… ich meine die Kirche und der Christ fühlt sich gemeint.
Ich zitire aus einem Artikel von mir (20.10.2003 unter „einfach nur peinlich“ in R+E Brett gepostet):
"Ich wiederhole nocheinmal, daß ich die katholische Kirche (wie jede andere Organisation von Fanatikern und Ünterdrückern) für menschenverachtend und verbrecherisch in ihrer Machtausübung und Wahl Ihrer Mittel halte.
Warum ?
Halten wir uns vor Augen, von welcher Organisation wir hier sprechen, dabei ist nicht der kleine Pfaffe vor Ort gemeint, der sich für die Menschen in seiner Umgebung aufreibt. Ich spreche von jenem weltweiten Netzwerk das eines Macchiavelli würdig wäre, der Amtskirche als solcher.
2000 Jahre Macht über Leben und Tod, auch über die Frage wie jemand lebt und wie er stirbt. Ohne jede Legitimation außer der größenwahnsinnigen Idee von der eigenen Unfehlbarkeit. Ohne jede Kontrolle, ohne interne Kritikfähigkeit.
Diese Macht ist geschichtlich gewachsen, es war allzu praktisch den weltlichen Herrschern einen von Gott gegebenen Status zuzusprechen und sich im Gegenzug als moralische Instanz etablieren zu lassen.
Der normale Mensch, der weder dem Adel noch dem Klerus angehörte wurde dumm gehalten. Er durfte nicht lesen können und wenn er anfing zu denken endete er im Kerker, im Feuer oder im Krieg - je nachdem was gerade gebraucht wurde. Unmündige Menschen die von körperlichen und seelischen Qualen bedroht und von Tabus umgeben sind sind das Ergebnis der geistigen Verführung um nicht zu sagen Vergewaltigung über viele Generationen hinweg. Sie beten das goldene Kalb in gelb-weiß oder purpur an weil sie es nicht besser wissen (dürfen). Jeder Lehrer oder Ausbilder, jedes Elternteil das eine derartige Hörigkeit erzeugt würde wegen Mißhandlung Schutzbefohlener zu Recht vor Gericht kommen.
Darin steckt eben der Hauptvorwurf: Mißbrauch, genauer vorsätzlicher Mißbrauch zum Zweck der eigenen Bereicherung. Kommunismus und Nationalsozialismus haben mit ihren jeweiligen Völkern das gleiche gemacht.
Wie kann so etwas funktionieren ?
Blicken wir doch einmal in die jüngere Geschichte zurück, gerade die politischen Extremisten der letzten 100 Jahre haben das gleiche System benutzt. Der Untertan war von der Wiege bis zur Bahre nicht unbeobachtet. Bereits die Kleinsten wurden qua Geburt Mitglied zum Beispiel durch Taufe oder Aufnahme in Kinderorganisationen. Dabei wurde genau auf die Bedürfnisse abgestellt, jeder kennt die Kinder im Sozialismus, die begeistert im Modellpanzer herumfahren und natürlich „Immer Bereit“ sind gegen den Klassenfeind zu kämpfen. Die zum Lieben Großen Onkel Honecker oder Hitler oder Kardinal aufblicken und deren Bedarf nach Schutz und „Gütig-angeguckt-werden“ gestillt wird. Natürlich kann man aus solcher Erziehung nicht einfach aussteigen. Man macht sich zum geächteten, zum Außenseiter. Der Gruppenzwang funktioniert umso besser, je dörflicher oder ungebildeter die Bevölkerung ist. Oder glaubst Du, es sei ein Zufall, daß vor allem ländliche Gegenden mit ihrer Dorfstruktur und dem „Jeder-kennt-Jeden“ sowie Länder mit geringen Bildungsstandards nach wie vor erzkatholisch sind ? Wer etwas werden will im Ort, der schwimmt schön mit dem Strom. Der ist im Schützenverein und in der Kirche. Und natürlich in der richtigen Partei.
In den Entwicklungsländern ist es noch einfacher: Geringe Bildung bedeutet vor allem, daß die zukünftigen Schäflein keinen Zugang zu Informationen haben. Die Segnungen der Bildung werden wohldosiert verteilt und sollen vor allem zweierlei erreichen: Dankbarkeit (und damit wieder Abhängigkeit) und vor allem sollen die richtigen Dinge gelernt werden. Also das, was den Machthabern genehm ist.
So wird Einfluß gesichert. Einfluß, den man braucht um Macht zu haben. Zum einen als Selbstzweck, Macht korrumpiert und befriedigt. Und damit man in Ruhe seinen Geschäften nachgehen kann. Damit der Vatikan offen oder verdeckt weiter verdienen kann an Pillenproduktion und Waffengeschäften.
Damit man weiterhin die Mißbräuche von Kindern durch sexuell verkrüppelte alte Säcke mit Geld vertuschen kann, wenn denn die Kinder sich schon erdreisten zu petzen. Damit man die Schuldigen wieder irgendwo in der eigenen Organisation verstecken kann (Kollege, paß nächstes Mal besser auf, klar ?) statt sie vor Gericht zu stellen.
Der Vatikan ist nicht weltfremd, er ist nicht mal von dieser Welt. Sein Ursprung ist nicht göttlich, er ist genau das Gegenteil.
Das hat nichts, aber auch gar nichts mit religiösen Überzeugungen zu tun. Mir tun die Armen leid, die statt an Gott an den Papst glauben.
Ja, es geht eine gewisse Faszination vom Papst und dem Vatikan aus, eine gefährliche Anziehungskraft…soliecht, das Denken aufzugeben, sich fallenlassen und einfach mitschwimmen… und dann sagen, alles andere ist nicht wahr.
Oder wenns nicht mehr zu leugnen ist: „Wir haben davon nichts gewußt“ - wo habe ich das nur schon mal gehört ?"
Natürlich ist die Kirche christlich im Sinne der Bibel. Ich
bin die Kirche (zumindest ein winziger Teil davon) und für
mich ist die Bibel wichtig.
Wenn Du Dich mit der kath. Kirche identifizierst und Dich gar als einen Teil von ihr siehst tust Du mir leid. Du wirst in Deinem Glauben (dem ich die Aufrichtigkeit keinesfalls abspreche !) ebenfalls mißbraucht. Es ist eine Frage der Zeuit, bis auch der Katholizismus wie jeder andere religiös oder sonstwie verbrämte „-ismus“ den Nazis und den Kommunisten auf den Müllhaufen der Geschichte folgt…
Gruß
Bernd
PS: Ich würde mich durchaus als Christ bezeichnen