Familienbeiname ' Henker ' (Spanien ) 3. Versuch

Guten Morgen ! 1.1.2004

Ich habe diese Frage einige Tage in den Brettern „Geschichte " und
" Literatur " gehabt , aber anscheinend kann mir niemand weiterhelfen , daher die gleiche Frage im Brett " Mittelalter“ .

Wer kennt die folgende Begebenheit aus der Geschichte Spaniens:

Nach der Eroberung einer Burg ( durch die Mauren ) sollen alle Familien – Mitglieder des Burgherrn ( Familien – Name Sureda ??) mit dem Tode bestraft werden .

Lediglich ein Kind soll überleben dürfen , wenn Vater / Mutter alle anderen tötet .

Vater / Mutter übernimmt diese "Aufgabe " , tötet alle Kinder ( bis auf eines ) und sich anschließend selbst .

Seither tragen alle Nachfahren des überlebenden Kindes den Beinamen " Verdugo " ( Henker ) .

Wer kennt die tatsächlichen Umstände oder Quelle dieser Begebenheit ??

Wer kennt Don Paco Quintana ,den angeblichen Erzähler / Erfinder dieser Geschichte ?

Wer weiß etwas darüber ??

P.S. Balzac hat diese Begebenheit unter dem Titel " El Verdugo " lierarisch bearbeitet , allerdings ins 19. Jahrhundert ( spanisch – englisch – französischer Krieg ) übertragen .

Gruß und ein gutes neues Jahr
Jürgen

Nach der Eroberung einer Burg ( durch die Mauren ) sollen
alle Familien – Mitglieder des Burgherrn ( Familien – Name
Sureda ??) mit dem Tode bestraft werden .

Hallo !

Die „Mauren“ waren eigentlich nicht so blutrünstig, wie man es lange geglaubt hat. Eher schon die „Einheimischen“, die sogenannten „Christen“.

Vielleicht hilft Dir das weiter. Vielleicht hat der Roman aber auch nichts mit Deinem „Verdugo“ zu tun. Vielleicht ist Deine Geschichte aber auch nur eine Geschichte.

Espronceda, José de, span. Dichter, geb. 1810 zu Almendralejo in Estremadura, gest. 23. Mai 1842, kam früh nach Madrid und entwickelte unter Listas Anleitung seine Anlagen zur Poesie. Schon als 14jähriger Knabe schrieb er politische Gedichte und war Mitglied des revolutionären Geheimbundes der Numantinos. Deshalb auf einige Zeit in ein Kloster in Guadalaxara verwiesen, begab er sich nach seiner Entlassung über Lissabon nach London und Paris, wo er in den Julitagen 1830 Anteil am Barrikadenkampf nahm und sich den französischen Neuromantikern anschloß. Infolge der Amnestie 1833 ins Vaterland zurückgekehrt, erhielt er einen Platz in der königlichen Leibgarde, ward aber wegen eines politisch-satirischen Gedichts von neuem in das Städtchen Cuellar verwiesen. Hier schrieb er den Roman »Don Sancho Saldaña, ó el Castellano del Cuellar« (Madr. 1834, 6 Bde.). Nach der Oktroyierung der Verfassung (Estatuto real) kehrte er nach Madrid zurück, ward Mitredakteur der Zeitschrift »El Siglo« (»Das Jahrhundert«), mußte jedoch wegen Beteiligung an der Revolution von 1835 und 1836 abermals flüchten. Beim Aufstand von 1840 trat er als Leutnant in die Nationalgarde und ging im Dezember 1841 als Gesandtschaftssekretär nach dem Haag, wo er starb. Die Gedichte Esproncedas, der zu den populärsten Dichtern Spaniens gehört, zeigen technische Gewandtheit und glühende Phantasie, ermangeln aber des künstlerischen Maßes. Besonders beliebt sind »El Pirata«, »El Verdugo«, »El Cosaco«, das phantastische Märchengedicht »El estudiante de Salamanca«, »El condenado á la muerte« und das berühmte Fragment »El diablo mundo« (Madr. 1841 u. Par. 1887). Eine Sammlung seiner Gedichte erschien zu Madrid 1840 u. ö., eine Gesamtausgabe seiner »Obras poeticas« zuerst in Paris 1840 u. ö.; am besten und vollständigsten von des Dichters Tochter Doña Blanca und deren Gemahl Patricio de Escosura als »Obras poeticas y escritosen prosa« (Madr. 1884). Ein nachgelassenes Werk: »Paginas olvidadas«, erschien 1874. Vgl. E. Rodrigues Solís, E., su tiempo, su vida y sus obras (Madr. 1883).

[Lexikon: Espronceda, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 100: Meyers Großes Konversations-Lexikon, S. 54070 (vgl. Meyer Bd. 6, S. 113 ff.)]

Gruß max

Hallo , Max !

Ich habe mir das Gedicht / die Ballade " El Verdugo " mal angesehen .

Darin ist zwar von Ehefrau / Söhnen etc. die Rede , soweit meine Spanisch - Kenntnis reicht , handelt es sich dabei aber mehr um eine Selbstbetrachtung des Henkers , hat also nichts mit
" meiner " Geschichte zu tun .

Trotzdem vielen Dank für den Hinweis .
Gruß
Jürgen

Guten Morgen ! 1.1.2004

Ich habe diese Frage einige Tage in den Brettern „Geschichte
" und
" Literatur " gehabt , aber anscheinend kann mir niemand
weiterhelfen , daher die gleiche Frage im Brett "
Mittelalter“ .

Wer kennt die folgende Begebenheit aus der Geschichte
Spaniens:

Nach der Eroberung einer Burg ( durch die Mauren ) sollen
alle Familien – Mitglieder des Burgherrn ( Familien – Name
Sureda ??) mit dem Tode bestraft werden .

Hi!

Nicht, daß ich jetzt die Antwort hätte (sorry), aber eine Frage, die vielleicht bei der Suche nach derselben hilft:
Woher hast du denn diese Geschichte? Soll heißen: Aus welcher Quelle stammt das? Aus einer zeitgenössischen Quelle (also Chronik z.B. aus der Zeit der Begebenheit), aus einer neuzeitlichen Legendensammlung, aus einem modernen Sachbuch…?
Mir klingt das ein bisschen nach romantischer Fabulierlust :smile: Ansonsten kannst du in einem Erzählmotiv-Lexikon nachschauen, evtl. hilft sogar ein Märchenlexikon (ist ja nicht auszuschließen, daß diese wahre Begebenheit im Laufe der Zeit zu einer märchenhaften Erzählung ausgebaut wurde). Falls du auf derartige Lexika keinen Zugriff hast, könnte ich behilflich sein, brauche dann aber ein paar mehr Informationen (vielleicht schickst du mir einfach eine Mail).

Gruß

Henriette

Hallo Jürgen,
besser spät als nie. Ich hatte mal ein ähnliches „Problem“, dabei hat mir ebay-Suche im entsprechenden Land geholfen.
Musste aber mit Händen und Füßen Englisch und Deutsch vermischen. Zum Schluss hatte ich aber Erfolg.
Viel Glück, Ines