Falsche Note im Zeugnis; jetzt erst revidieren?

Hey,
ich gehe in Bayern auf ein Gymnasium in die 13. Klasse. Zum Halbjahr haben wir alle noch mal ein Zeugnis bekommen, in dem bei meiner Reli-Note 12 Punkte standen. In Wirklichkeit hätte ich, nach meiner Rechnung, 9 kriegen müssen. Um ehrlich zu sein ist mir der Fehler aber auch nicht weiter aufgefallen, bis mich gestern meine Kollegstufenbetreuerin anspricht, dass ich mal zu ihr kommen muss, da meine Reli-Note falsch ist. Ich würde nur eben schnell ein neues Zeugnis kriegen und die Sache wäre gegessen. Aber ist das denn rechtens? Ich meine immerhin haben ja sowohl die Kollegstufenbetreuerin, als auch der Direktor unterzeichnet, und somit ist das Zeugnis doch rechtskräftig, oder nicht? Können die das Zeugnis jetzt im Nachhinein wieder revidierein?

Wäre super, wenn jemand eine Antwort hierauf wüsste, oder vielleicht sogar derartige erfahrungen gemacht hat.

danke schonmal im Vorraus =)

Hallo,

Ich
würde nur eben schnell ein neues Zeugnis kriegen und die Sache
wäre gegessen. Aber ist das denn rechtens?

Ja. Die Note ist falsch und muss korrigiert werden.

Verrechnet man sich nämlich zu Ungunsten des Prüflings verlangt dieser ja auch (zu Recht!) eine Richtigstellung und damit ein neues Zeugnis. Wurde also das Ergebnis - aus welchem Grund auch immer - zu Gunsten des Prüflings falsch ermittelt, ist es eine Frage der Fairness gegenüber den Mitprüflingen/Mitbewerbern, diesen Fehler zu korrigieren. Dieser muss auch berichtigt werden, da das Zeugnis ja definitiv falsch ist und so nicht stimmt.

Ich meine immerhin
haben ja sowohl die Kollegstufenbetreuerin, als auch der
Direktor unterzeichnet, und somit ist das Zeugnis doch
rechtskräftig, oder nicht?

Verrechnet man sich nämlich zu Ungunsten des Schüler verlangt dieser ja auch (zu Recht!) eine Richtigstellung und damit ein neues Zeugnis. (obwohl es bereits unterschrieben ist).

Können die das Zeugnis jetzt im
Nachhinein wieder revidierein?

Ja, denn du verlierst dadurch ja nichts, es wird lediglich ein Fehler berichtigt!
Es ist ja auch eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber den anderen Schülern.

Gruß
Wawi

Hi Michimichael!

Das Zeugnis kommt nicht aus der hohlen Hand zustande, sondern aufgrund von Leistungen, die du erbracht hast und die dokumentiert sind! Du würdest keine Chance haben, die „falsche“ Note für dich einzuklagen, weil anhand der dokumentierten Einzelleistungen 9 Punkte errechnet würden und nicht 12 Punkte.

Schade für dich. Nimm es wie ein Mann!

LiebeGrüßeChrisTine

also erstmal danke für das große interesse und die vielen Antworten.
Ich habe jetzt am Wochenende einen Bekannten angerufen, der Rektor an einem anderen Gymnasium ist, und das Ergebnis ist folgendes:
theoretisch ist die Schule fähig, einfach so ein neues Zeugnis auszustellen. Aber: Es gibt da noch eine sogenannte Vertrauensklausel, die besagt, dass sich der Schüler darauf verlassen können muss, dass das, was in diesem Dokument steht, auch richtig ist. Somit könnte ich also darauf bestehen, dass ich diese Punktezahl beibehalten möchte, ob es klug ist, ist jedoch eine andere Frage, da an unserer Schule keine geschriebenen Gesetze gelten, sondern die Spenden und das Einschleimen…

Nur falls Interesse bestehen sollte: Wenn ein Schüler eine Prüfung besteht, alerdeings nur deshalb, weil die Lehrer einen Fehler gemacht haben und ihm zu viel Punkte gegeben haben, darf das Ergebnis trotzdem nicht revidiert werden, und der Schüler hat die Prüfung bestanden.

Hallo,

umgekehrt wird ein Schuh draus:

Nur falls Interesse bestehen sollte: Wenn ein Schüler eine
Prüfung besteht, alerdeings nur deshalb, weil die Lehrer einen
Fehler gemacht haben und ihm zu viel Punkte gegeben haben,
darf das Ergebnis trotzdem nicht revidiert werden, und der
Schüler hat die Prüfung bestanden.

Wenn ein Schüler eine Prüfung nicht besteht, allerdings nur deshalb, weil die Lehrer einen Fehler gemacht haben und ihm zu viel wenig Punkte gegeben haben,
darf das Ergebnis trotzdem nicht revidiert werden, und der
Schüler hat die Prüfung nicht bestanden.

Gruß
MK