vor Monaten, eventuell sogar vor Jahren, habe ich einen weichen
„Knubbel“ an meinem Hoden entdeckt und bin deswegen zum Arzt
gegangen. Erst wollte ich zu meinem Hausarzt gehen, bevor ich dann
einen Urologen aufsuche.
Mein Hausarzt hat meinen Hoden abgetastet und hat mir anschließend
Blut abgenommen um dieses in ein Labor zu schicken. Das Ergebnis war
negativ, also habe ich normale Werte. Ich war natürlich sehr
glücklich darüber, aber heute habe ich mich mal über den Tumormarker,
der in meinem Test benutzt wurde, informiert und habe nun bedenken
bei der für mich positiven Diagnose.
Der Tumormarker nennt sich „CEA“ bzw „CEA Eclia“. Ich habe heute im
Internet aber gelesen, dass dieser Tumormarker gar nicht beim
Verdacht auf Hodenkrebs zum Einsatz kommt. Viel mehr würden wohl die
Marker „AFP“ und „HCG“ zum Einsatz kommen.
Nun meine Frage an euch. Denkt ihr, dass mein Arzt einen Fehler
gemacht hat und ich mich umsonst gefreut haben könnte?
Ich habe schon einen Termin beim Urologen ausgemacht, aber ich wollte hier schon mal nachfragen.
Ich persönlich glaube das das Röntgen von männlichen Fortpflanzungsorganen die Patienten schädigt und nur von profitgeilen Ärzten unternommen wird, um die RöntgenAnlage zu amortisieren.
Jeder gute Arzt wird durch Ultra Schall, Gewebeproben und Abtasten
seinen Befund ermitteln.
MfG George
Die Tumormarker haben tatsächlich ein bevorzugtes Anwendungsspektrum:
CEA: Kolorektale-, Lungen- und Magenkarzinome
PLAP: Hodentumore, Seminome
AFP: Keimzelltumore
SP1, HCG: Chorion-, Embryonal- und Teratokarzinome
PAP, PSA: Prostata
In Deinem Fall also vorzugsweise SP1, HCG, AFP und PLAP.
Eine sichere Vorhersage auf welchen Marker ein Tumor besonders oder sogar übehaupt anspricht, gibt es aber nicht. CEA ist einer der allgemeinsten Marker mit dem breitesten Anwendungsspektrum.
Udo Becker
Also kann man im Grunde genommen nicht sagen, dass ein falscher Tumormarker benutzt wurde…Nur dass er nicht optimal ausgewählt wurde und ein anderer etwas Sicherer gewesen wäre bzw ist…
Hab ich das richtig verstanden?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ja, das hast Du richtig verstanden, wobei man zwei Dinge noch ergänzen
sollte:
1.) CEA ist eine Art „Unverisal-Marker“, der bei vielen Karzinomen
ansteigt. Er kann entsprechend auch bei Hodenkarzinomen
(sog. „Nicht-Seminomen“) ansteigen. Es ist aber richtig, dass
Beta-HCG und AFP einen höheren Stellenwert beim Hodenkrebs haben
und diesbezüglich „genauer“ sind.
2.) Tumormarker (mit Ausnahme vielleicht des PSA) sind eher zur
Verlaufskontrolle geeignet. Zur Primärdiagnose sind sie weniger
geeignet. Die feingewebliche Untersuchung (Histologie) durch den
Pathologen ist immer noch die wegweisende Diagnostik !
Thema verfehlt
Du hast ja recht mit dem Statement zum Röntgen, nur hat das gar keiner erwähnt!?! Kein Arzt käme auf die Idee, die Nüsse zu röntgen. Also keiner der bei Trost ist zumindest.
denke ich, anfassen sagt mehr aus (härter als die andere Seite? Unregelmäßige Oberfläche? Rasche Größenzunahme?). als alle Tumormarker der Welt. Und die restlichen Unklarheiten beseitigt ein Ultraschall vom guten Teil.