Fahrradproblem

Hallo!

Ich hätte ein mathematisches, bzw. physikalisches Problem:

Ich muss beim Einstellen des Fahrradcomputers den Radius des Reifens eingeben. Wenn ich mich nun auf das Rad setze und der Reifen zusammengedrückt wird, hat das einen Einfluss auf die Strecke die gemessen wird?
Genauer gesagt, gibt es (zumindest theoretisch) einen Unterschied ob ich das Rad schiebe oder damit fahre?

Ich muss beim Einstellen des Fahrradcomputers den Radius des
Reifens eingeben. Wenn ich mich nun auf das Rad setze und der
Reifen zusammengedrückt wird, hat das einen Einfluss auf die
Strecke die gemessen wird?
Genauer gesagt, gibt es (zumindest theoretisch) einen
Unterschied ob ich das Rad schiebe oder damit fahre?

Servus Irene

Gehen wir die Sache mit gesundem Hausverstand an:
Die zurückgelegte Strecke ergibt sich daraus, wie oft der Reifen auf dem Untergrund abgerollt ist, was wiederum logischerweise von dessen Umfang abhängt.

Bekanntlicherweise ist (bei einem Kreis) Umfang = Radius * Pi * 2

Wenn der Reifen ein bisschen zusammengedrückt wird, ändert sich sein Umfang deswegen nicht. Man könnte evtl. auch sagen, der Radius wird in einer Richtung ein wenig zusammengedrückt, dehnt sich dafür in einer anderen Richtung aber aus, was wieder auf’s Gleiche herauskommt.

Meine Antwort lautet also: Es macht keinen Unterschied, ob das Rad geschoben wird oder jemand drauf sitzt.

Wenn wer weiß, was an meiner gesunden Hausverstandsüberlegung falsch ist, darf er/sie mich gerne korrigieren … :wink:

MfG
Roland

Bekanntlicherweise ist (bei einem Kreis) Umfang = Radius *
Pi * 2

Wenn der Reifen ein bisschen zusammengedrückt wird, ändert
sich sein Umfang deswegen nicht.

aber der abrollumfang oder?
das unbelastete rad einen durchmesser achse(rot.mittelpunkt) -> laufflaeche. das ergibt einen umfang, der genausolang ist wie die laufflaeche am hoechsten punkt.
beim belasteten rad ist der radius geringer, und der umfang damit kuerzer als die laufflaeche.
und damit stellt sich auch mir die frage wie weit das rad nun im belasteten zustand laeuft.

als ich bereits vor einiger zeit die frage setllte, meinte jemand das rad laeuft die kuerzere distanz und die differenz zur laenge der laufflaeche sei schlupf. ich bin mir bis heute leider nicht sicher, dass dem wirklich so ist…

Hallo Irene,

Ich hätte ein mathematisches, bzw. physikalisches Problem:

Ich muss beim Einstellen des Fahrradcomputers den Radius des
Reifens eingeben. Wenn ich mich nun auf das Rad setze und der
Reifen zusammengedrückt wird, hat das einen Einfluss auf die
Strecke die gemessen wird?
Genauer gesagt, gibt es (zumindest theoretisch) einen
Unterschied ob ich das Rad schiebe oder damit fahre?

Ja. Der Unterschied kann schon einen halben Zentimeter betragen, je nach Reifen bis Reifendruck halt von 1mm bis 1cm. Alles was mehr ist, ist bereits ein Platten. Waere der Radius von der Radnabe bis zum Reifen ohne Fahrer 1 m, so waere bei einer Belastung mit Fahrer und mit besagter Eindrueckung des Reifens von einem ganzen Zentimeter, so waere der Unterschied im Umfang halt:

(100-1)/100, sprich 0.99

Umfang=2*Pi*r

Du wuerdest also Deine Geschwindigkeit und die Laenge der gefahrenen Strecke um 1 Prozent verfaelschen bei einer Eindellung unter Fahrerbelastung von 1cm. Fast schon marginal selbst bei solch einer starken Eindellung.

Das ist damit auch ein Einwand auf den Artikel von Roland. Da gleicht sich nichts aus.

Wenn Du selbst dieses noch ausschalten willst, so empfehle ich Dir folgendes:

Nehme etwas weisse Farbe und tupfe sie auf einen Stelle Deines Rades, nachdem Du gewuenschten Luftdruck auf den Reifen gebracht hast. Fahre dann auf dem Fahrrad entlang einer geraden Linie, die Du irgendwo auf dem Buergersteig oder sonstwie finden wirst. Messe die Laenge von Punkt zu Punkt auf dem Buergersteig, Du kannst auch ueber mehrere Punkte mitteln, das ist immer besser (mitteln). Dann erhaelst Du den Umfang, teile dieses durch 2*Pi und schon hast Du einen genaueren Umfang unter realen Belastungsbedingungen. So habe ich es gemacht, als ich meine Laufstrecken mit dem Fahrrad ausgemessen habe.

viele Gruesse, Peter

Hallo Roland,
Dein mathematischer Hausverstand in Ehren, auch die Formel für den Kreisumfang ist korrekt, aber du solltest bedenken, dass der RADIUS, wenn du auf dem Fahrrad sitzt und wenig Luft im Reifen hast KLEINER ist, somit ist die Umdrehungslänge (der Tacho mißt über den Geber die Anzahl der Umdrehungen) auch geringer. Ist dadurch zu erklären, dass der Reifen eine Walkbewegung macht, da er im Bereich der Auflagefläche nicht mehr kreisrund ist und somit keine streng radiale Bewegung durchführt. Somit kommt es bei gleicher Mantel- oder Schlauchlänge (wie du völlig richtig bemerkt hast, ändert sich diese ja nicht) zu einer dennoch geringeren Umdrehungslänge.
Lg Clemens

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Clemens nochmals!
Es ist auf keinen Fall Schlupf. Der Mantel kann sich auf der Felge nicht bewegen, denk an das Ventil, das würde ja gekappt werden. Nein, die Strecke wird durch die Unförmigkeit des zusammengedrückten Rades, das im Bereich der Lauffläche nicht mehr rund ist, vernichtet.
Grüss euch.
Irene, pump deinen Reifen einfach immer ordentlich auf, dann hast du das Problem nicht :wink:

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Hallo Clemens

Clemens nochmals!
Es ist auf keinen Fall Schlupf. Der Mantel kann sich auf der
Felge nicht bewegen, denk an das Ventil, das würde ja gekappt
werden. Nein, die Strecke wird durch die Unförmigkeit des
zusammengedrückten Rades, das im Bereich der Lauffläche nicht
mehr rund ist, vernichtet.

Tja, wie würdest Du es sonst bezeichnen? Schupf kommt dem realen Ergebnis schon sehr nahe, wenn es nicht korrekt ist. Ein Mantel von X cm Umfang rollt auf einer Wegstrecker X - 1cm komplett mit Seinem Umfang ab. Man stellt sich Schlupf immer andersrum vor, mit mehr Behrührungsfläche, und relativbewegung zueinander. Aber prinzipiell könnte man das durchaus so nennen, oder ?

Grüss euch.
Irene, pump deinen Reifen einfach immer ordentlich auf, dann
hast du das Problem nicht :wink:

Stimmt :smile:

Der Mantel kann sich auf der Felge nicht bewegen, denk an
das Ventil, das würde ja gekappt werden.

naja, der schlupf mueste ja zw. strassenbelag und mantel auftreten, nicht zw. mantel und felge. korrigier mich, wenn ich was falsch sehe.

Nein, die Strecke wird durch die Unförmigkeit des
zusammengedrückten Rades, das im Bereich der Lauffläche nicht
mehr rund ist, vernichtet.

hmm … vielleicht bin ich ja begriffsstutzig.

das rad legt einen kuerzeren weg zurueck, und kann deshalb also eigentlich nicht mehr 100% der laufflaeche abwickeln. aber ich muss doch trotzdem die ganze laufflaeche „durchziehen“
wenn ich also immer den untersten punkt des rades betrachte, muessen dort auf der kurzen strecke (verkuerzter abrollumfang) die gesamte laufflaeche vorbeikommen.