Hallo !
Ich hatte die Gelegenheit, an einem Familienaufstellungsseminar (nach Hellinger) teilzunehmen. Von den Dingen, die da vor sich gingen, war ich sehr angetan.
Es bleibt für mich immer noch ein Rätsel, wie eine Person, die mit mir gerade mal 2 min spricht, sagen kann, wo der Haken in meinem Leben ist. Alles doch nur Humbug?
Eine Gruppe (ab ca. 10 Leuten) trifft sich mit einem speziellen Psychotherapeuten, der so etwas eben anbietet, für meist ein Wochenende.
Dabei kommen die Leute, die ein Problem in ihrer Familie sehen, z.B. ich komme mit meiner Schwester nicht aus oder warum ist das Verhältnis zu meiner Mutter so kompliziert oder warum läuft meine jetzige Beziehung so und so. Der Therapeut benötigt dann nur sehr wenige Angaben und bittet Dich Deine Familie aufzustellen. Von den Anwesenden sollst Du dann Dich und meist Deine Eltern so aufstellen, wie Du das eben im Moment empfindest. Allein dabei erleben die „Mitspieler“, oft die Situation so real nach, ohne die genauen Hintergründe zu kennen, daß der Therapeut damit erkennen kann, wo die Probleme herkommen. Dabei gibt er keinen Lösungsweg vor, es bleibt jedem selbst überlassen, wie er damit umgeht.
Es hat mich jedesmal total getroffen, wenn er sagte, daß in der Familie mal eine Fehlgeburt oder Abtreibung gewesen wäre und das hat immer zugetroffen.
Hallo Helge,
Ich hatte die Gelegenheit, an einem
Familienaufstellungsseminar (nach
Hellinger) teilzunehmen. Von den Dingen,
die da vor sich gingen, war ich sehr
angetan.
Es bleibt für mich immer noch ein Rätsel,
wie eine Person, die mit mir gerade mal 2
min spricht, sagen kann, wo der Haken in
meinem Leben ist. Alles doch nur Humbug?
Ich kenne mich da zwar auch nicht aus, aber so wie du es beschreibst, denke ich, daß man da berechtigte Zweifel haben kann, ob das wirklich so funktioniert. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man in 2 min. „das Problem“ eines Menschen herausfinden kann. Ich kenne auch Leute, die behaupten sowas zu können, wenn sie sich nur das Horoskop der Betreffenden anschauen und einige der Erklärungen klingen dann auch recht plausibel - aber naja. Außerdem glaube ich, daß die Ursachen für Probleme in der Regel sehr vielschichtig sind. Schon deshalb glaube ich nicht an den „einen Haken“, der alles erklärt (z.B. Beziehungsprobleme entstehen meist nicht durch irgendein Ereignis, sondern durch viele kleine Mißverständnisse, unterschiedliche Auffassungen, Absichten, Meinungen, usw. Probleme im Job, Unzufriedenheit mit den eigenen Zukunftsaussichten etc. können sich zusätzlich negativ auswirken). Das wären dann also eher viele kleine „Häkchen“ die sich gegenseitig hochschaukeln.
Aber vielleicht fragst du mal die Experten im Psychologie-Board, die müssten sich da eigentlich auskennen.
Gruß,
Lisa