Fahrzzeug kauf zu hoher verbrauch

Hallo alle zusammen ,
Also ich habe einen Opel Antara gekauft ein super schönes Auto nun dachte ich auch das das Fahrzeug viel verbrauchen könnte doch der Verkäufer sicherte mir zu also mit 9 Liter sollte es gut sein. Schriftlich habe ich hier technische daten dort ist er mit 7,6 Liter (kombinirt) angegeben 8,9 Ausenorts und 6,8 Innenorts
Nun hat sich rausgestellt das Fahrzeug weist einen viel höheren Verbrauch als angegeben im Schnitt zwischen 11 bis 14 Liter was kann ich jetzt machen oder welche möglichkeit habe ich danke im Vorraus
mfg Susic

Hallo Susuíc,
sollte es ein neuwagen sein, hast du gute karten, denn lt. gesetz darf das fzg. nicht mehr als 10% verbrauchen.

sollte etwas am fzg. nicht stimmen, kann meine verbrauchsmessfahrt durchführen lassen (die meisten hersteller schreiben dies dann eh vor) die kosten muss meist der kunde tragen wenn sich kein fehler erweist, aber achtung: immer dabei sein, denn sonnst kann getrixst werden. meist läuft dies über 100km dabei wird der tester angeschlossen, mann versucht natürlich so zu fahren das der verbrauch niedrig ist, daher empfehlen ich dabei zu sein, das kann keiner verbieten.
gleichzeitig wird ein testprotokoll ausgedruckt.

bei einem gw sieht es komplizierter aus, hat dies der verkäufer im beisein eines zeugen gesagt ist er haftbar zu machen hier gilt das gleiche wie oben. hast du keinen zeugen aber den schriftichen ausdruck des preisschildes mit verbrauchsangaben hast du wieder gute karten, siehe oben.
sonst kannst du nur versuchen mit dem händler zu reden und druck zu machen (schlichlich gibt es ja noch ein datenblattdes herstellers, sollte der wagen einem mangel haben haftet der händler innerhalb der gewährleistungspflicht, aber achtung, innerhalb der ersten 6 monate nach kauf wird es für den händler schwer, danach hast du es schwer.
gruß larry

Hallo!

Das ist kein einfaches Thema. Hat der Verkäufer seine Versprechungen irgendwo dokumentiert? Wahrscheinlich nicht und die Herstellerangaben sind auch Durchschnittswerte bei gleichbleibender Nutzung und stimmen sowieso nie. Von daher sind erstmal Kommunikation mit dem Autohaus und klare Notizen über die jeweiligen Aussagen notwendig, um soetwas mit dem Autohaus zu erreichen und wenn es ein Spritspartraining ist.

Viel Erfolg
Herigon

Fahrzeugverbrauch Herstellerangaben vs. Realverbrauch
Sehr geehrter Herr Susic,

die Verbrauchswerte von Kraftfahrzeugen werden nach den Richtlinien des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ermittelt, einem seit 1996 gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren zur Emissions- und Verbrauchsmessung von Kraftfahrzeugen.

Anders als unter Alltagsbedingungen werden NEFZ-Ergebnisse (die von den Herstellern dann auch als Verbrauchswerte angegeben werden) unter standardisierten Konditionen auf der Rolle erzielt und sind unabhängig von Faktoren wie Fahrverhalten, Verkehrssituation, Steigungen etc. Dies bedeutet, dass diese Werte z.T. deutlich unter denen liegen, die im »Normalbetrieb« erreicht werden, da beispielsweise nur wenige Sekunden der Verbrauch bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h gemessen wird. Zudem ist es gängige Praxis, dass Hersteller ihre Fahrzeuge für den Test »tunen«, um möglichst günstige Werte zu erzielen. (Mehr dazu finden Sie in folgendem Artikel: http://www.heise.de/tr/Gute-Kurven-boese-Kurven–/ar…)

Unserer Erfahrung nach muss man, je nach Modell und Nutzungsweise, einen Mehrverbrauch von bis zu 20 Prozent kalkulieren. So kann der Verbrauch bei Autobahnfahrten mehr als 120 km/h um etwa 30% nach oben schnellen und in bergigem Gelände verbraucht ein Pkw (bei vergleichbaren Fahrten) mehr als auf dem flachen Land.

Auch wenn die meisten NEFZ-Werte der Realität nicht standhalten, so erhält man dennoch einen guten Vergleich zwischen verschiedenen Fahrzeugen, da für alle Hersteller die Testbedingungen identisch sind. So sehr die fehlende Alltagstauglichkeit dieses Zyklus’ zu kritisieren ist, sind derzeit schlicht keine anderen verlässlichen Daten verfügbar.

Was können Sie tun? Die von Ihnen angegebene Abweichung im Kraftstoffverbrauch betragen mehr als 20 Prozent. Überprüfen Sie zunächst, ob Sie unsere Spritspartipps schon umsetzen. So können Sie Ihren Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren - und leicht mehrere hundert Euro Tankkosten im Jahr sparen! Die Spritspartipps finden Sie hier: http://www.vcd.org/spritspartipps.html

Sollten Sie dann immer noch einen Kraftstoff-Mehrverbrauch von 20 Prozent haben, bleiben Ihnen möglicherweise noch rechtliche Schritte. Hierzu können wir Ihnen keine verbindlichen Angaben machen - bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.

Unser Mobilitätstipp für Sie:
Eine spritsparende Fahrweise kann auch unter Anleitung geübt werden.
Unter http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/spritsparen/ finden Sie Informationen zum kostenlosen Spritspartraining von VW und NABU (nur in ausgewählten Städten).
Unter http://www.spritsparstunde.de/spritsparstunde/fahrsc… können Sie durch Eingabe des Wohnortes oder der Postleitzahl die nächste Fahrschule finden, die ein kostenpflichtiges Spritspartraining, die sogenannte Spritsparstunde, anbietet (bundesweit).

Interessante Links für Sie:
Unter [http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnewst… finden Sie eine sehr informative Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe zum Thema »Kfz-Steuer: Geschönte Spritverbräuche der Autobauer belasten künftig den Bundeshaushalt.«

Informationen zu Verbrauchsangaben und deren Praxistauglichkeit finden sich vielfach auch in modell- bzw. herstellerspezifischen Internetforen. Die Internetseite http://www.spritmonitor.de wirbt beispielsweise damit, selbstermittelte Verbrauchswerte von knapp 150.000 Fahrzeugen in ihrer Datenbank gesammelt zu haben.

Wir hoffen, Ihnen hiermit behilflich zu sein und stehen für weitere Fragen und Anregungen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre VCD-Mobilitätsberatung im Rahmen der Kampagne »für mich. für dich. fürs klima.«