Familienaufstellung

Guten Tag liebe Experten, mich würde interessieren was ihr von der Familienaufstellung haltet? Und ganz speziell möchte ich gern wissen ob diese Art Therapie eher bei der analytischen Therapieform anzusiedeln ist oder ist das eher eine Verhaltenstherapie, oder weder noch?

Vielen Dannk schon mal im Voraus .
Anna

Wiki hilft :wink:

http://de.wikipedia.org/wiki/Familien

Ich persöhnlich halte davon nicht viel, würde es eher als „Lotto mit der Psyche der Patienten spielen“ bezeichnen; kann helfen oder auch alles noch viel komplizierter machen. Aber das hängt wohl auch ganz stark davon ab, wie und von wem das „Rollenspiel“ inszeniert wird; wie gesagt, nur meine Meinung.

Hallo Anna
ich habe zwei mal an einer solchen Familienaufstellung teilgenommen, allerdings unter Anleitung einer erfahrenen Psychologin. Und obwohl es dabei nicht um mich ging, sondern ich nur „Aufgestellte“ war, hat es mir doch tiefe Einblicke in und ein neues Verständnis für meine eigene Familienproblematik gegeben.
Es sollten vorher genügend Gespräche stattfinden, die nicht nur die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer Familienaufstellung klären, sondern auch deine Problematik ganz deutlich machen. Und das geht meiner Meinung nach nicht in einem Wochenendseminar, an dem noch 7 weitere Personen mit dem selben Anspruch auftauchen.
Im Rahmen einer Therapie wird das anders sein. Ggf ist eine gute Nachbesprechung nötig, die so einiges aufgerütteltes wieder ins rechte Licht bringt.
Viel Erfolg
wünscht
Susanne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Anna,

…falls du die nach Bert himself meinst, würde ich so charakterisieren :
autoritär, Patriarchale Strukturen, antiemanzipatorische Werthaltungen.
nähers z.B. bei :
http://www.dgsf.org/themen/berufspolitik/hellinger.h…
oder
http://www.sgipt.org/kritik/helling/HELLINGE.PDF
Zitat: …er bietet kein Therapiekonzept, sondern eine simplifizierte
Religion, eine Droge, eine Wunderheilung und manchmal ein Wahnsystem an.

…falls du systemische Therapie meinst, „Familienskulptur“ etwa, bei
der es sich von der Grundintention her um den Versuch einer Simulation
handelt, um ein Nachstellen der Familienkonstellation mit dem Ziel der
Generierung von Hypothesen über Ätiologie und Ist-Zstand und um
therapeutische Prozesse in Gang zu bringen - bei einem guten Therapeuten

  • vielleicht.

Liebe(s) Gruess(l)e
R2D2

Hallo,

ein Blick ins Archiv dürfte auch hilfreich sein. Wenn du dort unter „Hellinger“ suchst, findest du eine ganze Reihe von Meinungen hierzu. Wenn du nicht gleich den ersten Thread wählst, sondern weiterblätterst, findest du auch meine Ansicht dazu.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Anna,

merkwürdig, dass hier x nicht dazu Stellung nimmt, aber möglicherweise ist er gerade in Urlaub :wink:.

Ich kann dir sagen, dass aus psychoanalytischer Sicht das Familienaufstellen nach Hellinger nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, und das ist noch außerordentlich vornehm ausgedrückt. Ich weiß nicht, wie das sehr positive Posting hier zustandegekommen ist, aber nach dem, was ich von Hellinger weiß und gelesen habe, handelt es sich um eine reine Anpassungstherapie (müsste man im Grunde schon in Gänsefüßchen setzen).

Auch die recht traditionellen Vorstellungen von Hellinger über Familie dienen sicher lange nicht jedem dazu (wenn überhaupt irgend einem), eine Krise zu überwinden. Ich würde von Wochenendseminaren ganz die Finger lassen und mich in gediegene Behandlung begeben, wenn ich denn eine bräuchte.

Familienaufstellung ist meiner Meinung nach also weder der Verhaltenstherapie noch der psychoanalytischen Therapie zuzuordnen.

Gruß

Hermann

@ Anna:
Hallo Anna,
dem, was Susanne geschrieben hat, kann ich mich voll und ganz anschließen.
Ich kenne Familienaufstellung aus eigener Erfahrung, und es war mit das Bemerkenswerteste und Eindringlichste, was ich jemals erlebt habe. Ich kann es dir empfehlen, jedoch nicht, ohne vorher mit einem erfahrenen Psycho-logen/therapeuten/iater darüber gesprochen zu haben (Susanne hat das sehr gut ausgedrückt).

Viele Grüße
Marlene

Hallo Anna
ich habe zwei mal an einer solchen Familienaufstellung
teilgenommen, allerdings unter Anleitung einer erfahrenen
Psychologin. Und obwohl es dabei nicht um mich ging, sondern
ich nur „Aufgestellte“ war, hat es mir doch tiefe Einblicke in
und ein neues Verständnis für meine eigene Familienproblematik
gegeben.
Es sollten vorher genügend Gespräche stattfinden, die nicht
nur die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer
Familienaufstellung klären, sondern auch deine Problematik
ganz deutlich machen. Und das geht meiner Meinung nach nicht
in einem Wochenendseminar, an dem noch 7 weitere Personen mit
dem selben Anspruch auftauchen.
Im Rahmen einer Therapie wird das anders sein. Ggf ist eine
gute Nachbesprechung nötig, die so einiges aufgerütteltes
wieder ins rechte Licht bringt.
Viel Erfolg
wünscht
Susanne