Familein-/Sorgerechtsfragen -Was kann man tuen?

Hallo,

ich schildere mal einen Fall in der Hoffnung auf viele umsetzbare Lösungen.

Sohn (3, ganztags im Kindergarten) lebt bei der Mutter (Hartz4).
Von Januar 08 bis Juli 09 fuhr der Vater 1x im Monat (er hat kein Auto und keinen Führerschein, Arbeitet als Stellvertretender Filialleiter) zu seinem Sohn, brauchte zu gegebenen Anlässen auch Geschenke mit. 3x in dieser Zeit (Wohnorte liegen 200km auseinander, auch zum Geburtstag des kleinen) war das hinfahren umsonst da niemand die Tür öffnete und nicht vorher absagte.
Seit Juli 09 wechselte die Mutter ihre Telefonnummer ohne diese bis heute mitzuteilen, es herrscht zwangsweise kein Kontakt; auch die Oma (mehr Verwante und Freunde gibt es nicht) lies sich gestern nicht telefonisch erreichen.

Aussage der „Oma“: … möchte keinen Kontakt mit dir, da du dich nicht kümmerst, nie Geschenke mitbringst und dich nicht an absprachen hälst. Kannst ihr ja einen Brief schreiben. -> Diese Aussageist nicht korreckt und widerlegbar.

Wie geht man in diesem Fall vor?
Was für Gerichtskosten entstehen?

Vielen Dank im voraus, für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung!

Hallo,

was die Oma sagt, interessiert nicht. Nicht darauf rumhacken und einfach als Geschwätz abtun. Er ist nicht verpflichtet Geschenke mitzubringen.

Der Vater hat mehrere Möglichkeiten. Die wichtigste ist, dass er über einen Anwalt den Umgang - per einstweiliger Anordnung - einklagen kann. Möglichst zeitgleich auch das Jugendamt am Wohnort des Kindes kontaktieren und um Vermittlung bitten.

Dann kann der Vater noch die sinnlos aufgebrachten Fahrtkosten bei der Mutter des Kindes einklagen. Das kann der gleiche Anwalt machen. Es gibt diverse Urteile, incl. BGH, die solche Kosten der Mutter auferlegen.

Aber Achtung: wenn er das macht, gibt es erst recht Streit mit der Mutter.

Gerichtskosten sind in einem Umgangsverfahren relativ gering, da der Streitwert nicht hoch ist. Wenn der Vater mittellos ist, bekommt er evtl. auch Prozesskostenhilfe.

Gruß
Ingrid