Wenn du ganz sicher sein willst, gehst du in die Verbraucherzentrale deiner Stadt und schaust in die Unterlagen von Stiftung Warentest. Die haben sicher schon mal Kindersitze getestet. Wir selbst haben so einen für den Gepäckträger. Mittlere Preisklasse. Wir sind damit sehr zufrieden. Mein Sohn fährt darin mit, seit er überhaupt sitzen kann. Aber die gelten nur bis zu einem Gewicht von 22 kg. Und Helm ist bei mir Pflicht. Die Gurte (Hosenträgergurte sind immer günstig) sollte das Kind auf keinen Fall allein aufbekommen. Und die Füße sollten gut geschützt sein, auch angegurtet. Wenn das Kind noch sehr klein ist, empfiehlt sich evtl. so einer, wo man die Lehne verstellen kann.
Sind denn die anderen Sitze überhaupt noch erlaubt? Ich kann mich noch an diese Körbchen erinnern, die vorne drauf „geschnallt“ wurden, aber die habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Und sicherlich sind die nur für die ganz Kleinen geeignet.
Welche Erfahrungen habt Ihr denn mit Fahrradkindersitzen
gemacht?
Habe mich dafür entschieden einen für den Gepäckträger zu
kaufen.
Du meinst wohl einen der hinter dem Sattel ist, eine Befestigung direkt auf dem Gepäckträger wird fast nicht mehr angeboten, und ist meines Erachtes auch Gefährlich, kommt aber auf den Träger und das FahrrAD an.
Welche Modelle taugen etwas?
Wichtige kriterien testen: Füsse müssen gesichert werden, das Kind darf den Gurt nicht selbst öffnen können! Verstellbarkeit von Lehne und Fußstützen…
Auf was ist beim Kauf zu achten?
Einen guten Sitz bekommst Du nicht für 50 DM. Schau bei den Markenherstellern wie Römer etc.
Welche Erfahrungen habt Ihr denn mit Fahrradkindersitzen
gemacht?
Habe mich dafür entschieden einen für den Gepäckträger zu
kaufen.
Wenn Du Platz und die nötige Kohle hast, kauf lieber einen Kinderanhänger. Unfalltests haben ergeben, daß Kinder im falle eines Unfalles viel sicherer im Anhänger sitzen (der wird zunächst erstmal auf die Seite geschoben) während das Kind viel schlimmer auf der karooserie aufknallt, wenn z.B,. ein Rechstabbieger euch seitlich reinfährt, weil es ja bauartbedingt wirklich oben auf dem Fahrrad sitzt.
Bloß nicht hinten!!!
Seit sie sitzen kann, nehme ich meine Tochter (fast 4) auf dem Fahrrad mit. Und zwar immer vorne! Der im Handel angebotene Römer Jockey ist zwar nur bis 15 kg zugelassen (und reicht auch von der Größe her nicht viel weiter…) , aber es gab in der DDR einzelne, auf die Stange (am Herrenrad) zu schraubende Kindersattel. Die Füße standen frei auf Fußrasten , die an die Gabel angeschraubt wurden.
Diese Konstruktion gibt es (leider) nicht mehr, aber ich hab von einem Bekannten so einen Sattel bekommen. Als mir dann das Fahrrad (mit Kindersitz) geklaut wurde, hab ich übergangsweise einen Sitz für hinten ausprobiert und mir dann einen handelsüblichen Kindersattel für vorne umgebaut.
Was ich meine, ist: Du fährst WESENTLICH besser, wenn das Kind vor dir sitzt. Du hast das Rad und das Kind besser im Griff, der Schwerpunkt ist da, wo er hingehört, du siehst, was das Kind macht, du kannst einen Rucksack aufsetzen, der sonst dem Kind in’s Gesicht haut, du hast den Gepäckträger frei (für Gepäck) und: das Kind hat wesentlich mehr Spaß, weil es was sieht.
Und einen Helm kann es trotzdem tragen, wenn du nicht grade 1,50 groß bist…
Dass der vorige Vorschlag bis heute gut ging, ist reines Glück.
Er zeigt deutlich, dass viele Leute sich immer lieber auf die
Eigen-Empirik verlassen, als auf den Rat von Fachleuten. Und die
sind sich alle einig: Das Fahrrad fährt viel stbiler und sicherer
zu lenken, wenn das Kind in einem guten Sitz (Stiftung
Warentest!) an der Rahmenkonstruktion unter dem Sattel angebracht
wird. Dort belastet es den idealen Schwerpunkt des Fahrrades.
Sitze zu empfehlen, die vom Hersteller nur für leichtere Kinder
vorgesehen sind, grenzt an fahrlässige Körperverletzung. Zu Recht
sind solche DDR-Konstruktionen nicht mehr auf dem Markt. Man
denke nur mal an die Sicherheit der Füßchen auf den Rasten, die
an der Gabel angebracht sind: Ein Ausrutscher, und die Zehen sind
in den Speichen. Passiert vor allem beim Lenken, wenn die Gabel
sich bewegt.
Einen Rucksack kann man beim Fahren auch abnehmen und als
Satteltasche oder auf einem vorderen Gepäckträger transportieren,
wenn er nicht extrem schwer ist.
BITTE DEN TIP MIT DEM SÄTTELCHEN UND DEN RASTEN VORNE NICHT
NACHAHMEN, ER IST GEFÄHRLICH!!!
Gruß R.B.