Hallo,
Bei Kauf eines PKW bin ich dreist von Privatmann betrogen worden.
Benzinverbrauch wurde mit 9-12 Litern angegeben, tatsächlicher Verbrauch — 18 - 19 — Liter !!!
Der Verbrauch stand leider nicht im Kaufvertrag, da mich vorausgehende mehrfache telefonische und schriftliche Versicherungen per mail und 2 Angebotschilder mit diesem Verbrauchsaufdruck hinter der Windschutzscheibe glauben liessen, soetwas würde kein Betrüger sich erlauben…
Da ein solcher Verbrauch wirtschaftlich für uns als kleine family nicht tragbar ist…habe ich versucht mein Verbraucherrecht geltend zu machen und wollte wandeln…
Inzwischen ist über ein halbes Jahr vergangen und es ist zu einer Gerichtverhandlung gekommen, in dem die Richterin dem Verkäufer sogar mit einem Vergleich entgegen kommen wollte, dieser jedoch ablehnte.
Nun sollte ein Gutachter den Verbrauch feststellen.
Der Gutachter sagte mir heute beim Zurückgeben des Wagen, er dürfe mir den genauen Verbrauch nicht nennen, er läge jedoch eher in Richtung der Angabe des Verkäufers!
SO… und dies KANN NICHT SEIN !!!
Meine Frau und ich sind nicht zu blöd nunmehr über Monate hinweg mehrfach unter den verschiedesten Bedingungen den Benzinverbrauch des Fahrzeugs festzustellen…
Ich bin mir 1000% sicher, dass der Wagen mind. 18L im Drittelmix Stadt/Land/Autobahn verbraucht…und das bei aller vorsichtigster Fahrweise, sodass einen die anderen Verkehrsteilnehmer schon für eine Behinderung halten…
Ich möchte den Prozess gegen einen Betrüger nicht durch ein ganz sicher falsches Gutachten verlieren.
Der Gutachter sagte mir übrigens, er hätte zur Messung lediglich eine!!! Überlandfahrt gemacht…also nicht mal einen halben Tank leergefahren und will daraus den Verbrauch errechnen…
…ich dachte immer soetwas würde in einer Werkstatt gemessen, quasi unter Laborbedingungen mit Durchfussmessung am Vergaser o.ä., dann weiss man doch zumind. was der Motor von Minimum bis Maximum braucht…
Der Gutachter erzählte mir interessanter weise er hätte auf grund einer völlig defekten Bremsanlage fast eine Unfall gehabt. Auf maine Bitte hin dies doch bitte in seinem Bericht zu schildern, meinte er dies könne er nicht machen, da es nicht Gegenstand der Sache wäre.
Der Verkäufer hatte damal gerade die angeblich so guten Bremsen des Wagens hervorgehoben…leider nur mündlich bei der Probefahrt…
Das nur nebenbei…
Ich finde es unfassbar, dass man als seit Monaten Geschädigter in solch einem eindeutigen Betrugsversuch jetzt wegen solch einem falschen Gutachten nicht recht bekommt…
Ich bitte hier um Hilfe was man in solch einem Fall tun kann…
Kann man eventl. einen Gegengutachten anfordern, oder über meine Rechtsanwältin wissen lassen, dass wir das Gutachten nicht akzeptieren können…wie macht man das ggf.
Ich frage u.a. hier in diesem Forum, da ich mich inzwischen
durch meine Rechtsanwältin nicht gut vertreten fühle. Selbst auf die Idee eventl. einmal Schadensersatzforderungen geltend zu machen musste ich sie bringen…
Ich bin ob dieser Ungerechtigkeit total verzweifelt…auch wenn es letzlich (nur) um einen Streitwert von 2500.-Euro geht und dies wohl für Rechtanwälte scheinbar kein streitwerter Betrag ist, ist dies für uns sehr erheblich…dazu kommt die Nichtnutzbarkeit des Autos(jede längere Fahrt ist zu teuer), bevor die Sache nicht entschieden ist können wir den teuren Wagen nicht abmelden, einen Neuen kaufen ist vorher auch nicht drin…eine echte Sackgasse für eine family die nicht mit dem sogn. silbernen Löffel im Mund geboren wurde…
Über Antworten und Tipps würden wir uns sehr freuen!!!
Gruss aus Ulm,
Bernd

