder besser den Bremsweg messen. Die Beschleunigung ist dann
a = v² / s
Möglicherweise ist aber auch die Zentrifugalkraft bei der Kurvenfahrt größer:
F = m * v² / r
Hier brauchst Du also noch den Wendekreis (Faktor 1/2 für den Radius nicht vergessen).
Das Folgende ist allerdings richtig (bis auf den Tippfehler 5000 N).
Du siehst leicht, dass die tatsächliche Kraft keine Rolle spielt, weil nur die Festgkeiten der Materialien verglichen werden. Ist natürlich nur eine Abschätzung.
Fragt sich, in welchen Querschnitten das Kunststoffband erhältlich ist.
Weiter ist:
Spannung = Kraft / Querschnittsfläche
bzw.
Querschnittsfläche = Kraft / Spannung
= 5500 N / 1000 N/ mm^2 = 5.5 mm^2 (Stahl)
= 5000 N / 700 N/mm^2 = 7.9 mm^2 (
Kunststoff)
Du brauchst also Kunststoffband mit einem Querschnitt von 7.9
mm.
Bzw. Kunststoffband, dessen Querschnitt 1.43 mal so groß ist
wie bei Stahl.
Gruß
Arndt