Fahrradanhänger für Kinder - wie sicher?

Liebe radfahrende Eltern.

Meine Schwester will sich einen gebrauchten Fahrradanhänger für ihre beiden Kinder kaufen und hat mich um Rat gefragt. Weil ich aber auch keine Ahnung habe, bitte ich um eure Hilfe. Was muss man beim Kauf eines Hängers beachten, wie sieht es mit der Sicherheit aus (sie fährt im Großstadtverkehr)und gibt es eine Altersgrenze für die Kinder, die da drin fahren sollen. Dass sie sitzen können sollten, erscheint mir logisch.
Ich habe eine ganz persönliche Aversion gegen diese Dinger, vor allem im Stadtverkehr, weil sie so weit unten sind ( auf Abgashöhe) und weil man die Kinder überhaupt nicht unter Kontrolle hat.
Vielleicht nehmt ihr mir mein Vorurteil, ich hoffe auf eure Postings.
Schönen Sonntag
wünscht euch
Rabchen

Hallo Rabchen,

obwohl unsere Kinder aus dem Anhänger herausgewachsen sind, haben wir den unseren immer noch. Wir nutzen ihn nun für mehrtägige Radtouren als Transportmittel.
Wichtig daran ist, dass der Anhänger nicht zu schmal ist. mit einer bestimmten Breite, kann er nicht so leicht kippen.
Der Anhänger sollte vom Gestell her so konstruiert sein, dass er „kugeln“ kann, wenn er tatsächlich mal kippt - d.h. es müssen rundherum Metallbügel sein, wie Überrollbügel von so Crashautos - also recht und links und oben.
Die Kurte gehen sowohl zwischen den Beinen als auch quer über den Körper der Kinder.
Die Anhänger werden tatsächlich gerne von Autofahrern übersehen, so dass die lange Fahne unerlässlich ist, in Dunkelheit haben wir noch batteriebetriebene Lampen befestigt, die es in Fahrradgeschäften zu kaufen gibt.
Praktisch sind die Moskitonetze (tieffliegende Wespen), die vorne zu befestigen sind, zusätzlich zu der Schutzfolie gegen Wind und Regen.
Unsere Kinder saßen darin, seit sie sitzen konnten, bis sie zusammen etwa 40 kg auf die Wage brachten. Unser Anhänger hat bis zu 50 kg Ladegewicht als Grenze angegeben. Ab dann komme ich keinen Berg mehr hoch :wink:))
Ich würde mir auch noch die Gelenke genau anschauen, die am Rad zu befestigen sind. Im Falle eines Unfalles können die schon mal einen Knacks abbekommen haben. Sind alle Nieten zum Befestigen der Folien vorhanden, sind die Gurte für die Kinder intakt, Knicke oder Risse in der Holmen?
Unser Anhänger ist jetzt 9 Jahre alt, und immer noch super in Schuß. Diese Investition hat sich für uns ausgezahlt.
Ob ein Anhänger als Stadtfahrzeug geeignet ist, da habe ich auch meine Zweifel, das mit den Abgasen ist als Gegenargument nicht von der Hand zu weisen.

viele Grüße
Claudia
Alles in allem würde ich empfehlen gerade beim Kauf eines Fahrrad

Hi!

Ich bin zwar kein radfahrender „Elter“ aber dennoch hasse ich die Dinger. Die Auspuffhöhe ist die eine Sache - viel schlimmer ist aber, daß das ja auch die Stoßstangenhöhe ist. Grade im unübersichtlichen Großstadtverkehr habe die Dinger meiner Meinung nach nix verloren. Außer zum Transport von Getränkekisten vielleicht :wink:
Grüße!
David

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Hallo Rabchen,

Meine Schwester will sich einen gebrauchten Fahrradanhänger
für ihre beiden Kinder kaufen und hat mich um Rat gefragt.

Da hat sie eine prinzipiell gute Entscheidung getroffen. Leider ist meine Tochter zu alt (23) als dass ich je einen Anhänger für ihren Transport (in München) hätte haben können.

Weil ich aber auch keine Ahnung habe, bitte ich um eure Hilfe.
Was muss man beim Kauf eines Hängers beachten, wie sieht es
mit der Sicherheit aus (sie fährt im Großstadtverkehr)und gibt
es eine Altersgrenze für die Kinder, die da drin fahren
sollen.

Die Altersgrenze nach oben ist, wie bei sonstigem Transport von Kindern auf dem Fahrrad, „bis zum vollendeten 7. Lebensjahr“, ansonsten stark von Größe und Gewicht abhängig. Ich kenne keine Kinder, die länger als bis fünf oder max. 6 Jahre auf Fahrrädern oder in Anhängern transportabel wären.

Dass sie sitzen können sollten, erscheint mir logisch.
Ich habe eine ganz persönliche Aversion gegen diese Dinger,
vor allem im Stadtverkehr, weil sie so weit unten sind ( auf
Abgashöhe) und weil man die Kinder überhaupt nicht unter
Kontrolle hat.

Du hast Dein Kind auf dem Fahrradsitz (hinten) auch nicht mehr unter Kontrolle, viel mehr gefährdet so manches, was den lieben Kleinen an Gezappel einfällt, die eigene Fahrsicherheit. Abgase kommen sogar ins Auto. Im Stau ist die Abgasdichte in Autos ohne Lüftungsfilter sogar höher als draußen.

Und was die Unfallsicherheit angeht, wird ein Anhänger im Falle eines Zusammenstoßes erst mal von der Stoßstange eines Autos auf die Seite geschoben, während ein Fahrrad bei gleicher Zusammenstoß-Energie kippt und das Kind fast zwangsläufig auf die Kühlerhaube knallt.

Vielleicht nehmt ihr mir mein Vorurteil, ich hoffe auf eure
Postings.

Ich hoffe, geholfen zu haben,

Gruß, Karin

Hallo Rabchen,

die Entscheidung für einen Fahrradanhänger finde ich, gerade für zwei Kinder, sehr Vernünftig. Leider gigt es kaum einen Markt für gebrauchte.
Wenn Du einen billigen Anhänger möchtest, bleibt Dir fast nur einer aus dem Baumarkt, wenn der Hänger aber auch was taugen soll und viel gebraucht wird, fällt diese Lösung allerdings aus. Unter http://www.bikeshop2000.de/Kinderanhanger/kinderanha… gibt es oft Messeartikel oder Auslaufmodelle zu ganz guten Preisen ebenso unter http://www.raddiscount.de/Fahrradanhaenger.html
Den Chariot Cabrio gibt es bei Globetrotter für um die 400 €
http://www.globetrotter.de/de/htm_shop/detail.php3?a…
O.K . die Adress ist etwas lang, dafür kommst Du genau hin.

Was muss man beim Kauf eines Hängers beachten, wie sieht es
mit der Sicherheit aus

Gute Seite ist http://zweipluszwei.com
Schau Dir mal die Seite vom Alianz Zentrum für Technik an, die haben Hänger mit Kindersitzn verglichen. http://azt.allianz.de/kfztechnik/information/pressei…

Dass sie sitzen können sollten, erscheint mir logisch.

Wir fahren mit unserem Sohn, nach Rücksprache mit unserem Arzt und der Hebamme, seit er 6 Wochen alt ist, selbstverständlich mit entsprechender Fahrweise. Man kann die Babyschale fürs Auto mit Spanngurten im Hänger befestigen, es gibt aber auch speztielle Schalen. Wenn Du zum Babytransport noch Tipps braucht, einfach melden.

Ich habe eine ganz persönliche Aversion gegen diese Dinger,
vor allem im Stadtverkehr, weil sie so weit unten sind ( auf
Abgashöhe) und weil man die Kinder überhaupt nicht unter
Kontrolle hat.

Ein Spiegel am Lenker löst das Kontrollproblem, außerdem ist die Fahrsicherheit bei einem im Hänger sitztndem Kind viel höher (s. Karin). In der Schweiz gibt es Untersuchungen, daß die Abgasbelastung im Auto, egal ob Stau oder nicht, viel höher ist. Außerdem ist man ja auch mit dem Kinderwagen unterwegs.

Ich hoffe Dir geholfen zu haben

manu

Tach David,

Grade im unübersichtlichen Großstadtverkehr habe die Dinger
meiner Meinung nach nix verloren. Außer zum Transport von
Getränkekisten vielleicht :wink:

als einigermaßen umweltbewuster Familienvater gehöre ich zu dieser unverschämten Minderheit, die den Autofahrern die Laune verderben, weil sie mit Anhängern sowohl Kinder als auch Getränkekisten transportieren. Ein wenig Rücksichtnahme der Damen und Herren Autofahrer würde die Situaton allerdings erheblich entschärfen, obwohl ist zugebe, das es auch auf Seiten der Radfahrer Wildsäue gibt.
Nebenbei halte ich den Transport im Anhänger für deutlich sicher als den Transport in Kindersitzen auf dem Rad, weil bei einem Unfall die Kinder 1. Angeschnallt sind und 2. die Hänger deutlich stabiler sind und eine Knautschuzohne darstellen. Angeschnall sind die Kinder in einem Sitz zwar auch, aber wenn das Fahrrad stürzt sieht es für ein Kind ziemlich düster aus.

Gandalf

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Hi Gandalf!

Da gebe ich Dir natürlich uneingeschränkt Recht, daß ein normaler Kindersitz noch mieser ist. Weswegen eine Bekannte von mir als sie schwanger wurde augenblicklich den Führerschein gemacht hat - was ich völlig richtig finde. Nix gegen Umweltschutz, aber wenn es um die Sicherheit der eigenen Kinder geht ist der in meinen Augen völlig sekundär.
Grüße!
David

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Hallo David,

für wen sollten wir den unsere Umwelt schützen, wenn nicht für unsere Kinder. Keine Frage, mit Kind kann man nicht mehr alles mit dem Fahrrad erledigen, aber wegen dem Nachwuchs NUR noch Auto zu fahren find ich arg übertrieben. Außerdem kann man, Sicherheitstechnisch, einen Fahrradanhänger schlichtweg nicht mit einem Auto vergleichen.
Natürlich leidet die Sicherheit, und auch der Spaß, wenn ich auf viel befahrenen Haupstraßen unterwegs bin, aber mit ein wenig Umweg haben wir noch immer eine Fahrrad- und Anhängerfreunliche Variante gefunden, das gilt für den Sonntagsausflug und zum See genauso wie den täglichen Weg in die Stadt zum Einkaufen.

Gruß Manu

Hallo David,

Da gebe ich Dir natürlich uneingeschränkt Recht, daß ein
normaler Kindersitz noch mieser ist. Weswegen eine Bekannte
von mir als sie schwanger wurde augenblicklich den
Führerschein gemacht hat - was ich völlig richtig finde. Nix
gegen Umweltschutz, aber wenn es um die Sicherheit der eigenen
Kinder geht ist der in meinen Augen völlig sekundär.

wusstest Du schon, dass mehr als die Hälfte der im Straßenverkehr tödlich verunglückten Kinder im elterlichen Auto verunfallt sind?

Schönen Gruß, Karin

Hi Karin!

Wußte ich nicht. Ist aber nicht verwunderlich, oder? Und widerspricht auch nicht meinen Bedenken Fahrradanhängern gegenüber. Ich vermute mal, daß die Statistik für innerstädtischen Verkehr anders aussieht. Und darum gehts ja - der Fahrradanhänger ist ja nicht unbedingt eine Alternative für lange Strecken auf der Autobahn oder Landstraße. In Unkenntnis einer genauen Statistik schätze ich mal aus dem Bauch heraus, daß innerstädtische Unfallszenarien meistens so aussehen: 1) Auto crasht Auto mit geringer Geschwindigkeit = teuer aber nicht weiter schlimm. 2) Auto crasht Fußgänger mit geringer Geschwindigkeit = mit etwas Pech letal für Fußgänger. 3) Auto crasht Radfahrer mit geringer Geschwindigkeit = mit etwas Pech letal für Radfahrer. Selbst wenn man einen isolierten Teil einer Statistik sicher auch hier (wie immer) als Gegenargument nutzen kann, möchte ich meine Kinder in einem innerstädtischen Unfallszenario lieber angeschnallt auf einem Kindersitz im Fond eines möglichst großen und schweren Autos sehen, als auf Stoßtangenhöhe desselben, umgeben und „geschützt“ von einer Alustange und einer Plastikfolie.
Daß es genug Idioten am Steuer gibt, die sich, andere Verkehrsteilnehmer und in besonders perversen Einzelfällen ihre eigenen Kinder gefährden, indem sie waghalsig über die Autobahn oder Landstraße brettern, ist ja hinlänglich bekannt. Aber das unterstelle ich mal keinem Teilnehmer dieser Diskussion. Und grade weil die Idioten über die effektive Angriffswaffe Auto verfügen, sollten die besonnenen Eltern ihren Nachwuchs mit dem nicht minder effektiven Defensivmittel Auto schützen.
Grüße!
David

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Von der Sicherheit her ist eine Aluwanne (mit Bügeln) natürlich besser als Plastikschale, auch wenn er dann für Getränkekisten verwendet werden soll. Unserer ist leider etwas nervig zum Umrüsten (kurze Schlaufen am Sitz sind schwierig zu befestigen), aber prinzipiell geht es gut. Auch die Sicherheit von unten (Waldweg) ist wichtig.
MArtin

Hallo Karin,

traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast :wink: Mir fällt bei der - leider sehr traurigen Zahl - sofort ein, dass die Nutzung von Fahrradanhängern und Autos für den Kindertransport wohl nicht 1:1 sein dürfte. Daher ist die Zahl der verunfallten Kinder im Auto für sich allein nicht aussagekräftig. Man müsste diese vielmehr auf gefahrene Kilometer, Fahrten oder ein ähnliches, eine Vergleichbarkeit schaffendes Maß zurückrechnen. Gehen wir mal davon aus, dass gerade kleine Kinder eigentlich beinahe ausschließlich mit dem elterlichen Auto am Verkehr teilnehmen, ist klar, dass dabei auch die meisten Unfälle passieren. Klar, die Herunterrechnerei auf vergleichbare Größen hat auch ihre Tücken (siehe Todesfälle in der Luftfahrt, einmal auf Transportvorfälle, einmal auf Flugkilometer heruntergerechnet), aber gerade deshalb sollte man sich die Bezugsgrößen immer genau ansehen.

Gruß vom Wiz

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Hallo David,

für wen sollten wir den unsere Umwelt schützen, wenn nicht für
unsere Kinder.

Zum einen muss ich Manu recht geben. Um es mit einer Indianischen Weisheit zu sagen: Wir haben die Erde von unseren Kindern geliehen.

Keine Frage, mit Kind kann man nicht mehr alles

mit dem Fahrrad erledigen, aber wegen dem Nachwuchs NUR noch
Auto zu fahren find ich arg übertrieben. Außerdem kann man,
Sicherheitstechnisch, einen Fahrradanhänger schlichtweg nicht
mit einem Auto vergleichen.

Um ein Kind für den Strassenverkehr zu erziehen, muss man es als verantwortungsbewusste Eltern am Strassenverkehr teilnehmen lassen und es nicht immer unbeteiligt im Auto von A nach B kutschieren. Meine Tochter hat als 3-jährige angefangen sich für Strassenschilder und Regelungen im Verkehr zu interessieren. Heute, mit 5, habe ich keine Bedenken, sie auf die Strasse zu schicken.
Versuche mit Schulkindern ergaben, dass die, die von den Eltern - aus Sicherheitsgründen - mit dem Auto in die Schule gebracht wurden, weder die Umwelt erlebt und gesehen haben, noch den Schulweg aufzeichnen konnten. Kinder, die ihn zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, erleben ihre Umwelt und kennen ihr Stadtteil recht gut. Je früher ein Kind mit seiner Umwelt konfrontiert wird, um so sicherer ist es später im Strassenverkehr.

Gruss Andrea

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Hallo David,

Selbst wenn man einen
isolierten Teil einer Statistik sicher auch hier (wie immer)
als Gegenargument nutzen kann, möchte ich meine Kinder in
einem innerstädtischen Unfallszenario lieber angeschnallt auf
einem Kindersitz im Fond eines möglichst großen und schweren
Autos sehen, als auf Stoßtangenhöhe desselben, umgeben und
„geschützt“ von einer Alustange und einer Plastikfolie.

Zunächst hast Du offensichtlich nicht die Allianz-Technik-Seite angeschaut, die Manu hier verdienstvollerweise verlinkt hat. Sonst wäre der Satz oben etwas anders ausgefallen.

Daß es genug Idioten am Steuer gibt, die sich, andere
Verkehrsteilnehmer und in besonders perversen Einzelfällen
ihre eigenen Kinder gefährden, indem sie waghalsig über die
Autobahn oder Landstraße brettern,

Nicht nur auf Autobahn und Lnadstraße, schau Dich mal bei Schulen hier in München um: Eltern bringen Kinder in die Schule und brettern dann, auch wenn gerade die Fußgänger, d.h. die anderen Schüler, die vernünftigerweise zu Fuß kommen, mit aufjaulendem Motor davon. Und das sind definitiv Eltern!

Gruß, karin

Gar nicht sicher!
ein fahrrad kommt und das was auto dann hinterher sehen kann nimmt mancher gar nicht war.
wenn es kracht, dann kracht es in dden anhänger und das kind kommt zu schaden!

sieht zwar „cool“ aus, aber manch ein kind bezahlt es mit dem leben!
sonja

schau dir doch mal http://azt.allianz.de/kfztechnik/information/pressei… an
manu

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