Fahren mit Bioenthanol E85

Hallo,

hat jemand Erfahrungen mit Bioenthanol? Hab gelesen das es billiger ist als Benzin und mehr Oktan enthält. Wie sieht es mit der Effiziens aus?
Gibt wohl auch wenig Tankstellen die das anbieten.
Was muss ich bei meinem Auto alles umbauen lassen?

Moin,

ein älteres Auto kann man nicht so ohne weiteres mit E85 fahren.
Inwieweit Dein Auto umgerüstet werden muss, sollte der Hersteller Dir sagen können.
Bei Autos >10 Jahre lohnt das m.E. nicht.
Der Wirkungsgrad ist etwas besser als bei Benzin, aber ein geringer Mehrverbrauch ist in Kauf zu nehmen.

Gruss Jakob

Hi Loki,

um ein Fahrzeug ständig mit E85 betreiben zu können, sollten alle Dichtungen und Leitungen, die mit dem Kraftstoff in Berührung kommen, resistent gegen Alkohol sein und nicht aufquellen. Da das in den meisten Serienfahrzeugen nicht der Fall ist, ist eine Umrüstung notwendig.

Es kann auch sein, dass die Einspritzventile erneuert werden müssen, um den höheren Durchfluss realisieren zu können.

Der Mehrverbrauch von E85 liegt bei ca. 30%. Er ist klopffester, ca. 102 Oktan.

Das Tankstellennetz ist recht dünn. Im Internet gibt es eine Liste mit Anbietern.

Tja, ob es sich lohnt?

Schönen Tag noch,

Susanne

ob sich das wirklich rentiert, sei dahin gestellt. umrüstungskosten + mehrverbrauch … da bezahl ich am ende sicher genau so viel wie benzin zut zeit.

die umrüstung auf gas kostet ca. 2000 EUR, die abdeckung der tankstellen ist mittelmäßig gut. bei einem preis unter einem EURO sicher eine gute sache, obwohl der preis sicher auch mit der zeit angehoben wird.

Der Wirkungsgrad ist etwas besser als bei Benzin, aber ein
geringer Mehrverbrauch ist in Kauf zu nehmen.

Gruss Jakob

Hallo,
dieser Satz ist ein Widerspruch…

Hallo!

Also grundsätzlich ist es so, das normale Kraftstoffe nur aus C und H- Atomen bestehen.
Beim Alkohol ist zusätzlich noch das O-Atom drin. Lt. meines Chemie-Lehrers soll das riesengross sein.
Dadurch der Mehrverbrauch, das Sauerstoffatom wirkt im Motor wie ein Füllstoff,
wird also nur Wärme aufnehmen, und verschwindet dann völig nutzlos durch den Auspuff.

Allerdings kann man, weil das Sauerstoffatom die Verbrennungswärme sozusagen ableitet, den Motor mit einem höheren Verdichtungsverhältnis
betreiben. Das erhöht dann den Wirkungsgrad.

Auch möchte ich bemerken, dass VW schon seit vielen Jahren (25 ?)
Autos baut, für den Export nach Südamerika, die dafür speziell ausgelegt sind. Diese haben einen dafür angepassten Motor, der mit dem Alk. optimal arbeitet.

Ich halte von solchen Umrüstaktionen nicht viel.
Sinnvoller wäre es,
wenn man für jeden Kraftstoff einen dafür ausgelegten Motor konstruieren könnte.
Wie es Diesel- und Benzinmotore gibt, könnte man dann auch ALk- und Flüssiggasmotore sowie spezielle Erdgasmotore bauen.

Die würden dann optimal und sparsam laufen,
aber eben nur mit dem einen Kraftstoff. Ein Notbetrieb mit Benzin wäre dann nicht möglich.

Grüße, Steffen!

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Hallo,

Der Wirkungsgrad ist etwas besser als bei Benzin, aber ein
geringer Mehrverbrauch ist in Kauf zu nehmen.

Hallo,
dieser Satz ist ein Widerspruch…

wieso ist das ein Widerspruch? Der Energieinhalt von Ethanol ist deutlich geringer als der der gleichen Menge Benzin. Deshalb wird mehr verbraucht (in l/100km). Da die Klopffestigkeit höher ist, kann der Motor so konstruiert werden, dass die im Brennstoff enthaltene Energie besser genutzt wird, also ist der Wirkungsgrad besser. Es sind also 2 Eigenschaften von Ethanol als Treibstoff, die den mengenmäßigen Verbrauch gegenüber Benzin in entgegengesetzte Richtung beeiflussen. Dabei kann der günstigere Wirkungsgrad den geringeren Energiegehalt nicht vollständig kompensieren, so dass tatsächlich der Verbrauch höher ist als bei Benzin.

Gruß, Niels

Hallo
In Brasilien fahren wir seit ca. 30 Jahren Ethanol. Die Kompression des Motors muss auf 13:1 angepasst werde, sonst ergibt sich keine Leistungsverbesserung. Der Verbrauch ist 30 % höher, muss also durch einen entsprechenden Preisvorteil gedeckt werde. Bei Autos, die nicht für Ethanol gebaut wurden müssen alle Teile die mit Ethanol in Verbindung kommen besonders geschützt werden, da sonst sehr frühzeitiges Rosten aufritt. Bei nicht vorbereiteten Autos gibt es Kaltstartschwierigkeiten. Dies wurde im Anfang so gelöst dass die Motoren mit Normalbenzin gestartet wurden.
Heute gibt es Autos (FLEX) die sowohl mit Benzin als auch mit Ethanol fahren. Dabei gibt es keinerlei Schwierigkeiten. Mit diesen Autos kann man je nach Treibstoffpreis entscheiden was günstiger ist.
Mfg Wolf.

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Moin,

Autos baut, für den Export nach Südamerika, die dafür speziell
ausgelegt sind. Diese haben einen dafür angepassten Motor, der
mit dem Alk. optimal arbeitet.

Richtig. Wie unser Freund aus Brasilien weiter unten schreibt ist Brasilien da schon deutlich weiter.

Ich halte von solchen Umrüstaktionen nicht viel.
Sinnvoller wäre es,
wenn man für jeden Kraftstoff einen dafür ausgelegten Motor
konstruieren könnte.

Die neuen Motoren können ja mit E85 ganz gut umgehen.
Die Flexible Fuel Motoren kommen mit nahezu jedem Mischungsverhältnis klar.
Aber ich stimme Dir natürlich zu, umrüsten macht in den wenigsten Fällen Sinn. Dafür ist das Tankstellennetz viel zu dünn.
Bei mir gibts zwar eine Tanke woe es wirklich alle Treibstoffarten gibt, aber bei meinem Diesel nützt mir das nix :wink:
Der nächste soll ein Hybrid werden. Da werde ich mir dann erneut Gedanken machen und es ist ja auch noch ein Jahr Zeit.

Gruss Jakob

bei einem preis unter einem EURO sicher eine gute sache, obwohl der preis sicher auch mit der zeit angehoben wird.

Hi
zur Zeit auch um 0,7 EUR moeglich
ganz viel dazu bei
http://www.gas-tankstellen.de/
Gruss Helmut

Hi!

Autos baut, für den Export nach Südamerika, die dafür speziell
ausgelegt sind. Diese haben einen dafür angepassten Motor, der
mit dem Alk. optimal arbeitet.

Richtig. Wie unser Freund aus Brasilien weiter unten schreibt
ist Brasilien da schon deutlich weiter.

Findest Du?
Mal gefragt, wo die Zuckerrüben zur Herstellung von E85 herkommen?
Für deren Anbau wird massiv Regenwald abgeholzt.

Das zeigt, dass 2 Dinge keinen Sinn machen:

  • Geiz ist geil.
  • Ökotrends hinterherzurennen, die man nicht vollständig hinterfragt hat.

Aktuell ist die sauberste Lösung für den realistischen Einsatz ein vernünftiger Benziner wie z.B. ein BMW 118i oder ein Opel Vectra 1.8 16V.
Die laufen problemlos, sind schnell genug, sparsam und sauber.

Hybride sparen dann noch 1-2 L Benzin, dafür müssen 20 - 40 Kg schwere Batteriepacks hergestellt und entsorgt werden. Das verschlechtert die Ökobilanz drastisch, auch wenn es hier keinen Prius - Gutmenschen interessiert.

Am umweltfreundlichsten ist immer noch ein Auto, das möglichst wenig gefahren wird…

Ich halte von solchen Umrüstaktionen nicht viel.
Sinnvoller wäre es,
wenn man für jeden Kraftstoff einen dafür ausgelegten Motor
konstruieren könnte.

Die neuen Motoren können ja mit E85 ganz gut umgehen.
Die Flexible Fuel Motoren kommen mit nahezu jedem
Mischungsverhältnis klar.

Die Effizienz leidet halt jeweils ein wenig. Generell finde ich es jedoch sinnvoll, mit möglichst vielen verschiedenen Kraftstoffarten fahren zu können.
Das macht einen auf Reisen sehr flexibel bei der Auswahl des günstigsten Kraftstoffs.

Gibt es eigentlich schon die Möglichkeit, Normal, Super, Autogas und E85 in einem Fahrzeug zu kombinieren?

Aber ich stimme Dir natürlich zu, umrüsten macht in den
wenigsten Fällen Sinn. Dafür ist das Tankstellennetz viel zu
dünn.

…und die zu erwartende Ersparnis viel zu gering.
Wegen 3.000 Euro auf 100.000 Km fange ich doch nicht mit einer Bastellösung an.

Bei mir gibts zwar eine Tanke woe es wirklich alle
Treibstoffarten gibt, aber bei meinem Diesel nützt mir das nix
:wink:

Du kannst ja „Superdiesel“ für 3 Cent Aufpreis tanken…

Der nächste soll ein Hybrid werden. Da werde ich mir dann
erneut Gedanken machen und es ist ja auch noch ein Jahr Zeit.

Achte auf die Garantie für die Batterien. Hier ist es kälter als im Testland Californien…

Grüße,

Mathias

Hi!

Autos baut, für den Export nach Südamerika, die dafür speziell
ausgelegt sind. Diese haben einen dafür angepassten Motor, der
mit dem Alk. optimal arbeitet.

Richtig. Wie unser Freund aus Brasilien weiter unten schreibt
ist Brasilien da schon deutlich weiter.

Findest Du?
Mal gefragt, wo die Zuckerrüben zur Herstellung von E85
herkommen?
Für deren Anbau wird massiv Regenwald abgeholzt.

Das ist richtig. Und ebenfalls muss man bedenken, dass anstatt Getreide für Lebensmittel auf den Flächen dann gewinnbringenderes´angebaut wird.
Mit „weiter“ meinte ich nicht den Fortschritt sondern die Verbreitung.

Das zeigt, dass 2 Dinge keinen Sinn machen:

  • Geiz ist geil.

Sowieso.

  • Ökotrends hinterherzurennen, die man nicht vollständig
    hinterfragt hat.

Richtig. Aber nach Alternativen ausschau halten sollte man.

Aktuell ist die sauberste Lösung für den realistischen Einsatz
ein vernünftiger Benziner wie z.B. ein BMW 118i oder ein Opel
Vectra 1.8 16V.
Die laufen problemlos, sind schnell genug, sparsam und sauber.

Nun, das kommt auf den Einsatzzweck an.

Hybride sparen dann noch 1-2 L Benzin, dafür müssen 20 - 40 Kg
schwere Batteriepacks hergestellt und entsorgt werden. Das
verschlechtert die Ökobilanz drastisch, auch wenn es hier
keinen Prius - Gutmenschen interessiert.

Ich hoffe ja, dass der Prius bald etwas Konkurrenz bekommt. Momentan ist die Auswahl recht dünn. Volvo plant da was, allerdings ein anderes Konzept http://www.heise.de/autos/artikel/s/4419.

Am umweltfreundlichsten ist immer noch ein Auto, das möglichst
wenig gefahren wird…

Also meins :wink:
Aber die Strecken, die ich überwiegend fahre würden einen Hybrid nahelegen.
Wenns was ökologischeres gibt, gern. Die Zeiten der Statussymbole sind, zumindest für mich, vorbei.
Wenn das Auto in der Praxis brauchbar ist, ist für mich jetzt der ökologische Aspekt ebenso wichtig.
Obwohl ich meinen Sprit nicht selber zahlen muss sehe ich mich trotzdem in der Pflicht einen Anteil zu leisten.
Ich denke mal, das primäre Ziel ist nicht einmal den CO2 Ausstoss zu verringern sondern ihn erstmal nicht noch weiter steigen zu lassen.

Ich halte von solchen Umrüstaktionen nicht viel.
Sinnvoller wäre es,
wenn man für jeden Kraftstoff einen dafür ausgelegten Motor
konstruieren könnte.

Die neuen Motoren können ja mit E85 ganz gut umgehen.
Die Flexible Fuel Motoren kommen mit nahezu jedem
Mischungsverhältnis klar.

Die Effizienz leidet halt jeweils ein wenig. Generell finde
ich es jedoch sinnvoll, mit möglichst vielen verschiedenen
Kraftstoffarten fahren zu können.
Das macht einen auf Reisen sehr flexibel bei der Auswahl des
günstigsten Kraftstoffs.

Dahingehend ist das Volvo Konzept interessant. Ein Hybrid mit Flex Fuel Motor. Die Reichweite ist natürlich für den reinen Batteriebetrieb zu knapp, aber noch ist das Auto ja nicht auf dem Markt.

Gibt es eigentlich schon die Möglichkeit, Normal, Super,
Autogas und E85 in einem Fahrzeug zu kombinieren?

Ist mir so nicht bekannt. Aber so ein „Allesbrenner“ wäre sicher nicht uninteressant.

Aber ich stimme Dir natürlich zu, umrüsten macht in den
wenigsten Fällen Sinn. Dafür ist das Tankstellennetz viel zu
dünn.

…und die zu erwartende Ersparnis viel zu gering.
Wegen 3.000 Euro auf 100.000 Km fange ich doch nicht mit einer
Bastellösung an.

Eben. Noch dazu wo einem nichts garantiert wird.

Bei mir gibts zwar eine Tanke woe es wirklich alle
Treibstoffarten gibt, aber bei meinem Diesel nützt mir das nix
:wink:

Du kannst ja „Superdiesel“ für 3 Cent Aufpreis tanken…

Au ja. Es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben :wink:

Der nächste soll ein Hybrid werden. Da werde ich mir dann
erneut Gedanken machen und es ist ja auch noch ein Jahr Zeit.

Achte auf die Garantie für die Batterien. Hier ist es kälter
als im Testland Californien…

Klar. Wie gesagt, ich hoffe dass sich bis dahin noch etwas am Markt tut.

Gruss Jakob

Moin!

Autos baut, für den Export nach Südamerika, die dafür speziell
ausgelegt sind. Diese haben einen dafür angepassten Motor, der
mit dem Alk. optimal arbeitet.

Richtig. Wie unser Freund aus Brasilien weiter unten schreibt
ist Brasilien da schon deutlich weiter.

Findest Du?
Mal gefragt, wo die Zuckerrüben zur Herstellung von E85
herkommen?
Für deren Anbau wird massiv Regenwald abgeholzt.

Das ist richtig. Und ebenfalls muss man bedenken, dass anstatt
Getreide für Lebensmittel auf den Flächen dann
gewinnbringenderes´angebaut wird.
Mit „weiter“ meinte ich nicht den Fortschritt sondern die
Verbreitung.

Ja, nur ist die Frage, ob das aktuell erstrebenswert ist.
Das Wundermittel E85 hat jedenfalls auch eine andere Seite - die der Herstellung. Das war mir wichtig herauszustellen.

Das zeigt, dass 2 Dinge keinen Sinn machen:

  • Geiz ist geil.

Sowieso.

  • Ökotrends hinterherzurennen, die man nicht vollständig
    hinterfragt hat.

Richtig. Aber nach Alternativen ausschau halten sollte man.

Absolut einverstanden.
Nur muss man selbige auch vollständig hinterfragen.

Die Zukunft sehe ich persönlich im Elektroantrieb. Die Stromerzeugung lässt sich noch am ehesten regeln und v.a. die Emissionen geographisch klar eingrenzen. Genau das geht ja beim verbrennungsmotor nicht, er stinkt genau dort herum, wo er es nicht sollte.

Aktuell ist die sauberste Lösung für den realistischen Einsatz
ein vernünftiger Benziner wie z.B. ein BMW 118i oder ein Opel
Vectra 1.8 16V.
Die laufen problemlos, sind schnell genug, sparsam und sauber.

Nun, das kommt auf den Einsatzzweck an.

Keineswegs.
Ein Diesel ist immer die schmutzigere Alternative.
Ein ganz kleiner Benziner oftmals nicht so aufwändig abgasgereinigt.
Größere Motoren emittieren mehr Schadstoffe, vernünftige Fahrweise beider Vergleichsmodelle vorausgesetzt.

Wir hatten schon in 1999/2000 die Firmenfahrzeuge als Benziner. Opel 1.6 16V und 3.2 24V.
Die liefen damals ungleich sauberer als die ungefilterten Diesel. Der Benzinverbrauch bei den Vertriebler Vectras mit 1.6er Maschine lag bei ca. 7 L / 100 Km.
Ich sehe daher absolut keinen Vorteil darin, einen teuren, aufwändigen, wartungsintensiven Diesel zu fahren, um 1 L zu sparen und dabei deutlich mehr Schadstoffe zu emittieren. Selbst bei 100.000 Km p.a., welche wir damals fuhren, halte ich einen Diesel für nicht nötig.
Er hat zwar etwas mehr Dampf, aber auch mit dem benziner schaffte ich es auf einen Strafzettel in Italien mit verbrieften 195 Km/h. Das dürfte für den Geschäftsalltag ausreichen…

Hybride sparen dann noch 1-2 L Benzin, dafür müssen 20 - 40 Kg
schwere Batteriepacks hergestellt und entsorgt werden. Das
verschlechtert die Ökobilanz drastisch, auch wenn es hier
keinen Prius - Gutmenschen interessiert.

Ich hoffe ja, dass der Prius bald etwas Konkurrenz bekommt.
Momentan ist die Auswahl recht dünn. Volvo plant da was,
allerdings ein anderes Konzept
http://www.heise.de/autos/artikel/s/4419.

Solange Batterien verbaut werden (was ja beim Hybridfahrzeug ursächlich nötig ist), und hier geht der Trend klar zur Li-Ion Technik, ist die gesamte Ökobilanz einfach deutlich schlechter als behauptet.

Natürlich kann hier noch optimiert werden, auch der Benziner im Prius ist ja ein altes Motörchen, aber wenn man solche Konzepte diskutiert, zählt das Gesamtbild.

Am umweltfreundlichsten ist immer noch ein Auto, das möglichst
wenig gefahren wird…

Also meins :wink:
Aber die Strecken, die ich überwiegend fahre würden einen
Hybrid nahelegen.
Wenns was ökologischeres gibt, gern. Die Zeiten der
Statussymbole sind, zumindest für mich, vorbei.

Naja, ich denke, es wird sehr oft „Statussymbol“ mit „Freude an toller Technik“ verwechselt.
Ich gebe meine großen Autos und auch meinen (sparsamen) Oldtimer so schnell nicht auf. Ich setze sie aber vernünftig ein.
Evtl. kommt im Frühjahr ein Motorrad mit KAT zum Fuhrpark hinzu und die beiden alten Bikes müssen gehen.
Das macht dann Sinn, denn ein modernes Motorrad der 600CC Klasse ist mit 3-4 im alltag zu bewegen und spart in der Stadt gewaltig Spirt, da man kaum im Stau steht.

Die Italiener haben es ja schon längst kapiert, es läuft dort im Alltag kaum noch ein Roller ohne Kat. Man merkt in Florenz und Rom, wo ich öfter bin, ganz deutlich die Luftverbesserung.
Vielleicht sollte man mehr solche Fahrzeuge, auch auf Elektrobasis, einsetzen.

Wenn das Auto in der Praxis brauchbar ist, ist für mich jetzt
der ökologische Aspekt ebenso wichtig.

Für mich schon auch. im Alltag fahre ich zumindest immer Autos mit aktueller Abgasreinigung.

Obwohl ich meinen Sprit nicht selber zahlen muss sehe ich mich
trotzdem in der Pflicht einen Anteil zu leisten.

Gute Einstellung.

Ich denke mal, das primäre Ziel ist nicht einmal den CO2
Ausstoss zu verringern sondern ihn erstmal nicht noch weiter
steigen zu lassen.

Einfach vernünftig mit den Ressourcen umgehen und nicht jede Kurzstrecke mit dem Auto fahren. Man muss auch nicht jedes Wochenende uns Bayern die A99 verstopfen und sich dann über die hohen Spritpreise beklagen…

Ich halte von solchen Umrüstaktionen nicht viel.
Sinnvoller wäre es,
wenn man für jeden Kraftstoff einen dafür ausgelegten Motor
konstruieren könnte.

Die neuen Motoren können ja mit E85 ganz gut umgehen.
Die Flexible Fuel Motoren kommen mit nahezu jedem
Mischungsverhältnis klar.

Die Effizienz leidet halt jeweils ein wenig. Generell finde
ich es jedoch sinnvoll, mit möglichst vielen verschiedenen
Kraftstoffarten fahren zu können.
Das macht einen auf Reisen sehr flexibel bei der Auswahl des
günstigsten Kraftstoffs.

Dahingehend ist das Volvo Konzept interessant. Ein Hybrid mit
Flex Fuel Motor. Die Reichweite ist natürlich für den reinen
Batteriebetrieb zu knapp, aber noch ist das Auto ja nicht auf
dem Markt.

Es wird so schnell keine Batterien geben, die ein aktuelles Auto, was ja meistens ab 1,5 Tonnen aufwärts wiegt, mit vernünftiger Reichweite im Elektrobetrieb laufen lassen.
Aber immerhin kann man an ohnehin stärker belasteten Orten wie Innenstädten elektrisch fahren. Das hilft schon mal.

Gibt es eigentlich schon die Möglichkeit, Normal, Super,
Autogas und E85 in einem Fahrzeug zu kombinieren?

Ist mir so nicht bekannt. Aber so ein „Allesbrenner“ wäre
sicher nicht uninteressant.

So schwer dürfte das nicht zu realisieren sein.

Aber ich stimme Dir natürlich zu, umrüsten macht in den
wenigsten Fällen Sinn. Dafür ist das Tankstellennetz viel zu
dünn.

…und die zu erwartende Ersparnis viel zu gering.
Wegen 3.000 Euro auf 100.000 Km fange ich doch nicht mit einer
Bastellösung an.

Eben. Noch dazu wo einem nichts garantiert wird.

…deshalb steigt ja das Durchschnittsalter der Autos in D stetig an.
Die Leute sind verunsichert.
Ich würde mir als Familienvater mit Durchschnittseinkommen auch keinen neuen Audi A4 TDI für 40.000 Euro kaufen und befürchten müssen, dass ich in 2 Jahren einen alten Stinker vor der Tür stehen habe. Daher fährt man eben seinen alten Wagen weiter, zahlt ein bisschen mehr KfZ-Steuer und ärgert sich im Kleinen.
Ich kaufe mir aktuell für den Alltag auch kein neues Auto. Warum auch? Ich kaufe auch keinen überteuerten Mercedes, Audi oder BMW. Egal welche Baureihe man sich ansieht, die vernünftig ausgerüsteten Auto kosten 50.000 Euro aufwärts. 100.000 DM. Für ein Alltagsauto. No way…

Bei mir gibts zwar eine Tanke woe es wirklich alle
Treibstoffarten gibt, aber bei meinem Diesel nützt mir das nix
:wink:

Du kannst ja „Superdiesel“ für 3 Cent Aufpreis tanken…

Au ja. Es war schon immer etwas teurer einen besonderen
Geschmack zu haben :wink:

So ist es. Mein Mercedes 320 CDI lief mit dem Zeug aber nach Tacho über 240…

Der nächste soll ein Hybrid werden. Da werde ich mir dann
erneut Gedanken machen und es ist ja auch noch ein Jahr Zeit.

Achte auf die Garantie für die Batterien. Hier ist es kälter
als im Testland Californien…

Klar. Wie gesagt, ich hoffe dass sich bis dahin noch etwas am

In den nächsten 5 Jahren wird von Ni auf Li Ion oder Li Polymer Batterien umgestellt. Die Haltbarkeit wird in Mitteleuropa ca. 5-7 Jahre betragen.

Damit kann man schon etwas anfangen und die Hybrididee ist nicht schlecht. Allerdings lohnt sie sich mit Blick auf die Umweltbilanz des gesamten Fahrzeuges nur für Vielfahrer im Kurzstreckenbetrieb, also v.a. Taxis, Kurierdienste und sonstige Stadtkutscher.

So schwer ist das nicht zu prognostizieren, ein Wunder wird nicht passieren.

Grüße,

Mathias