Hallo Experten!
Ich suche Informationen, wie eine bürgerliche Familie in Deutschland um 1815 gelebt hat, was sie beschäftigt hat. Sicherlich war sie beeinflusst von der Frz. Revolution und von NApoleons Schreckensherrschaft, begann sich mehr und mehr für Politik zu interessieren, aber gibt es Berichte darüber, Texte, die man bearbeiten kann?
Danke Coco
NApoleons Schreckensherrschaft,
Wann und wo hat denn Napoleon eine ‚Schreckensherrschaft‘ errichtet? Meinst du den Code Civil, mit dem - zum Schrecken der alten Herrschaften - in Deutschland erstmals ein freiheitliches Recht eingeführt wurde?
Gruss
Schorsch
Hallo,
das kann man ja wohl auch anders sehen.
Auf alle Fälle mußte ja Deutschland die Kriegskosten bezahlen und sich an Napoleons kriegen beteiligen. Und das führte dann doch sehr zu steigenden Steuern zu einer Verarmung der Bevölkerung.
Als zweites war Deutschland ja teilweise (im Fall des von Napoleons Bruder behrrschtem Königreich Westfalen auch dauerhaft) von Franzosen besetzt und beherrscht. Und Besatzungstruppen benahmen sich damals nicht so übermäßig gesittet, die braven Bürger hatten die ständigen Übergriffe schnell satt.
Drittns mußte Deutschland sich an der Kontinentalsperre gegen englische Waren beteiligen. Und das brachte viele Industriezweige an den Rand des Ruines, weil die Rohstoffliferanten bzw. die Absatzmärkte fehlten - die Folge war eine sehr hohe Arbeistlosigkeit.
Und nicht zuletzt: Was brachte denn Napoleon wirklich? Die Leibeigenschaft in Preußen hatte schon Friedrich der Große abgeschafft und die Schulpflicht da dessen Vater eingeführt und eine mehr oder weniger demokratische kommunale Selbstverwaltung in den Städten hat es schon seit dem Mittelalter gegeben. In Weimar wirkten längst Schiller und Goethe mit der deutschen Klassik. es gab ein relativ freuies kulturelles Leben. Friedrich der Große hatte die Pressezenzur abgeschafft - der war schon lange tot. Und Frankreich war inzwischen schon wieder ne Monarchie von Napoleons Gnaden - was also zum Teufel hatte der deutsche Bürger, was er vorher nicht hatte?
Doch höchstens Angst - weil Napoleon gnadenlos gegen alles vorging, was seine Fremdherrschaft in Frage stellte. Da rollten Köpfe - im wahrsten Sinne des Wortes.
Und am Ende war es nun einmal eine Fremdherrschaft - da beißt die MAus keinen Faden ab. Und da war dem deutschen Bürger sein deutscher Kleinfürst allemal lieber als der Kaiser der franzosen - der Fürst sprach nämlich wenigstens deutsch und unterhielt in seiner nahem residenz ein gutes Theater, das man als begildeter Bürger auch mal besuchen durfte.
Ach ja - in Tirol kämpfte Andreas Hofer mit seinen Bauern gegen die Franzosen (und wurde dann hingerichtet), in Spanien kämpften die Spanier als Partisanen erfogreich gegen Napoleons Truppen und liesen seinen bruder einfach nicht auf den Thron, von Rußland reden wir gar nicht erst und später, als Preußens König rief, kamen seinen Bürger freiwillig zu den Waffen - was denkst Du denn wieso? Weil die vom Kaiser der Fronzosen herrzlich die Schnauze voll hatten und weil sie die kostspielige verhasste Fremdherrschaft los sein wollten.
Gernot Geyer
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Hallo,
der Begriff „Fouché“ sollte doch bekannt sein.
Gruss
Rainer
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Fremdherrschaft ist immer Schreckensherrschaft.
Bei uns in der Kirche hängen immer noch die Gedenktafeln der „Bürger“, die bei uns von den Franzosen getötet wurden. Frauen und Mädchen.
mfgConrad
Fremdherrschaft - ja, aber der Begriff „Schreckensherrschaft“ ist eindeutig verfehlt. Aber letztendlich geht es in der Frage auch weniger davon, ob man diesen Begriff aus historisch-objektiver Sicht so verwenden kann, sondern darum, wie das Bürgertum diese Zeit wahrnahm. Und da kann man nicht verallgemeinern, dass alle die Herrschaft Napoleons als Unterdrückung wahrgenommen hätten. Gerade im liberalen Bürgertum und insbesondere entlang des Rheins wurden die Franzosen durchaus auch begrüßt. Dass man die Besatzungsmacht auch wieder loswerden wollte, steht dabei außer Frage, nur kann man die Einschätzung der Franzosenzeit nicht einfach eindimensional unter dem Begriff „Schreckensherrschaft“ zusammenfassen.
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Holla.
Wann und wo hat denn Napoleon eine ‚Schreckensherrschaft‘ errichtet?
Abgesehen davon, dass ein Eroberungskrieg als Dauerzustand wie unter Napoleon schon von Haus aus eine gute Definition von Schreckensherrschaft darstellt :
Napoleon haben wir z.B. den Biedermeierstil zu verdanken. So schön schnörkellos und einfach, nicht wahr? Tja - es war das Billigste, was man kriegen konnte. Napoleon und seine Besatzungstruppen plünderten nämlich die annektierten und besetzten Gebiete gnadenlos aus, u.a. weil die ständige Kriegspielerei auch damals schon nicht für umme zu haben war. Dass die Franzosen noch dazu marodierten und Standgerichte abhielten, machte sie auch nicht beliebter …
Mit der französischen Besatzung waren auch endgültig die Zeiten vorbei, in denen man vom jeweiligen Fürscht ggf. zu den Waffen gepresst und dann in dessen jeweiligem Krieg verheizt wurde. Nein, unter Napoleon musste jeder halbwegs gesunde Mann damit rechnen, in irgendeinem der Feldzüge des Korsen irgendwo auf der Welt verrecken zu dürfen. Die Grande Armée bestand keineswegs überwiegend aus Franzosen - da marschierten Polen, Österreicher, Bayern und Preußen mit : in ein Land, das sie nach allen Regeln der Kunst einen *PIEP* anging, für den Kaiser eines Landes, das sie einen *PIEP* anging. Tolle Show. Mit der Konsequenz, dass die Soldateska durch die genannten Länder aufmarschierte (alles kahlfressend, wie das bei großen Heeren zwangsläufig so ist), dann - wenn auch um etliches dezimiert - wieder zurückkam und sich sogleich mit 40000 Franzosen unter Beauharnais wieder formierte, durchaus in der Absicht, so weiterzumachen, wie man es vorher getrieben hatte. Diejenigen, die für Napoleon verreckt waren, fehlten natürlich in Landwirtschaft und Gewerbe, wodurch die Versorgungssituation endgültig katastrophal wurde.
Der Zwerg von der Insel hatte im übrigen dadurch, dass er ausgezogen war, die Idee der grande nation zu exportieren, seinen endgültigen Niedergang besiegelt: Inzwischen war der Nationalgedanke in Deutschland auf fruchtbaren Boden gestoßen und hatte die Tatsache der Fremdherrschaft sehr deutlich gemacht.
Gruß Eillicht zu Vensre
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Napoleon haben wir z.B. den Biedermeierstil zu verdanken. So
schön schnörkellos und einfach, nicht wahr? Tja - es war das
Billigste, was man kriegen konnte.
Tach Eillicht,
das ist nur unter der Voraussetzung richtig, daß es ohne Napoleon nie die Restauration gegeben hätte; für die nämlich, die Zeit von 1815 bis 1848, ist der Biedermeier-Stil charakteristisch.
Der Begriff geht zurück auf den erfundenen schwäbischen Schulmeister Gottlieb Biedermaier und seinen Freund Treuherz, die in den „Fliegenden Blättern“ irgenwann mal veröffentlicht wurden
Ich vermute, Du meinst den „Empire-Stil“. Der allerdings ist mit der Zeit Napoleons untrennbar verbunden.
Gruß - Rolf
Huhüle.
für die nämlich, die Zeit von 1815 bis 1848, ist der Biedermeier-Stil
charakteristisch.
Das weiß ich. Ich meinte, dass der Biedermeierstil deswegen aufkam, weil die französische Besetzung sowie die Hinundherkriege an der Wende 18./19. Jh. den Lebensstandard so gedrückt hatten …
Gruß Eillicht zu Vensre
Servus Coco,
zu Deiner Frage, und unabhängig davon, ob Meter, Kilogramm, Liter und Bürgerliches Gesetzbuch böse sind oder nicht, einige Autoren (bürgerliche und andere), die Autobiographisches zum fraglichen Zeitraum geschrieben haben:
Joachim Nettelbeck, „Des Seefahrers und aufrechten Bürgers Joachim Nettelbeck wundersame Lebensgeschichte von ihm selber erzählt“
J.W. von Goethe, „Dichtung und Wahrheit“
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, „Aus meinem Leben“
Friedrich Christian Laukhard, „Magister F. Ch. Laukhards Leben und Schicksale von ihm selbst geschrieben“
Carl Friedrich Zelter, „Darstellung seines Lebens nach den Handschriften“
Johann Christoph Sachse, „Der deutsche Gil oder Leben, Wanderungen und Schicksale eines Thüringers“
Johann Gottfried Seume, „Prosaschriften“, Hg. von Werner Kraft
Jean Paul (al. Johann Paul Friedrich Richter), „Werke“ bd. 6, Hg. Norbert Miller, Walter Höllerer
Johanna Schopenhauer, „Jugendleben und Wanderbilder“
Ernst Moritz Arndt, „Erinnerungen aus dem äußeren Leben“, Hg. Friedrich M. Kircheisen
Karl Friedrich von Klöden, „Jugenderinnerungen“
Justinus Kerner, „Das Leben des Justinus Kerner, erzählt von ihm und seiner Tochter Marie“
Leopold von Ranke in „Die Jugend großer Deutscher, von ihnen selbst erzählt“, Hg. Rudolf Karl Goldschmidt-Jenner
Karl Immermann, „Memorabilien“
Karl von Holtei, „Vierzig Jahre“
Die Auswahl ist aus einer Insel-Anthologie „Deutsche Jugend“, auch antiquarisch kaum mehr zu kriegen, weil ein hervorragend schönes und gut erläutertes Kompilat.
Vielleicht ist etwas Brauchbares zum Weitersuchen dabei.
Schöne Grüße
MM
Hallo,
das kommt wohl sehr auf den Standtpunkt an.
Für einen Bürger Preußens, der sich ja auch als solcher fühlte, war es eindeutig eine Schreckensherrschaft, einhergehend mit einer absoluten Verarmung. Und sicher haben das auch die Sachsen so empfunden, als plötzlich dort die ganze Textilindustrie mehre oder weniger mangels Nachschub zusammenbrach.
Die Rheinländer hatten den großen Korsen ja schon eher bekommen und auch auf mehr freiwilliger Basis - die mögen das sicher anders gesehen haben zum Teil.
Inwieweit das aber auch noch dann der Fall war, als zunehmend Deutsche in Napoleons Armee gepreßt wurden und dann, als kaum einer der Eingezogenen aus Rußland wiederkam - das mag mal dahingestellt sein.
Und man darf eines nicht vergessen: Unter dem Druck Napoleons und nach gründung des Rheinbundes legte der österreichische Kaiser die deutsche Kaiserkrone nieder - Deutschland als Reich hörte auf, zu bestehen. Auch wenn dies letztlich nur noch von symbolischen Wert war, hat das gerade in dieser Phase auf die deutschen Bürger sehr demoralisierend gewirkt. Denn die begannen sich mitbdem Aufschwung der deutschen Literatur und Kunst gerade mal, sich wieder als so was wie einheitliche Deutsche zu fühlen. Da wurde die zerschlagung des alten Deutschen Bundes und die französiche Besetzung als doppelt schwer empfunden.
Gernot Geyer
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Die Erfindung des Biedermeier-Stils
Hallo,
all das, was wir über den Biedermeier zu wissen glaubten, scheint NICHT zu stimmen. Und da dies eine Ausstellung in der Wiener Albertina belegt, sollten wir uns diese Auffassung auch zu eigen machen. Selbst die FAZ vergaß vor lauter Begeisterung über die Ausstellung ihre gewohnte Zurückhaltung:
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B…
(Zusammengefasst: Biedermeier als bewusste Abkehr vom Geschnörkelten, und damit eine Art Vorläufer der Moderne.)
Deine Erklärung wäre damit ebenfalls hinfällig:
Ich meinte, dass der Biedermeierstil deswegen
aufkam, weil die französische Besetzung sowie die
Hinundherkriege an der Wende 18./19. Jh. den Lebensstandard so
gedrückt hatten …
Viele Grüße,
Andreas
der Begriff „Fouché“ sollte doch bekannt sein.
Der Begriff ist mir nicht bekannt, wohl aber ein Polizeiminister dieses Namens. Im Anschluss an ‚La Terreur‘. Auch nicht bekannt ist mir sein Einfluss auf die von Napoleon eroberten Gebiete.
Gruss
Schorsch
Und nicht zuletzt: Was brachte denn Napoleon wirklich? Die
Leibeigenschaft in Preußen hatte schon Friedrich der Große
abgeschafft und die Schulpflicht da dessen Vater eingeführt
und eine mehr oder weniger demokratische kommunale
Selbstverwaltung in den Städten hat es schon seit dem
Mittelalter gegeben. In Weimar wirkten längst Schiller und
Goethe mit der deutschen Klassik. es gab ein relativ freuies
kulturelles Leben. Friedrich der Große hatte die Pressezenzur
abgeschafft - der war schon lange tot. Und Frankreich war
inzwischen schon wieder ne Monarchie von Napoleons Gnaden -
was also zum Teufel hatte der deutsche Bürger, was er vorher
nicht hatte?
Nunja, nicht jeder Bürger. Halt - Scheisse! Auf einmal war jeder Bürger! Vorher Lehnspflichtiger, Bauer, Jude, waren sie auf einmal alle mit den gleichen Rechten ausgestattet! Der Auswurf des Volkes!
Der Bürger hatte auf einmal Rechte, er hatte Bewegungsfreiheit, er hatte einen Anspruch gegenüber dem Staat, der vorher in Person irgendeines deutschen Potentaten jederzeit alle Ansprüche gegenüber dem Pöbel hatte.
Es war auf einmal ein Staat, es war ein Bürger da. Wo vorher Grundherrschaft und Abhängigkeit galten.
Glücklicherweise hat Deutschland diese Chance (damals noch) an sich vorübergehen lassen
Schorsch
Hallo,
ich hâtte auch Name schreiben können. Auch in den von Frankreich besetzten Gebieten war der Unterdrückungsapparat auf alle gesellschaftlichen Schichten ausgerichtet.
Gruss
Rainer
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Hallo,
:
Der Bürger hatte auf einmal Rechte, er hatte
Bewegungsfreiheit, er hatte einen Anspruch gegenüber dem
Staat, der vorher in Person irgendeines deutschen Potentaten
jederzeit alle Ansprüche gegenüber dem Pöbel hatte.
Es war auf einmal ein Staat, es war ein Bürger da. Wo vorher
Grundherrschaft und Abhängigkeit galten.
Glücklicherweise hat Deutschland diese Chance (damals noch) an
sich vorübergehen lassen
Nun - es ging im Ausgangsposting ja wohl um Bürgerfamilien.
Zum anderen: Das rein theoretische Gesetz brachte erst einmal gar nichts. Und es änderte auch erst einmal absolut nichts an der Abgabenordnung zum Beispiel der Bauern - die Leibeigenschaft war ja eh schon abgeschafft. Die mußten als Pächter noch genau so ihre Pacht bezahlen und Knecht genau so löhnen wie vorher. Natürlich nur, falls sie nicht das zweifelhafte Privileg genossen, nun für Napoleon in den Krieg ziehen zu müssen - dieses Los traf ja viele.
uNd welche Ansprüche an den Staat hatte er denn? Da saß zumeist noch der gleiche Fürst auf seinem Thron wie vorher und dort wo das nicht der Fall war, da hatte Napoleopn dann halt einen hingesetzt. Da hatte sich nichts, aber auch gar nichts geändert - seine Durchlaucht war noch der gleiche absolute Herrscher wie vorher und kümmerte sich einen dreck drum, was seine Bürger wollten. Nicht einmal die Gwerbefreiheit war für die meisten von großem nutzen - sie hatten ja eh kein Startkapital.
Nur die Folgen des krieges - die hatten alle gleichermaßen. Die Toten und Verwundeten, die Einquartierungen die vergewaltigungen und Beschlagnahmungen durch die Besatzungsmacht… Lies doch mal nach, wie sich die Befreier aufführten bei ihrem Einmarsch in Weimar zum Beispiel - dagegen war die Herrschaft des Herzoges eine geregelte, humane und hüchstlegale Angelegenheit. Was die Franzosen da in wenigen Tagen zerschlugen und wegschleppten - das haben die eigenen Steuereintreiber in 10 Jahren nicht geschafft.
Was denkst Du denn, wie das Leben auf dem Lande wirklich ausah? Bildest Du Dir echt ein, da waren überall nur peitscheschwingende Rittergutsbesitzer? Dann nimm bitte zur kenntnis, daß es damals auch ne Menge Bauern gab, die auf eigener Scholle saßen und denen gar kein Gutsherr was konnte. Und auch, daß zu diesen Gutsbesitzern um 1800 auch recht gebildete und humane Leute gehörten - zum beispiel auch ein Christof Martin Wieland in Oßmannstedt.
Das Leben da mag hart gewesen sein - das ja. Aber die wenigsten Gutsbesitzer waren Sadisten von Grund auf - wenn der Laden lief, ließen die ihre Leute auch in Ruhe arbeiten. Die wollten nämlich verdienen und wußten, das verbitterte und geschlagene Leute keine Leistung bringen.
Und eins noch: Jeder Untertan in Preußen hatte das Recht, sich an den König zu wenden. Und das preußische Rechts- und Beamtenwesen galt seid Friedrich dem Großen als außerordentlich modern und auch unbestechlich. So total rechtlos war man da also bei weitem nicht - man denke nur an den lengendären Streit um die Mühle von Sannssousie.
Gernot Geyer
Danke an Euch alle!!
Coco
ich hâtte auch Name schreiben können. Auch in den von
Frankreich besetzten Gebieten war der Unterdrückungsapparat
auf alle gesellschaftlichen Schichten ausgerichtet.
Möglicherweise verwechselst du hier Fouché mit Metternich. Der ebenfalls keine Schreckensherrschaft begründet, wohl aber ein ausgefeiltes Spitzel- und Unterdrückungssystem geschaffen hat.
Metternich mag aber durchaus bei Fouché den einen oder anderen Kunstgriff gelernt haben.
Gruss
Schorsch
Hallo,
nicht zu vergessen:
Theodor Fontane - Im Sturm. Roman aus dem Winter 1812 auf 13.
„Fontanes ›Vor dem Sturm‹ entfaltet ein Panorama der märkischen Adels-, Bürger- und Bauernwelt, rückblickend in die Geschichte und vorausschauend auf die Befreiungskriege gegen Napoleon. Im Mittelpunkt steht der junge Lewin Vitzewitz, der sich in romantischen Literaturzirkeln im fernen Berlin durchaus wohl fühlt, aber von seinem draufgängerischen Vater zu den Waffen gerufen wird – gegen die rückkehrenden Franzosenheere.“
Daniel