Nachdem hier ja schon so kräftig über die falsche Verwendung von Zeitwörtern diskutiert wurde, möchte ich hier auch einmal etwas loswerden, was mich schon längere Zeit ärgert, und zwar die falsche Verwendung des Wortes „weil“.
Weil ist ja, wie wir alle aus unserer Schulzeit vielleicht noch wissen, ein Bindewort, das einen untergeordneten Nebensatz einleitet, bei dem die Personalform an letzter Stelle steht.
Beispiel: Mir ist kalt, weil ich nackt im Regen stehe.
Heute wird dieses „weil“ aber immer öfter im Sinne von „denn“ (also nebengeordnet) verwendet:
Mir ist kalt, weil ich stehe nackt im Regen.
Das ist meiner Meinung nach aber falsch, wird aber leider immer häufiger so gebraucht, weil wir es immer öfter hören (sogar in Werbejingels wird es auch schon so verwendet).
Was meint ihr dazu?
Martina
Liebe Martina,
Du hast wohl voellig recht. „weil“ leitet Nebesaetze ein, „denn“ Hauptsaetze.
Ein analoges Beispiel ist die Unfaehigkeit vieler Leute, „obwohl“ und „trotzdem“ richtig zu verwenden.
Gruesse,
Vlado
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Unfaehigkeit vieler Leute
Seid doch nicht so garstig! 
Schon mal darüber nachgedacht, dass sowas regional bedingt sein könnte!?! Wenn z.B. Schwabe Klinsmann sowas wie „Das sind Gefuehle, wo man schwer beschreiben kann.“ sagt, dann quält mich das zwar auch, aber er ist nun mal nicht der einzige Schwabe, der sowas sagt.
Ähnlich verhält es sich eben auch mit dem „weil“, und solange das keiner von den entsprechenden Leuten im Schriftdeutsch als Hochsprache verkauft, sollen sie es doch ruhig sagen.
Falsch kann es nämlich gar nicht sein, wenn es sich um eine regionale sprachliche Eigenheit handelt! Und unfähig sind diese Leute schon gar nicht!
HOFee
Mein Lieblingsfehler ist immer noch die Unterscheidung von „als“ und „wie“.
Viele Leute sagen z.B. „Wie ich nach Hause kam, war es dunkel.“ Scheint aber auch eine regionale Eigenart zu sein. 
Gruß
Marcus
Mein Lieblingsfehler ist immer noch die
Unterscheidung von „als“ und „wie“.
Viele Leute sagen z.B. „Wie ich nach
Hause kam, war es dunkel.“ Scheint aber
auch eine regionale Eigenart zu sein.
Naja, zumindest kann man ja versuchen, sowas immer auf die jeweilige Region zu schieben! 
Ich denke aber auch, dass das wie/als-Problem regional bedingt ist (NRW). Schön finde ich auch haben/sein: Ich bin angefangen (Westfalen).
HOFee
Hach, und dann das Ruhrpottgerundium:
(Er ist sich Sorgen am Machen) von dem zumindest die Phrase „Da ist die Kacke am Dampfen“ inzwischen republikweit Verwendung findet.
Und dann der schwäbisch-bayerische Wust von Modalverb-Infinitiven: Er hat nicht dürfen Spielen, denn er hat noch müssen helfen Abwaschen.
Schööööön.
Hömma Barbara
bisse gez den Ruhrpott am verunglimpfen?
Läufsse bei mir aber vor ne zue Tür *g*, weil ich bin da ein Fan von.
)
Rainer
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Von wegen „als“ und „wie“:
War das nicht unser aller Kanzler Helmut Kohleone,
der von dem türkischen Ministerpräsidenten Mesut Yilmaz sagte:
„Der Kerl spricht besser deutsch wie ich!“
*lach* Fred Feuerstein ist schuld!!!
Guten Morgen,
Martina, Du hast wirklich recht. Ich muß immer grinsen wenn ich dieses „weil“ höre. Fred Feuerstein ist schuld!
Kennst Du diese Zeichentrickserie.
Er verwendet immer „weil“ statt „denn“!
Mir ist kalt, weil ich stehe nackt im
Regen.
Das könnte Originalton von F. Feuerstein sein *grins*. Wir leben wohl in der Feuerstein-Generation
.
Liebe Grüße von Natalia
Hömma Barbara
bisse gez den Ruhrpott am verunglimpfen?
Läufsse bei mir aber vor ne zue Tür *g*,
weil ich bin da ein Fan von.
)
Rainer
Ey Rainer,
datt hasse gezz abber schön gesacht. Ein Hoch auf datt Bochumer Platt un wie se alle heißen!
Kubi
problem schon lange
habe mal in einem aufsatz von 1840 gelesen, dass ein sprachwissenschaftler damals schon den verfall von „weil“ als subjunktor (so nennt das der sprachwissenschaftler) verurteilte. fred feuerstein scheint entlastet.
fred
feuerstein scheint entlastet.
da hat Fred aber noch einmal Glück gehabt!
*lach*
liebe Grüße von
Natalia