Fake oder Schnappschuss?

Liebe ExpertInnen,

im Spiegel 23/2003 auf Seite 56 ist die Attacke einer Aaskrähe zu sehen (das Foto [SYBILL SCHNEIDER / BILD ZEITUNG] finde ich leider nicht im Netz), wobei mir auffällt, dass die Krähe völlig scharf ist, das ganze restliche Bild jedoch unscharf. Das könnte ich durchaus verstehen, wenn die Unschärfe vom „Ziehen“ käme, also von der Bewegung, mit der der Fotograf der Bewegung der Krähe gefolgt wäre. Danach sieht es allerdings nicht aus, sondern schlicht und einfach nach einer Unschärfe wegen falscher Entfernungseinstellung. Genauer: Die angegriffene Dame befindet sich in der gleichen Entfernung wie die Krähe und ist ebenfalls unscharf. Kann es sein, dass hier ein Bildbearbeiter kreativ tätig war? Wer weiß was?

Danke für jede Antwort!

Hi
Wohl schon. Wenn’s allerdings ein guter Faker gewesen wär hätt er die Krähe geblurt und du hätts nix gemerkt. Aber es gibt sehr wenige GUTE -genau wie früher als es noch Handarbeit war.
Bei solchen Montagen muss das eingearbeitete objekt ziemlich gut ausgewählt sein, Tageszeit, Lichteinfall, Filmmaterial (korn, Kontrast) etc. Wer eine umfangreiche Materialauswahl hat, kann gut faken. oder das objekt selbst fotografieren und dabei die Bedingungen der Umgebung nachstellen. Bewegungsunschäfe lässt sich auch ziemlich gut faken… ich hab schon Montagen gesehn, da fallen dir die Haare aus. Licht aus zwei völlig verschiedenen Richtungen, eine Person frontal geblitzt, die andere Sonne auf höchststand, zusammenmontiert. Das sieht ein blinder, aber Blöd-Zeitungsleser scheinbar nicht…
hh

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Theoretisch möglich.

Ich wurde von einer Krähe in Ägypten mehrmals attakiert, als ich im Hotel vom Tauchen kam. Das Vieh wollte mir unbedingt ein Loch in den Schädel picken…war wohl sauer, weil ich in „ihrem“ Revier war *lach*