Faire Lösung oder mathematische Formel gesucht (-;

Hallo liebe Forum-Nutzer,

ich würde mich über eure Meinung zu folgendem Problem freuen:

Herr Handwerker baut Herrn Kunde ein Bauteil A für 450€ ein.
Herr Kunde ändert während des Bauablaufs immer wieder Maße zur ursprünglichen Planung
Herr Handwerker baut schlussendlich das Bauteil A nach Angaben des Kunden ein,
übersieht aber, das Bauteil A jetzt eine von zwei Schranktüren blockiert. Bauteil A muss nun mit einem Handgriff zur Seite gedreht werden um die Tür zu öffnen. Das hätte Herr Handwerker vor dem Einbau merken müssen und Herrn Kunde darauf aufmerksam machen sollen. Eine nachträgliche Änderung würde kosten von 350€ verursachen.

Nun mag Herr Kunde das Bauteil A sowieso auch nicht mehr leiden und hätte gerne Bauteil B.
Bauteil B kostet aber 1200€. Herr Handwerker kann Bauteil A nicht anderweitig verkaufen oder gebrauchen.
Bauteil B hätte für Herrn Handwerker den Vorteil dass die Schranktür auch nicht mehr blockiert werden würde.

Herr Kunde fordert einen Austausch ohne zusätzliche Kosten.
Herr Handwerker möchte zumindest die Mehrkosten des Bauteils B von Herrn Kunde (750€)

Was haltet Ihr für Fair?

Hallo.

Einen Austausch ohne zusätzliche Kosten zu verlangen ist ganz schön frech vom Kunden.
Der Handwerker hat Bauteil A für den Kunden bestellt und wunschgemäß eingebaut. Den Kunden auf eventuelle Unbequemlichkeiten hinzuweisen wäre zwar löblich, ist aber Kür.
Daß der Handwerker nur den Differenzbetrag verlangt, finde ich fair genug.

Gruß

Michael

Wenn der Handwerker noch mehr solche Kunden hat, kann er schließen. Was soll er denn mit dem Bauteil A machen?

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Hallo!

Muss man das fragen ?
was sagt denn der „gesunde Menschenverstand“ dazu ?

Bauteil A war bestellt und nach Schilderung offenbar falsch eingebaut.
Das hätte Handwerker zu vertreten, er müsste umbauen, Bauteil A neu montieren.

Soll jetzt abweichen Bauteil B verwendet werden, dann muss Handwerker rechnen.

Was kostet ihn der Umbau, Teil A an neuen Platz setzen ?

Ist es mehr oder weniger als der Aufpreis von Bauteil B und der bisherige Aufwand und Einkauspreis Teil A ??

Grundsätzlich war A bestellt und es kann verlangt werden, A ist fach- und sachgerecht montiert und behindert keine Möbeltüren.
Punkt.

Nicht verlangt werden kann, es wird für Kunden kostenfrei auf Bauteil B umgerüstet.
Der Handwerker mag das so machen, es hängt von seinem sonst erforderlichen Aufwand ab, den der mit Teil A hätte wenn er es versetzen müsste.

Ich würde rechnen.
Aufwand für Umsetzen = 350 € und alles ist OK.

Kunde will 1200 € Bauteil, Handwerker würde also wohl die 350 € einsparen, soll aber dem Kunden 850 € ( bzw. Einkaufspreis) schenken ?
Und Teil A wegwerfen .

MfG
duck313

Hat Kunde insgesamt 450€ bezahlt? Wie kann der dann ein Bauteil für 1200€ erwarten. Oder gab es zusätzliche Einbaukosten? Eine Bewertung macht hier nur Sinn, wenn irgendwie klar ist, in welcher Größenordnung Material und Arbeitslohn liegen.

Hallo.

Schon richtig, aber man weiß nicht, was zwischen Kunden und Handwerker hin- und herdiskutiert worden ist. Wenn der Kunde alle Naslang den Plan ändert, besteht halt das Risiko, daß am Ende irgendwas nicht paßt. Und dann geht er noch her und mault „das, was du da montiert hast, will ich jetzt eh nicht mehr haben“?
Kann mir gut vorstellen, daß es dem Handwerker irgendwann einfach zu blöd wird und er sagt „Komm, ich mach dir das zu einem guten Preis und wir sind fertig miteinander“.

Gruß

Michael

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hi,

Den Vorschlag von H halte ich für das absolute Minimum was K bezahlen sollte. Da ist ja nicht mal das kleinste bisschen berechnet, nur das reine Bauteil. Keine Arbeitszeit für den tausch (und sicher schon einigen Diskussionen) und kein Bauteil A.

‚Fair‘ wird hier wohl daran hängen, inwieweit der Schrank blockiert wird und ob H davon ausgehen konnte, dass K dies bemerkt hat als der die Planung der Position selbst übernommen hat.
Technisch - und dafür ist H zuständig - ist ja offensichtlich nix auszusetzen und die arbeit exakt so wie gewünscht.

Selbst der Schrank ist grundsätzlich benutzbar.

Wie der Kunde Bauteil B verlangen will ohne Bauteil B zu zahlen erschließt sich mir nicht. Gibt’s da eine Argumentation dazu?

Wäre 50:50 des Mehraufwands nicht Fair und man versetzt Bauteil A dahin, wo es nicht mehr stört?
Wäre ja auch die kostengünstigste Lösung.

Fair wäre es aber auch, dabei durchaus lange Diskussionen zu berücksichtigen während H von seiner Arbeit abgehalten wird. K wird das zwar nicht so bewusst sein, aber H merkt es schon, wenn er irgendwo ne halbe Stunde rumsteht.

grüße
lipi