Falsche Strominstallation! Prüfung möglich?

Hallo!

Als Mieter in einer Neubauwohnung (ca. 1 Jahr alt) erlebe ich folgendes Phänomen:

  • Sämtliche Glühbirnen sind schon ein-, manche zweimal durchgebrannt
  • Ein Trafo einer (relativ) teuren Wohnzimmerlampe ist durchgebrannt
  • Ein NTBA (vom DSL) hat eine Spannungsspitze erlebt und ist durchgebrannt
  • Eine Steckdose ist beim rausziehen des Steckers mit einem Schlag „explodiert“ und hat einen schwarzen Streifen am Putz und rausgeflogene Sicherungen hinterlassen

Kann es sein, dass die Elektroinstallation in der Wohnung verpfuscht worden ist? Oder habe ich nur Montagsgeräte gekauft? In den anderen Wohnungen sind solche Phänomene noch nicht aufgetreten, jedoch im Treppenhaus, wo nahezu 1x in der Woche eine Birne ausfällt.

Wie kann man hier die Fehlersuche angehen? Einen Sachverständigen von der Kammer kommen lassen? Wer muss bei positiven Fehlerbefund die Kosten hierfür übernehmen? Gibt es sonst noch Fehlermöglichkeiten?

Gruß
Falke

Kann es sein, dass die Elektroinstallation in der Wohnung
verpfuscht worden ist? Oder habe ich nur Montagsgeräte
gekauft? In den anderen Wohnungen sind solche Phänomene noch
nicht aufgetreten, jedoch im Treppenhaus, wo nahezu 1x in der
Woche eine Birne ausfällt.

Möglich ja.

Wie kann man hier die Fehlersuche angehen? Einen
Sachverständigen von der Kammer kommen lassen?

Nein, hol Dir einen Elektrikermeister. Der hat die entsprechenden Meßgeräte um das schnell prüfen zu können und kann einen möglichen Fehler unter Umständen auch gleich beheben.

Wer muss bei
positiven Fehlerbefund die Kosten hierfür übernehmen?

Kommt darauf an ob der Fehler erst später entstanden ist, dann käme der Hausbesitzer, sprich Vermieter, in Betracht. Wenn ein Fehler schon seit der Installation besteht natürlich der Elektriker der es damals gemacht hat. Es können natürlich auch Spannungsschwankungen im Netz vorhanden sein.

Gibt es
sonst noch Fehlermöglichkeiten?

Hattet Ihr vielleicht Unwetter in den letzten Tagen und wohnst noch dazu etwas am Lande? Da sind wetterbedingte Spannungsspitzen schnell vorhanden. Der Schaden am NTBA spricht jedenfalls dafür.

Gruß, Edison

Hi,

  • Ein NTBA (vom DSL) hat eine Spannungsspitze erlebt und ist
    durchgebrannt

ist der am Stromnetz überhaupt angeschlossen? Das ist meistens nicht nötig, auch wenn dieser einen 230V-Anschluß hat.

Wie ergeht es eigentlich deinen Nachbarn? Ähnlich?
Grüße,
J~

  • Sämtliche Glühbirnen sind schon ein-, manche zweimal
    durchgebrannt

Fast immer auf Baumarkt Qualität zurückzuführen bzw. auf thermische Probleme wegen zu eng komstruierter Leuchten.

  • Ein Trafo einer (relativ) teuren Wohnzimmerlampe ist
    durchgebrannt

Tja, Trafos, insbesondere preiswerte elektronische, halten nicht ewig.

  • Ein NTBA (vom DSL) hat eine Spannungsspitze erlebt und ist
    durchgebrannt

Ein NTBA gehört fast nie ans 230V Netz angeschlossen.

  • Eine Steckdose ist beim rausziehen des Steckers mit einem
    Schlag „explodiert“ und hat einen schwarzen Streifen am Putz
    und rausgeflogene Sicherungen hinterlassen

Hier könnten sowohl Steckdose als auch Stecker als auch Fehlbedienung die Ursache sein (Ziehen unter Last ist unschön).

Kann es sein, dass die Elektroinstallation in der Wohnung
verpfuscht worden ist?

Eigentlich nicht. Durch falsche Installation wären bis zu 400V statt 230V denkbar, Stichwort: Neutralleiter unterbrochen im Drehstromnetz.
Aber dann würde mehr passieren. Dann wären nämlich regelmäßig Receiver, Fernseher usw. im A…

Oder habe ich nur Montagsgeräte
gekauft?

Marken-Glühlampen kaufen.

Wie kann man hier die Fehlersuche angehen?

Lass doch mal einen sogenannten E-Check machen.

Hi!

Hattet Ihr vielleicht Unwetter in den letzten Tagen und wohnst
noch dazu etwas am Lande? Da sind wetterbedingte
Spannungsspitzen schnell vorhanden. Der Schaden am NTBA
spricht jedenfalls dafür.

Mit „Land“ liegst du richtig, Unwetter passt leider nicht! :wink:

Gruß
Falke

Hi!

Wie ergeht es eigentlich deinen Nachbarn? Ähnlich?

Leider haben diese nicht solche Probleme. Nur im Treppenhaus fliegen fast schon 1x pro Woche mind. 1 Birne raus.

Gruß
Falke

Hi!

  • Ein Trafo einer (relativ) teuren Wohnzimmerlampe ist
    durchgebrannt

Tja, Trafos, insbesondere preiswerte elektronische, halten
nicht ewig.

Keine Ahnung ob der Trafo preiswert war. Die Lampe im ganzen lag so bei 400 Euro und war ca. 4 Monate alt.

  • Ein NTBA (vom DSL) hat eine Spannungsspitze erlebt und ist
    durchgebrannt

Ein NTBA gehört fast nie ans 230V Netz angeschlossen.

Oder ein anderes Teil vom Telekom DSL-Kabelsalat. Das System ist aber schon mind. 5 Jahre alt. Die heutigen Varianten haben zumeist mehrere Teile integriert.

  • Eine Steckdose ist beim rausziehen des Steckers mit einem
    Schlag „explodiert“ und hat einen schwarzen Streifen am Putz
    und rausgeflogene Sicherungen hinterlassen

Hier könnten sowohl Steckdose als auch Stecker als auch
Fehlbedienung die Ursache sein (Ziehen unter Last ist
unschön).

Kann es sein, dass die Elektroinstallation in der Wohnung
verpfuscht worden ist?

Eigentlich nicht. Durch falsche Installation wären bis zu 400V
statt 230V denkbar, Stichwort: Neutralleiter unterbrochen im
Drehstromnetz.
Aber dann würde mehr passieren. Dann wären nämlich regelmäßig
Receiver, Fernseher usw. im A…

OK

Marken-Glühlampen kaufen.

Kann ja mal testen.

Lass doch mal einen sogenannten E-Check machen.

Werd’ mich mal erkundigen.

Danke und Gruß
Falke

Das System ist aber schon mind. 5 Jahre alt. Die heutigen Varianten :haben zumeist mehrere Teile integriert.

Da würde ich sagen ist die NTBA an Altersschwäche gestorben!

HC

Moin,

  • Ein NTBA (vom DSL) hat eine Spannungsspitze erlebt und ist
    durchgebrannt

Ein NTBA gehört fast nie ans 230V Netz angeschlossen.

Hast Du wohl mit dem Splitter verwechselt.
> Zitat

Hi!

Da würde ich sagen ist die NTBA an Altersschwäche gestorben!

Kann natürlich sein.

Gruß
Falke

Ein NTBA gehört fast nie ans 230V Netz angeschlossen.

Hast Du wohl mit dem Splitter verwechselt.

Nein.

> Zitat

Hallo Falke,

Die Sache mit dem „Stecker ziehen“ bereitet mit große Sorge.
In meiner Laufbahn habe ich so etwas noch nie erlebt!
Zu meiner Person: 1972 Ausbildung Elektroinstallateur, 1981 Elektromeister, eigener Betrieb.
Nebenbei bin ich Vermieter von 31 Wohnungen.
Zunächst solltest Du den Vermieter sofort ansprechen. Meiner Meinung nach isr GEFAHR in Vezug.
Bei solch´"komischen" Fänomenen sollte der so genannte PEN oder PE untersucht werden.
Mein Rat: „SOFORT HANDELN“
´

  • Volker -

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

es sieht fast so aus als ob 2 Phasen an der Steckdose anliegen (380V)
Unbedingt den Rat von Volker folgen und sofort einen Elektriker ordern.
Er kann mit einigen Messungen den Zustand der Installation überprüfen.

nicki

Neutralleiterbruch? Resonanz von einer nahen defekten Kompensationsanlage? Überkompensation von Leuchtstofflampen oder Maschinen? Das sind allerdings nur Ansätze, denen der erfahrene Elektriker nachgehen kann.

Die Sache mit dem „Stecker ziehen“ bereitet mit große Sorge.
In meiner Laufbahn habe ich so etwas noch nie erlebt!

Das tritt auf, wenn die Befestigungskralle den Außenleiter erwischt hat. Dann berühren sich beim Herausziehen der PE-Kontaktbügel und das - an sich potentialfreie - „Gehäuse“ der Schukosteckdose. BUMM.
Das müsste dann aber reproduzierbar geschehen.

Bei solch´"komischen" Phänomenen sollte der so genannte PEN
oder PE untersucht werden.

Häufiges Glühlampensterben?
Liegt nach meiner Erfahrung fast immer an zu billigen Lampen oder zu engen Leuchten.

Dass ein Trafo einer Leuchte sein Leben aushaucht, ist auch nichts ungewöhnliches.

Wenn da was an der UV mit losem N oder PEN wäre, sollten einige Geräte mehr defekt sein.
Er hat ja sicher auch eine Hifianlage, TV, VCR und Co. in der Wohnung.