Hallo,
habe gestern eine Reportage gesehen.
Polizisten haben bei den Einfallstrassen zu einem Festival Kontrollen gemacht. Es wurde auf Alkohol und Drogen getestet im Rahmen einer normalen allgemeinen Verkehrskontrolle.
Schliesslich wurde ein Jugendlicher zum Urintest aufgefordert nachdem er auf nachfragen geantwortet hat das er mit 16 (mittlerweile ist er so alt das er die Fahrerlaubnis PKW besitzt) mit Drogen in Kontakt war und auch konsumiert hat. Schliesslich ergab der Urintest ein positives Ergebnis, somit wurde eine Blutentnahme angeordnet die auch vom Arzt vor Ort gleich durchgeführt wurde, so wie einige Reaktionstests.
Der junge Mann gab dann zu Protokoll das er vor einer Woche einen Joint geraucht habe. Das ergab dann eine Anzeige wegen Führen eines Fahrzeugs unter Betäubungsmitteln mit der Konsequenz das er nicht weiter fahren durfte, sondern die Freundin. Rechnen muss er mit einer Geldstrafe, Punkten und einem Monat Fahrverbot.
Meine Frage ist nun, da der Polizist selbst gesagt hat, das im Urin der THC-Gehalt noch nach Monaten nachgewiesen werden kann, wieso dann hier von einem Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln ausgegangen wird. Ist es nicht so das die Wirkung des Joints nicht schon längst abgebaut ist, ähnlich wie bei Alkohol? Oder ist hier zu befürchten das der Joint von vor einer Woche noch wirkt? Ich habe hier keine eigenen Erfahrungswerte deswegen würde mich das mal interessieren wieso das so gehandhabt wird.
Die Blutprobe wurde gesagt würde auch zeigen wie lange der letzte Konsum her ist und wie häufig konsumiert wird. Kann das nicht beweisen, das der Fahrer zum Zeitpunkt des Fahrens nicht unter Drogen stand? Wäre somit die Anzeige nicht hinfällig?
Und noch eine Frage, wieso wird der Besitz und der Vertrieb von Drogen geahndet aber nicht der Konsum?
Vielen Dank schonmal
Gruss