Falsche Blutgruppe -> immer Verklumpung?

Hallo Wissende,

führt die Übertragung einer unverträglichen Blutgruppe eigentlich immer zu Verklumpung? Oder können auch andere Symptome hervorgerufen werden?

Wie sieht es mit Kopfschmerzen und Fieber nach einer Blutübertragung (ca. 350 ccm) aus? Kann das auf eine falsche Blutgruppe hindeuten, oder eher auf einen Krankheitserreger im Spenderblut? … Ich weiß nicht genau, wie ich dieses Beispiel einordnen soll. Es ist mir beim Thema Menschenversuche im 3. Reich begegnet; „korrekte“ Vorgehensweise der Ärzte darf man also nicht erwarten.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

nicht immer. Es kommt auf die Art der Übertragung an, die Menge uvm.
Ein interessantes Beispiel ist der Hydrops fetalis beim Ungeborenen, der hervorgerufen werden kann durch Rhesus-Inkompatibilität zwischen Mutter (Rh-neg) und Kind (Rh-pos) bei vorhergehender Immunisiserung der Mutter.
Das Kind bekommt Antikörper der Mutter gegen die roten Blutkörperchen des Kindes. Die sind somit zum Abbau „markiert“ und werden entsprechend in der Milz des Kindes vernichtet. Folge ist eine Anämie, also Blutarmut (und noch ein paar weitere unschöne Dinge) s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Rhesus-Inkompatibilit%C…

Fieber kann man als Entzündungszeichen werten. Entzündungen treten bevorzugt auf, wenn körperfremde Substanzen/Organismen/Zellen eine Immunreaktion auslösen. Das kann durch Krankheitserreger oder auch durch fremde (Blut)Zellen hervorgerufen werden.

Für mehr Beispiele fehlt mir gerade leider die Zeit.

Grüße
Liete