Familienbuch digitalisieren?

Folgendes ist mir letzhin eingefallen-rein spekulatives Szenario:
die Bude brennt ab, und mit ihr verbrennen alle persönlichen Unterlagen, da es keinen feuerfesten Safe gibt. Würden aber sicherheitshalber ingescannte, auf einer griffbereiten externen Festplatte archivierte Kopien einen Sinn machen bzw. rechtlich Bestand haben?
Danke schonmals für die Antworten und eine schöne Woche noch!

Hallo,

rechtlichen Bestand nicht, aber es ist hilfreich für eine kurzfristige Neuerstellung. Für Reisende in unsichere Länder, bei denen man schnell mal auch seinen Pass loswerden kann oder andere Reiseunterlagen, gibt es Empfehlungen, die Dokumente einzuscannen und auf einer Online-Festplatte abzulegen. Dann hat man kurzfristig Zugriff darauf. Es gibt da mW sogar einen kommerziellen Anbieter, der dann nach Anruf Kopien dieser Unterlagen in die ganze Welt schickt (Kurier, per Fax oder wie auch immer). Damit man in seiner Botschaft schnelle Hilfe bekommt.

Dasselbe wird übrigens auch für Hausratversicherungen geraten, denn es kann ja sein, dass alle Kaufbelege von Möbeln und Klamotten verbrannt sind und dann nur geschätzt werden kann.

Grüße
EK

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Hallo, im Familienbuch sind eh nur quasi Abschriften, die Originale liegen beim jeweiligen Standesamt. Aber für jede Urkunde müsste man dann zu all dem Standesämtern, die sichda im Laufe der Zeit angesammelt haben. Das ist bei manchen Familienkonstellationen nicht grad praktisch, etwas wenn jedes der 4 kinder in einer anderen Stadt geboren wurde und die Hochzeit auf BAli war und im Wohnort von vor 12 Jahren bestätigt wurde, und die jeweiligen Heiratsurkunden der Eltern und erst recht deren geburtsurkunden, die man ja irgendwann für erbschaftssachen braucht, aus Stettin von 1944 stammen etc. Und nicht zu vergessen, wenn eines der kinder auf dem flug nach Bali geboren wurde und womöglich nur eine Längen/Breitengrad-Angabe im Ausweis hatte, wo wurde der eintrag gemacht???

Da kann so eine einfache Kopie zumindest die Wiederbeschaffung erleichtern, auch Papier-Kopien im Bankschließfach oder bei einem anderen Familienmitglied (es brennen ja nicht alle Häuser gleichzeitig ab, hoffe ich.).
Ansonsten kann man jede Urkunde beim ausstellenden Standesamt wiederbesorgen, aber wer weiß bei obiger Konstellation schon noch, wo man die Hochzeit bestätigen ließ und wo welches Kind geboren wurde (ein psychischer Schock kann da zusätzlich Erinnerungs-Hindernis sein, klar eine Mutter weiß sowas, aber was wenn die nicht ansprechbar ist oder schlimmeres…), wo die Omi gestorben ist und wo erst recht der opi geboren, etc.

Aber rechtlich haben die Dinger keine Bedeutung, da ist es hilfreich wenn alles schön in einer Stadt lag und man gleichzeitig mit der Neuausstellung der Heiratsurkunde die Todesbescheinigung für die Ehefrau (sofern sie denn mit den Papieren verbrannte) beantragen kann. Sonst muss man erst deren Gebrutsurkunde und die Heiratsurkunde aus sonstwoher besorgen und kann sie dann erst als tot melden.
Nervenaufreibend in so einer Situation…

Schöne Grüße Susanne

Gruß Susanne

Gruß Susanne