Liebe Leute,
vor einiger Zeit war ich mit meiner Katze beim Tierarzt; sie hat einen Nickhautvorfall und hier im Forum hatte mir jemand empfohlen, doch mal das Auge an sich untersuchen zu lassen (Innendruck bzw. Abstrich), da es nicht unbedingt an sonstigen Krankheiten/Unwohlsein liegen muss. Ich bekam hier auch die Antwort, dass diese Untersuchung ziemlich einfach ist und fast von jedem Tierarzt durchgeführt werden kann. Ich fragte also meinen Tierarzt, ob es das ev. mal machen kann, da sich der Zustand der Augen verschlimmert hat.
Darauf sagt er fast wortwörtlich:
„Den Innendruck zu messen ist eine sehr kostenintensive und aufwendige Aktion. Sie müssen die Katze dazu in Vollnarkose bringen, anders ist das nicht möglich, also überlegen sie sich das gut. Denn die Katze läßt ja keinen an ihre Augen heran.“
Darauf ich: „Achso, ist das nicht wie beim Menschen, wo der Arzt mit so einem Lichtstrahl ins Auge leuchtet?“
Antwort: „Nein, dass ist eine sehr unangenehme Untersuchung und die ist im übrigen auch beim Menschen unangenehm; ich kann mich an meine noch sehr gut erinnern - und die war sehr unangenehm.“
Ich: „Hmm. Da habe ich eventuell was verwechselt. Nun, ich habe die mehr oder weniger fachkundige Auskunft erhalten, dass dies eine einfache Untersuchung ist.“
Darauf er WÖRTLICH: „Jeder Tierarzt, der Ihnen das erzählt, ist ein Scharlatan.“
Völlig irritiert fragte ich ihn nach dem Namen eines Augenspezialisten, den er mir auch nannte. Dieser hat dann den Innendruck gemessen (selbstverständlich ohne Vollnarkose und ganz einfach) und eine leichte Bindehautentzündung festgestellt.
Mein Tierarzt ist nicht in der Lage eine Bindehautentzündung festzustellen und entlässt mich zu einen Spezialisten. Hallo?
Darüber hinaus macht er im Rahmen seiner ärztlichen Beratung Falschaussagen. Dies bin ich nicht gewillt zu tolerieren.
Er hat meiner Katze auch mehrfach ein Mittel gegen Grasmilben gespritzt, welches eigentlich nur für Rinder geeignet ist. Er „klärte“ mich vorher darüber auf, dass nur bestimmte Rassen, wie Bobtails und andere, die mir jetzt nicht mehr einfallen, daran an Herversagen sterben könnten und es für meine Katze nicht gefährlich wäre.(Wahrscheinlich auch eine gewagte These…)
Auffallend ist auch seine Nervosität und sein komisches Rumgestotter. Er ist kaum in der Lage meine Fragen zu beantworten. Klingt vielleicht hart, aber für eine Sekunde hatte ich den Eindruck, er ist selbst ein Scharlatan. Ich habe noch nicht einmal den Anspruch, dass ein Tierarzt alles wissen muss. Dafür sind Tiere zu unterschiedlich. Nun, wenn er mir gesagt hätte, dass er sich mit Katzenaugen nicht auskennt und es nicht genau weiß, weil er auf Großtiere oder Amphibien oder was weiß ich spezialisiert ist, wäre das ja nicht verwerflich gewesen. Aber eine absichtliche, vorsätzliche Falschaussage finde ich wirklich krass.
Kann mir jemand sagen wie Tierärzte zugelassen werden und wo kann man sich beschweren kann? Bei dem Tierarzt selbst macht das wohl keinen Sinn, oder was meint ihr? Ich bin über soviel Dreistigkeit und Inkompetenz richtig sauer.
Über eure Meinung/Hinweise/Tipps bin ich dankbar!
Viele Grüße, Anna.