Fahruntüchtigkeit durch Medikamente - wie lange?

Hallo zusammen,

der Herr Meier sei der Bediener einer ganz komplizierten und gefährlichen Maschine in der Firma Müller. Nun würde der Herr Meier an Grippe erkranken und in Folge der Grippe einen schauderlichen Husten kriegen (sowas kommt ja vor *g*)

Nun ist er natürlich ein braver Arbeitnehmer und sein Chef ist auch ein ganz verständnisvoller, Herr Meier kuriert sich also zuhause aus. Und bis auf seinen Husten geht’s ihm eigentlich auch wieder ganz gut. Und gegen den Husten nimmt er Medizin mit dem Wirkstoff „Dihydrocodeinthiocynat“, wo im Beipackzettel drin steht, dass das Reaktionsvermögen vom Herrn Meier so weit verändert werden kann, dass >. Das heisst, so lange er dieses Medikament nimmt, wird er schlauerweise zuhause bleiben. Aber wie lange nach der letzten Einnahme gilt das?

Sprich, woher weiss aber nun der Herr Meier, wann er wieder „fähig“ ist, seine Maschine zu bedienen? Muss er da zu seinem Arzt zum „Drogentest“? Oder kann er schlicht sagen, dass er sich „wohl genug“ fühlt? Oder gibt es einen Richtwert (wenn er länger als x Tage dieses Medikament nimmer genommen hat UND sich wohl fühlt)?

Denn der Herr Meier möchte ja einerseits nicht, dass er mit seiner Maschine nen Fehler macht und sich oder andere in Gefahr bringt. Andererseits ist er ja auch ein verantwortungsvoller Arbeitnehmer und möchte gerne wieder seiner Arbeit nachgehen. Müsste er deswegen echt zum Doc gehen?

Achja, der Herr Meier lebt in Deutschland, es gilt also nicht das österreichische Modell mit der „Gesundschreibung“ wo er eh zum Arzt muss, bevor er wieder arbeiten geht.

*wink*

Petzi

Hallo!

Warum schreibt der Herr Meier denn hier nicht persönlich unter seinem Namen? :wink:
Naja, der Herr Meier wird schon selber merken, ob seine Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist oder nicht.
Es müssen ja alle jemals aufgetretenen Nebenwirkungen, oder aber die, die auftreten könnten aufgeführt sein.
Da soll der Herr Meier mal ruhig wieder arbeiten gehen.

-)

LG
Frau Meier

Hallo Nine,

Warum schreibt der Herr Meier denn hier nicht persönlich unter
seinem Namen? :wink:

weil wir uns nahe an der Rechtsberatung befinden würden. Vor allem möchte ich eben herausstreichen, dass das kein konkreter Fall ist, der mich oder jemanden in meinm Umfeld betrifft, sondern nur ne allgemeine Frage ist.

Naja, der Herr Meier wird schon selber merken, ob seine
Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist oder nicht.

Tja, und das ist nun genau die Frage. Herr Meier fühlt sich also wieder gut und meint, dass seine Reaktionsfähigkeit nicht eingschränkt ist. Er geht also wieder an seine Maschine (oder setzt sich ins Auto) und *kawumm* er macht nen Fehler und jemand anderes stirbt oder kommt schlimm zu Schaden. Man nimmt dem Herrn Meier Blut ab und findet noch Reste des Medikaments - wird ihm das dann im Zweifelsfall helfen, wenn er sagt „naja, hab gedacht, dass meine Reaktionsfähigkeit wieder okay sei“?

*wink*

Petzi

Hallo Petzi,

Naja, der Herr Meier wird schon selber merken, ob seine
Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist oder nicht.

darauf würde ich mich keinesfalls verlassen - subjektives Empfinden und objektive Reaktionszeit können doch durchaus voneinander abweichen. :wink:

Aber zu Deinem abstrakten Fall: Codein (ein Opiat-Abkömmling) hat (bei ansonsten gesunden Leuten) eine Halbwertszeit von etwa 3-5h. Wenn Herr Meier also nach der letzten Einnahme noch einen halben bis einen Tag wartet, sollten keine Beeinträchtigungen mehr zu befürchten sein.

Viele Grüße
niere

Hallo niere (hey, wie kommt man denn auf diesen Nick?)

Naja, der Herr Meier wird schon selber merken, ob seine
Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist oder nicht.

darauf würde ich mich keinesfalls verlassen

Na, ich ja auch nicht :smile: Das Zitat das Du so zitierst ist eben nicht von mir - wollte ich nur für’s Protokoll anmerken.

  • subjektives
    Empfinden und objektive Reaktionszeit können doch durchaus
    voneinander abweichen. :wink:

Eben, darum hab ich ja auch gefragt, denn grad bei solchen Situationen tut man sich ja gelegentlich schwer, das selber realistisch einzuschätzen.

Aber zu Deinem abstrakten Fall: Codein (ein Opiat-Abkömmling)
hat (bei ansonsten gesunden Leuten) eine Halbwertszeit von
etwa 3-5h.

Ah, danke, genau solch ein Zahlenwert hätte mich interessiert. Wobei’s mir nicht auf die Minute geht, sondern einfach nur, ob der gute Herr Meier morgens um 7 noch ne Runde Tröpfchen einwerfen kann und um halb 8 frisch und fit an der Maschine stehen sollte (oder eben besser nicht).

*wink* und Danke für Deine Antwort

Petzi