jemand möchte ein Haus bauen und die Subunternehmer selber beschäftigen weil er so viel schlechtes von Generalunternehmern gehört hat.
Ist das folgende aus Sicht des Handwerkers fair?
Bzw. würde ein Handwerker darauf eingehen?
Handwerker liefert alle für das Gewerk benötigte Material auf die Baustelle.
Kunde zahlt die Materialkosten.
Handwerker führt die Arbeiten durch.
4a. Gutachter bewertet das Gewerk.
4b. Optional: Handwerker bessert Mängel aus(Hoffentlich nur Kleinigkeiten wenn er gut gearbeitet hat).
Handwerker liefert alle für das Gewerk benötigte Material
auf die Baustelle.
Kunde zahlt die Materialkosten.
Handwerker führt die Arbeiten durch.
4a. Gutachter bewertet das Gewerk.
4b. Optional: Handwerker bessert Mängel aus(Hoffentlich nur
Kleinigkeiten wenn er gut gearbeitet hat).
Dem Handwerker wird seine Arbeit bezahlt.
MFG
du meinst dir baut jemand ein haus und du zahlst erst, wenn es fertig ist?
Subunternehmer sind es dann aber nicht, gerade nicht!
Es sind „normale“ Handwerker, die jeder einen eigenen Vertrag mit dem Bauherrn haben.
Und das ist eigentlich lange Zeit das gängige gewesen und auch heute m.E. noch überwiegend so, wenn man baut .
Da es mehr zu koordinieren gibt braucht man in der Regel auch einen bauleitenden Fachmann, entweder den Architekten der die Pläne dafür ausgearbeitet hat oder auch einen Baubegleiter der mind. wichtige Bauschritte besichtigt und prüft.
Und man zahlt keine Materialien im Voraus. Man zahlt nach Rechnung am Schluss, oder bei länger währenden Maßnahmen (z.B. Hauptgewerk, Maurer) auch nach festem Plan zu bestimmten fertig gestelltenTeilleistungen(Abschlagszahlungen genannt).
Deine Liste ab Punkt 3 ist der Regelfall. Handwerker liefert und montiert, es gibt eine Abnahme der Arbeit, ist es OK, dann folgt die Rechnung und man kann sie bezahlen.
Sonst wird nachgebessert und dann erst komplett bezahlt.
Das Gewerk wird komplett fertig gestellt und erst nach Abnahme bezahlt.
Umfangreiche Gewerke wie zB die Maurer werden zwischendurch mit Abschlagszahlungen bezahlt.
Umfangreiche Gewerke wie zB die Maurer werden zwischendurch
mit Abschlagszahlungen bezahlt.
Es ist inzwischen auch immer mehr üblich dass Material SOFORT bei Lieferung bezahlt wird. Bei „Bestellware“ manchmal sogar auch nur gegen Vorkasse. Bei Sonderanfertigungen sowieso. Ein seriöser Bauherr wird sich kaum dagegen sträuben.
Handwerker liefert alle für das Gewerk benötigte Material auf die Baustelle.
Kunde zahlt die Materialkosten.
Wer nimmt Aufmaß und ermittelt die benötigten Mengen? Führt die Bestellungen aus? Sofern der Handwerker dies erledigt, sollte er dafür bezahlt werden, ansonsten entfällt ihm hierfür der notwendige Deckungsbeitrag.
(Aus Sicht des Bauherrn übrigens eine riskante Variante wegen Verschnitt, Schwund und ähnlicher Dinge)
Handwerker führt die Arbeiten durch.
4a. Gutachter bewertet das Gewerk.
4b. Optional: Handwerker bessert Mängel aus(Hoffentlich nur
Kleinigkeiten wenn er gut gearbeitet hat).
Dem Handwerker wird seine Arbeit bezahlt.
Und welche Sicherheit hat er, dass ihm die Arbeit am Ende auch (rechtzeitig) vergütet wird?
Je nach Umfang und Dauer der Arbeiten, wer übernimmt das Risiko bei Unterbrechungen wegen Bauablaufstörungen ==> der Handwerker wartet und wartet auf Bezahlung, obwohl er vielleicht schon 3/4 der Arbeit geleistet hat?
Ansonsten schließe ich mich duck an.
Lass dich beraten, wenn du gute und geeignete Handwerker zu Vertrags partnern machen möchtest.
Handwerker liefert alle für das Gewerk benötigte Material auf die Baustelle.
Kunde zahlt die Materialkosten.
Wer nimmt Aufmaß und ermittelt die benötigten Mengen? Führt
die Bestellungen aus? Sofern der Handwerker dies erledigt,
sollte er dafür bezahlt werden, ansonsten entfällt ihm hierfür
der notwendige Deckungsbeitrag.
(Aus Sicht des Bauherrn übrigens eine riskante Variante wegen
Verschnitt, Schwund und ähnlicher Dinge)
Sofern der Verschnitt nicht zu groß ist ist dies Akzeptabel, schließlich kann das nicht weiter verwendet werden und landet in der Tonne(Wer soll denn sonst zahlen?). Für Sachen die der Handwerker mit nimmt um sie zu behalten oder auf der nächsten Baustelle zu verbrauchen erhält der Kunde eine Gutschrift.
Handwerker führt die Arbeiten durch.
4a. Gutachter bewertet das Gewerk.
4b. Optional: Handwerker bessert Mängel aus(Hoffentlich nur
Kleinigkeiten wenn er gut gearbeitet hat).
Dem Handwerker wird seine Arbeit bezahlt.
Und welche Sicherheit hat er, dass ihm die Arbeit am Ende auch
(rechtzeitig) vergütet wird?
Deswegen die Suche nach einer fairen Lösung
Je nach Umfang und Dauer der Arbeiten, wer übernimmt das
Risiko bei Unterbrechungen wegen Bauablaufstörungen ==> der
Handwerker wartet und wartet auf Bezahlung, obwohl er
vielleicht schon 3/4 der Arbeit geleistet hat?
Ansonsten schließe ich mich duck an.
Lass dich beraten, wenn du gute und geeignete Handwerker zu
Vertrags partnern machen möchtest.
Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Die Antworten hören sich an als wenn der Kunde den Handwerkern etwas böses will. Dies ist eben nicht der Fall.
Meine Idee war folgende:
Material liefern
Material bezahlen.
Damit ist zumindest die Vorkasse in die der Handwerker gehen musste ausgeglichen was für ihn ja nach Größe der Firma eine erhebliche finanzielle Entlastung bedeutet. Außerdem befindet sich das Material auf der Baustelle. Der Bauherr hat seine Sachen der er bezahlt hat bei sich.
Wenn der Handwerker nun ausführt soll dieser einerseits schnell aber auch mängelfrei arbeiten. Je schneller das Gesamtergebnis vorliegt desto schneller wird er bezahlt. Es liegt also in seinem Interesse gut zu arbeiten.
Andererseits hat der Bauherr Angst vor Pfusch am Bau oder noch schlimmer eiskalten Betrügern weswegen er erst nach ABnahme einer professionellen dritten Person zahlen will.
Mir ist klar, dass dies ein Balanceakt ist. Deswegen ja auch die Frage:
Was ist fair?
Womit sind beide Seiten einigermaßen Zufrieden.
…es kommt wirklich drauf an und man kann das pauschal gar nicht so sagen.
der heizungsbauer, der dir auch noch die ganzen sanitärarbeiten im haus macht, wird dir nicht alles einbauen, ohne regelmäßig seine abschläge für material UND seine arbeit erhalten zu haben. und da kann dir auch ein sachverständiger nicht viel helfen, denn dieses gewerk wird erst am ende vollständig geprüft werden können.
ähnlich sieht es mit den elektro-installationen aus. die strippen in der wand im kompletten haus sind verlegt und irgendwann später wird man erst abschließend prüfen können, ob alles korrekt ist. der will aber auch seine abschläge.
beim fliesenleger z.b. würde ich vorab kein material bezahlen, sondern ihn erst die arbeit machen lassen und dann zahlen. was nützt dir bezahltes material, wenn der rotz wieder raus muss, weil pressfugen den raum verschönern?
beim zimmermann und dachdecker ist es eher die regel, dass man das gewerk am ende zahlt, da deren anwesenheit auf der baustelle ja von eher kurzer dauer ist.
beim maler, wenn dieser putz und farbgestaltung macht, kann man sicher die einzelnen gewerke getrennt abrechnen und auch prüfen lassen.
du siehst, es gibt so recht keinen königsweg, der für alle handwerker durchzusetzen wäre. zumindest muss man da sicher verhandeln. und gerade kleine betriebe können auch nicht mit material und mann im fünfstelligen bereich in vorlage gehen. da gibts oft kein festgeld, sondern die kassen und das finanzamt stehen auf der matte.
Wenn der Handwerker nun ausführt soll dieser einerseits
schnell aber auch mängelfrei arbeiten. Je schneller das
Gesamtergebnis vorliegt desto schneller wird er bezahlt. Es
liegt also in seinem Interesse gut zu arbeiten.
Aber wer koordiniert das Ganze?
Der Maler kann erst anfangen, wenn die Wände erstellt, verputzt und getrocknet sind. Möglichst schnell kann da bösen Pfusch geben!
Der Elektriker ist noch schlimmer dran. Der muss schon bei den Kellerwänden ran und seine Rohre verlegen, wenn die Verschalung noch offen, aber das Eisen schon fertig gelegt ist.
Genau das ist da komplizierte am Bau, wenn ein Handwerker mit seine Arbeit in Verzug kommt, werden auch alle anderen ausgebremst, oder es beginnt der Pfusch um den Temin zu halten.