ja und… ? Das Feld gibt Energie ab und ist anschließend
sogar noch stärker als vorher, enthält also noch mehr Energie
als vorher.Stopp!
Jetzt machst du aber einen Denkfehler: das Feld wird natürlich
schwächer!!
Nö, da verwechselst Du wahrscheinlich etwas mit elektrostatischen Feldern. Da wird das Feld tatsächlich schwächer, wenn zwei entgegengesetzte Ladungen aufeinander zustürzen. Gravitationsfelder von mehreren Massen werden aber wie gleichnamige Ladungen addiert (logischerweise). Wenn ich also zwei gleiche Massen zusammenbringe und sich diese so durchdringen, daß die Abmessungen gleich bleiben, habe ich an jedem Punkt des Feldes genau die doppelte Feldstärke. Da die Energiedichte quadratisch mit der Feldstärke wächst, hat das resultierende Gesamtfeld die vierfache Energie der beiden Einzelfelder, also doppelt soviel Energie wie die beiden ursprünglichen Felder zusammen. Der wesentliche Unterschied zu elektrischen Ladungen besteht darin, daß sich diese abstossen, ich also beim Zusammenbringen der Ladungen genau diese zusätzliche Feldenergie zuführen muß.
Natürlich ist die EnergieDICHTE am Ort der zusammengebrachten
Punktmassen größer geworden (d.h. das Feld stärker), aber das
GESAMTfeld ist schwächer, weil es „kleiner“ geworden ist.
… und das kann dann natürlich nicht mehr stimmen.
Stell Dir vor, ein Stern kollabiert zu einem schwarzen Loch und die dabei freigesetzte Energie bleibt, warum auch immer, im Stern gefangen. Das Loch hat dann die gleiche Masse wie der Stern hatte. Die Feldenergie außerhalb des ursprünglichen Sonnenradius bliebe also erhalten. Zusätzlich kommt aber die enorme Feldenergie in der unmittelbaren Umgebung des Loches dazu. Willst Du immer noch behaupten, daß die Feldenergie eines Schwarzen Loches vom Betrag her kleiner ist als die der ursprünglichen Sonne ?
(Kann man sich klar machen, wenn man statt zwei Punktmassen
zwei unendlich ausgedehnte Platten betrachtet, dann ist das
Feld zwischen den Platten nämlich homogen und die Energie
proportional zum Volumen zwischen den Platten.)
Das ist auch eine falsche Adaption aus der Elektrostatik mit zwei entgegengesetzt geladenen Platten. Die Gravitationsfeldstärke klein g läßt sich definieren als die Beschleunigung, die eine Probemasse an einem bestimmten Punkt erfährt. So, nun bringe mal eine Probemasse zwischen Deine beiden Platten. Wohin wird sie wohl beschleunigt ?..
…Sie wird überhaupt nicht beschleunigt, denn der Raum zwischen den Platten ist feldfrei. Daß sich die Platten trotzdem anziehen würden, liegt nur an dem Feld außerhalb der Platten. Die gleiche Problematik ergibt sich beim Gravitationsfeld einer einzelnen Hohlkugel, deren Inneres ebenfalls feldfrei ist.
Ich weiß, es grenzt an Gotteslästerung,
Nein, sachliche Gegenargumente sind immer willkommen. Wir sind hier schließlich nicht im Religionsbrett.
aber ist dir eventuell
auch nur mal kurz in den Sinn gekommen, dass DU vielleicht auf
dem Holzweg bist?
Natürlich, nicht nur kurz, damit beschäftige ich mich die meiste Zeit. Ich konnte aber noch nichts falsches entdecken, bzw. bisher alle Einwände entkräften, soweit ich das beurteilen kann.
In welcher Weise das nun genau passiert, muß ich
garnicht
wissen. Ich weiss, daß bei Zeitdilatation ALLE Prozesse
langsamer ablaufen, also tut das der Positroniumzerfall
natürlich auch.Bitte was??
In der Quantenmechanik gibt es keinen zeitlichen Ablauf und
erst recht keine „Geschwindigkeit“ des Prozesses, sondern nur
eine Übergangswahrscheinlichkeit.
meinetwegen, aber das ist letztlich auch egal. Wenn ein Photon entsteht, hat das eine Frequenz und die kann ich messen. Damit ist meine Frequenz-, Energie- und Massemessung zwingend an den lokalen Zeitmaßstab gekoppelt, völlig unabhängig vom Meßverfahren.
- die Arbeitsweise des Detektors beinflusst und
Wenn der Detektor beim Photon eine Frequenzmessung machen
würde (ich bin ja frei in der Wahl eines zulässigen
Meßprinzips) und die Referenzuhr im Detektor langsamer läuft,
mißt der Detektor natürlich eine höhere Frequenz, Energie und
Masse des Photons.Und wenn ich die Wellenlänge messe??
Das ist doch völlig egal, es ist nur eine von vielen meßbaren Größen. Das Ergebnis wird immer das gleiche sein.
(Und erzähl mir jetzt nicht, dass sich auch die
Lichtgeschwindigkeit entsprechend anpasst)
ähm, ja das tut sie aber tatsächlich. Das wurde sogar bereits experimentell bestätigt (siehe Radarechoverzögerung).
Das Licht ist im Gravitationsfeld langsamer, wobei man auch sagen könnte, daß die Gravitation den Raum „aufbläht“ und deshalb die Entfernungen größer werden.
sorry, daß Du mich nicht überzeugen konntest…
Ein Versuch wars wert, aber sag mir doch mal, welchen Grund es
hat von einer Ruhemasse zu sprechen, wenn es DIE Ruhemasse gar
nicht gibt?
Naja, wenn gerade kein Stern in der unmittelbaren Nähe ist, ist die Ruhemasse ja auch relativ konstant. Wenn ich einfache langsame Bewegungen berechne, kann ich ja auch die bewegte Masse als konstant annehmen.
Jörg
