Falschparker immer im Recht

Nachdem ich gestern eine dieser netten RTL-Sendungen zum Thema Politessen auf Tour oder wie immer ich das nannte sah würde mich mal interessieren, warum eigentlich (fast) nie jemand Einsicht zeigt, wenn er beim Falschparken erwischt wurde.

Ich glaube nirgends wird so schnell eine Ausrede gefunden wie hier. Meist ist die Sachlage sonnenklar und jedes Parkverbot hat auch seine Berchtigung, aber keiner will zugeben , dass er nur zu faul war ein paar Meter zu laufen oder eben einfach kein Geld für’s Parkhaus bezahlen wollte.

Da brauchste nicht RTL extra einschalten. In unserer Gesellschaft
ist die narzistische Krankheit ausgebrochen und nicht zu stoppen.

Da wird gelogen, bin in die Gerichtssäle hinein, da wird dümmstes
Zeug erzählt, dass sich wirklich die Balken biegen.

Und ich kann in den Verhandlungen oft meinen Mund nicht halten
und geh solche Leute an. Regelmäßige Folge ist, dass ich vom
Vorsitzendem einen drüber bekomme : und ich solle auf sachliche
Vorträge eingehen…richtig…ääääähhhhhhh…manchmal !

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Hallöchen,

lustig. Kein Verständnis für Knöllchen habe ich, wenn ich mich auf
den Fußweg stelle um Zementsäcke auszuladen (immerhin über 600kg).
Die Politesse hatte damals nur die Meinung: „Sehen Sie dort hinten
(300m Entfernung!) den Parkplatz? Dort können Sie ausladen.“ Mir ist
fast der Kragen geplatzt! Also auf die Verhältnismäßigkeit kommt es
an.

in der Tat. Aber komischerweise will jeder nur mal eben… Da wird mal eben vor der Dönerbude in zweiter Reihe geparkt, weil sich für die 5 Minuten ja das Ticket vom Automaten nicht rechnet. Daß in minutenschnelle ein kilometerlanger Stau zusammenkommt, weil man auf einer Abbiegespur mit (zur Haputfahrtrichtung) abweichender Ampelschaltung steht, spielt da irgendwie keine Rolle.

Mal eben wird in zweiter Reihe geparkt, obwohl nur zwei Meter versetzt auf der anderen Straßenseite auch einer „nur mal eben“ in zweiter Reihe parkt und nun niemand mehr durchkommt. Da wird mal eben (oder auch ein paar Stunden lang) vor der eigenen Garageneinfahrt geparkt, obwohl niemand mehr mit einem Kinderwagen oder mit ein bißchen breiterem Gepäck mehr durchkommt.

Daß Du Deine Zementsäcke nicht 300 Meter durch die Landschaft tragen willst, ist nachvollziehbar und ich will auch nicht sagen, daß die Politesse richtig gehandelt hat, aber ein jeder täte gut daran, länger als ein paar Sekunden darüber nachzudenken, ob er denn wirklich niemanden behindert, denn such mittelbar kann man Behinderungen verursachen.

Gruß,
Christian

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… warum eigentlich (fast) nie jemand
Einsicht zeigt, wenn er beim Falschparken erwischt wurde.

Vermutlich weil wg. jedem Sch*iß Strafzettel verteilt werden. Würde sich das Ordnungsamt in meinen Stadtviertel z.B. mal um die Hundescheiße kümmern, wäre der Allgemeinheit mehr geholfen. Aber da riskiert der/die Beamte/in evtl. eine gebrochene Nase, bei dem Pack was hier rumläuft. Also ist es doch bedeutend bequemer anonym Autofahrer abzuzocken.

… dass er
nur zu faul war ein paar Meter zu laufen oder eben einfach
kein Geld für’s Parkhaus bezahlen wollte.

Mit ein „paar Metern“ ist es häufig nicht getan und Parkhäuser gibt auch nicht überall - wo lebt’s Du eigentlich ? Einen derart realitätsfremden und obrigkeitshörigen Mist habe ich lange nicht mehr gelesen.

Gruss
Enno

Genial, auf diesen Hundescheiße-Mist hab ich eigentlich gewartet. Wie wäre es, wenn sich jeder um seinen eigenen Mist kümmert?
Ich parke falsch, also leb ich mit den Konsequenzen. Ich fahr zu schnell, also bezahl ich das Ticket…
Gut, manchmal grenzt die „Verkehrsüberwachung“ schon an Abzocke, das geb ich ehrlich zu. Aber seien wir mal ganz ehrlich, die meisten sind entweder zu geizig, ein Parkticket zu ziehen oder zu faul, ein paar Meter zu laufen. Dann sind sie am Ende selbst Schuld.
Wie gesagt, ich spreche hier nicht von ALLEN und manchmal ist es wirklich sch***, irgendwo einen ansprechenden Parkplatz zu finden.

Grüßle,

Bea

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Du hast teilweise recht. Allerdings gibt es sehr wohl „vernünftige“ Leute, die durchaus einsehen, dass sie Mist gebaut haben. Nur das wird halt bei RTL & Co. nicht gezeigt, weil es halt nicht so unterhaltsam ist, wie ein ausflippender Bürger.
Klar ist es ein aufreibender Job, Gebrülle & Beleidigungen gibts am laufenden Band. Aber dann gibts auch richtig nette Menschen, mit denen es richtig Spaß macht, sich zu unterhalten.
Dass die Leute so mies drauf sind in letzter Zeit, schieb ich eher darauf, dass die Sorgen und Nöte von vielen immer größer geworden sind. Dementsprechend ist auch ein gewisses Aggressionspotenzial da. Und da ist halt eine Politesse ein prima Mittel, um den Frust abzulassen.
Naja, was solls… wir sind alle nur MENSCHEN :smile:

Hallo pixie aus DD,

Hab mal eben kurz deine Biographie gelesen, du bist nicht zufällig Politese, ooooooder? :wink: LOL

Also Pixie oder Bea ist ja scheinbar vom Fach *g*
Ich hab’s noch nie ausprobiert, aber soweit ich informiert bin kostet Parken ohne Parkschein 5.- Euro (bei unter xx Minuten, meist wird ja nicht geprüft, ob man dort schon ziemlich lange oder erst 5 Minuten ohne Parkschein steht).

Wenn ich also weiss, dass ein Parkschein 1.- Euro oder 1,50 pro Stunde kostet und ich den ganzen Tag dort parke und ich weiterhin weiss, dass nur alle 3-4 Tage dort kontroliert wird, dann ist es doch günstiger, dass ich prinzipiell ohne Parkschein parke, als mir jeden Tag ein Ticket zu kaufen. Oder? Jedenfalls kenne ich Leute, die nach diesem Motto parken.

Für alle die sich über ihre Parkmandate aufregen darf ich mal anmerken, dass wir in D noch ziemlich am unteren Ende der internationalen Skala der Parkbussen stehen. Die Schweiz oder auch die USA langen da viel kräftiger zu.

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Hi!

Hier fehlt einfach das „Leben-und-leben-lassen“ - Prinzip.Hier in München parken die Leute teilweise an Stellen, das glaubt man nur beim zweiten mal Hinsehen. Klar, dass man dafür ein Knöllchen erhält.
Allerdings sollte auch seitens des KVR eine mildere Politik angeschlagen werden bei „sanften“ Verstößen wie z.B. einer abgelaufenen Parkuhr zu Zeiten ohne Parkplatzmangel.

Generell ist die Bewertung jedoch einfach: wir alle haben in der Fahrschule die Schilder gelernt. Wer sich also über eine Parkverbotsregelung hinwegsetzt und dafür einen zettel erhält, war sich des Risikos bewusst und muss „da nun eben durch“.
Die Mär vom versteckten halteverbotsschild dürfte ein absoluter Einzelfall sein, ich persönlich jedenfalls erhalte meine Knöllchen immer völlig zu Recht und bezahle sie dann eben auch. Alle 3 Jahre einmal ist das schon o.k., obwohl ich wohl ca. 2 mal im Monat kurzzeitig falsch parke. Ist doch ein guter Schnitt.

Zum Thema Politessen/RTL: es ist unglaublich, wie sich die gefilmten Leute den Politessen gegenüber benehmen. Wer als gestandenes Mannsbild einer Dame so gegenübertritt, hat jedweden Bonus verspielt und sollte zusätzlich zum Knöllchen noche in paar hinter die Ohren bekommen.

Grüße,

Mathias

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Hm weiß gaaaaaaaa nich, wie du auf DIESE Idee kommst *grins*

Ich glaube nirgends wird so schnell eine Ausrede gefunden wie
hier. Meist ist die Sachlage sonnenklar und jedes Parkverbot
hat auch seine Berchtigung, aber keiner will zugeben , dass er
nur zu faul war ein paar Meter zu laufen oder eben einfach
kein Geld für’s Parkhaus bezahlen wollte.

Ich bin bestimmt niemand, der klare Verstöße gegen Verkehrsregeln nicht auch einsieht. Ich bin noch nie gegen irgendwelche Bescheide in Einspruch gegangen und habe trotz Rechtschutz auch mal ein Fahrverbot klaglos hingenommen.

Was Parkknöllchen betrifft grenzt die Praxis aber doch häufig an Wegelagerei. Man sollte mal die Vorschriften auf die eigentlichen Zeile prüfen. Es geht darum, den Verkehr bzw. andere Verkehrsteilnehmer nicht zu behindern, Gehwege frei zu halten, keine Ausfahrten oder Anfahrten für Rettungsdienste zu verstellen oder ähnliche Dinge.
Die Vorschriften können natürlich nicht jede konkrete Verkehrssituation berücksichtigen. Ich kann aber oft genug beobachten, wie sich da was verselbstständigt, es wird gezielt nach Situationen gesucht, in denen man nach dem Buchstaben des Gesetzes Knöllchen verteilen kann, ohen daß eine wirkliche Notwendigkeit besteht, weder wegen der Situation noch wegen reiner Ignoranz oder gar Faulheit der Parker.

erstes Beispiel: Eine normale (NEBEN!!)Straße wird durch Bauarbeiten quasi zur Einbahnstraße… man kann also nur in eine Richtung durchfahren. Trotzdem verteilen die Politessen Knöllchen, weil einige Anwohner ‚entgegen der Fahrtrichtung‘ parken. Da wurde niemand behindert oder sonstwas.

nächstes Beispiel. Es gibt hier viele Kreuzungen mit ‚schrägen Ecken‘. Da in der Wohngegend Parkplätze vor allem nachts fast gar nicht zu finden sind (es gibt keine Parkhäuser o.ä.) parken viele Fahrzeuge dann an diesen Schrägen…dabei wird nicht wirklich jemand behindert, die Sicht auf den Kreuzungsbereich kann gar nicht eingschränkt werden. Mein Tochter berichtet, daß regelmäßig Politessen morgens um sieben Uhr gezielt nach diesen ‚Nachtfalschparkern‘ fahnden um sie zu erwischen bevor die Autos dann weg sind, weil die Leute damit zur Arbeit fahren.

An einer ähnlichen Straße wird auch die 5 m Regelung sehr merkwürdig ausgelegt und Parker, die genau bis zum Beginn so einer (in dem Fall sehr weit geschnittenen Schräge) parken gleich Knöllchen verteilt. Ich müßte hier die Kreuzung aufmalen um die absolute Unnötigkeit aus Sicht der Verkehrslage darzustellen, denn auch hier kann man die eingrenzende Straße eh erst einsehen, wenn man mindestens eine Autolänge über diesen Punkt hinaus gefahren ist.

Da kann man schon einen dicken Hals bekommen, vor allem wenn man sihet, wie die Autos nur kreisen um mit viel Glück irgendwo eine freie Parklücke zu entdecken.

Gruß Maid

Hallo,

Wie wäre es, wenn sich jeder um seinen eigenen Mist kümmert?

Schön - dann wären Ordnungsamt und Polizei wohl überflüssig *g*.

Ich parke falsch, also leb ich mit den Konsequenzen. Ich fahr
zu schnell, also bezahl ich das Ticket…

Das macht wohl fast jeder - notgedrungen. Ich kritisiere nicht die prinzipielle Verfolgung von „Falschparken“, sondern die ungleiche „Ahndung“ von Ordnungswidrigkeiten. Das ist blanke Willkür.

Gruss
Enno

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ich finde immer eine Ausrede
Ausreden dienen dazu, sich selbst, sein Gesicht zu schützen! Das ist eine Schutzreaktion, die keinen logischen Hintergrund hat!

Man kann doch um Himmelswillen diese Ausreden nicht ernst nehmen!

Auf so eine Idee würde ich nicht kommen! In anderen Situationen in denen ich eine Ausrede benutzte denke ich mir im Nachhinein immer " Mensch du depp, was haste da für ne Scheisse gelallt" …

Halb so schlimm!

Selbst in einer solchen „Überfall Situation“ eigenes Verschulden zuzugeben, bedarf meiner Meinung nicht mal den „guten Charakter“ als Grundlage, sondern ist ausschließlich ein Zeugnis einer ausgezeichneten Erziehung. In selten fällen können Blitzdenker oder eben wiederholungstäter „Haftung“ für Ihre Handlungen übernehmen, aber das ist eine kleine Ausnahme!

Ich denke 99% der Menschen haben diese Erziehung nicht, und 98% der Menschen haben einen Charakter nicht dazu!

mea culpa!

Hallo!

…das ist im Straßenverkehr immer so, dass alle anderen nicht Auto fahren können, alle anderen falsch fahren und die Polizei Vorschriften kontrolliert, die gar nicht wichtig sind (also die Vorschriften an die ich mich gerade halten muss) bzw. Vorschriften nicht kontrolliert, die ganz wichtig sind (also die Vorschriften, an die sich gerade die anderen halten müssen). Weiters sind Verkehrsvorschriften nur dazu gedacht, damit Autofahrer, die im Ortsgebiet statt 50 dann 70 fahren völlig überraschend aus heiterem Himmel eine Strafe bekommen, die dann nur der Abzockerei dient (wenn man selbst zu schnell gefahren ist, hat aber zufällig ein anderer Autofahrer sein eigenes Kind umgefahren, dann schreit man nach lebenslanger Haft für das gleiche Delikt).

Das ist also nicht unbedingt was neues: das wichtigste dabei ist, dass man bei sich selbst und bei anderen mit unterschiedlichem Maße misst (also die anderen gefährden, ich aber nicht, weil ich ein so routinierter guter Fahrer bin und dabei sogar die Physik überliste) und dass man möglichst viele Ausreden findet, warum es gerechtfertigt sein soll, die Vorschriften nicht zu beachten (irgendwie weiß man ja, dass das sachlich nicht geht). Ganz spitzenmäßig sind dann noch die drauf, die sich deswegen nicht an Vorschriften halten, weil sie besonders demokratische mündige Bürger sind.

Man möge mir hier meinen Zynismus etwas verzeihen, aber es gäbe viel weniger Unfälle, Verletzte und Verkehrstote, würden sich Autofahrer einmal endlich von solchen dummen Meldungen lösen.

Gruß
Tom

Verzeihen? Zynismus? In neun von zehn Fällen haben die Zyniker Recht…

Abgesehen davon kann ich kaum was zynisches in Deinem Beitrag entdecken. Ist doch eine realistische Einschätzung Deiner Umwelt/ Mitmenschen. Ich sehe es jedenfalls ganz genau so.

fahr vorsichtig :wink: Barbara

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