Hallo,
mein Rennrad hat einen (auch noch festgeklebten) Reifenmantel, in welchem die Luft gepumpt wird, aber keinen Schlauch?
Wie soll ich diesen, im Falle eines Loches, am besten flicken?
Von innen komme ich nicht hin, von aussen wuerde der Flicken sofort abgerieben werden. Gibt es hierfuer spezielle Verfahren?
Gruss
Desperado
Hallo Desperado,
erstaunlich daß Du bei Deiner VIKA Dir Arbeit machen willst 
Die Schlauchreifen, die Du fährst, sind zum Flicken eigentlich nicht gedacht. Die werden bei einer Panne normalerweise als ganzes ersetzt.
Man kann sie aber wohl trotzdem flicken, ist aber Schweine Arbeit. Du musst den Schlauchreifen von der Felge lösen, die Naht auftrennen, mit der der Mantel zugenäht ist, den Schlauch rausholen, flicken, wieder reintun, zunähen, den Schlauch wieder auf die Felge kleben.
Das Prozedere ist nicht ganz einfach, der Reifen ist schnell endgültig hin und die ganze Arbeit für die Katz.
Besser Du steigst schnell auf Drahtreifen um.
Leibe Grüße,
MAx
Hallo Desperado,
es gibt doch so nettes Gel-Zeug zum flicken ohne Flickzeug.
Ich kenne solche Räder wie dein nicht, aber ich würde mal versuchen, dass man mit dem Zeug das auch Flicken können müsste (falls du irgendwo ein Ventil hast?!)
Viele Grüße
Schlappy
Besser Du steigst schnell auf Drahtreifen um.
was ist das ?
Hi Norbert,
das ist das was Du an Deinem Drahtesel hast 
Im Rennradbereich gibt es zwei Sorten Reifen. Zum einen solche mit Schlauch und Mantel einzeln, so wie bei „normalen“ Fahrrädern, nur halt dünner. Dabei wird der Mantel ja dadurch in der Felge gehalten, daß der am Rand des Mantels eingebaute Draht zwischen dem hochgezogenen Rand der Felge - dem Felgenhorn - gehalten wird. Wegen dem Draht heißen die Dinger „Drahtreifen“.
Zum anderen gibt es auch Systeme, bei denen der Schlauch und der Mantel eine Einheit bilden. Dann hat man praktisch nur einen vollständig ummantelten Schlauch, deshalb „Schlauchreifen“. Die Felge sieht auch anders aus. Sie hat keine Felgenhörner, in die der Mantel eingesetzt wird, sonder ist nur ganz leicht eingedellt, und der Schlauchreifen wird nur mit einem sehr starken Kleber befestigt.
Der Vorteil dieser Art Reifen liegt im Gewicht und im maximalen Druck. Solche Reifen waren früher bei Rennrädern auch im Trainingsbetreich üblich, heute werden sie wegen der höheren Kosten, der unpraktischen Handhabung bei Pannen und weil der Unterschied zu Drahtreifen nicht mehr so groß ist wie früher im wesentlichen nur noch bei Wettkämpfen und von Profis genutzt.
Liebe Grüße,
Max
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Moin
Solche Reifen waren früher bei Rennrädern
auch im Trainingsbetreich üblich, heute werden sie wegen der
höheren Kosten, der unpraktischen Handhabung bei Pannen und
weil der Unterschied zu Drahtreifen nicht mehr so groß ist wie
früher im wesentlichen nur noch bei Wettkämpfen und von Profis
genutzt.
Genau, es gibt wohl kaum etwas aufregenderes, als ein Schlauchreifenwechsel bei einer Trainingsfahrt.
Im Rennbetrieb sind Schlauchreifen immer noch unübertroffen, was das Fahrverhalten anbelangt, denn die kann man zur Not auch noch platt ein gutes Stück mit hohem Tempo fahren, während Drahtreifen relativ schnell von der Felge fliegen, was fast unvermeidlich zum Sturz führt, wobei ich sagen muss, das gilt nur für den Rennbetrieb, die Gefahr besteht beim Training nicht, weil man merkt, wenn man sich einen Reifen platt fährt, so dass man in aller Ruhe den Schlauch wechseln kann.
CU
Axel