… kann es vielleicht sein, daß Deine Schwägerin Dich nicht
über Nacht mit ihrem Mann alleine lassen wollte? Dein Mann war
ja offenbar nicht zuhause und vielleicht war ihr der weitere
Bruder als „Anstandswauwau“ nicht ausreichend.
Nein. Die Brüder hatten eh keine Lust zu helfen und nahmen die
Chance, sich abzuseilen, dankbar an. Um das authentisch wirken
zu lassen, konstruierten sie eine Schuldfalle, aus der die
Schreiberin nicht so leicht herauskommt. Nun haben die
Brüder, die mit Sicherheit keine Lust zur Wochenendarbeit
hatten, ein ganzes Wochendende „Ausschlafen und Faulenzen“
gewonnen ohne sich diesbezüglich Vorwürfe eingehandelt
zu haben. Clever clever!
Ich habe dazu erwiedert dass ich das sehr nett fände, mir es
aber momentan ehr Unrecht wäre , weil ich a. nicht weiss wo
drei Leute in meiner 2 Zimmer Wohnung schlafen sollen und b.
weil ich meine Schwägerin nicht als Hilfe angesehen habe
sondern in meiner Situationo mit Schmutz und Bauschutt überall
eher als Belastung…
nun, Deine Vorgehensweise, wenn diese denn so wenig diplomatisch ausfiel wie Du schilderst, war wohl wenig zweckmässig.
Das Ende vom Lied ist nun, dass die Brüder über mich so erbost
waren, weil mein Verhalten eine Unverschämtheit sei , dass nun
gar niemand zum tapezieren angereist ist und der Dumme nun
mein Mann ist und ich
der Bösewicht…
Die, nennen wir es mal „Sozialquittung“ folgte auf dem Fusse.
Mal abgesehen davon, dass auch ich kein Grossmeister der Diplomatie bin und das geschehene erheitert nach zu vollziehen vermag, - das ging schief und zwar gründlich.
Es bleibt Dir nur
Deinen Mann wieder aufzubauen und zu stützen
Deinem Mann bei der anstehenden Arbeit nach besten Kräften zu unterstützen (mit Hand und Fuss:smile:
die ganze Geschichte ab zu haken
bei nächtem Verwandschaftskontakt Dich um Normalisierung zu bemühen.
klar hast du Recht. Aber mir klang’s im Ausgangsposting
nicht so nach jahrelangem stillem Leiden, sondern nach
noch relativ neuen Beziehungen, die noch ausgelotet werden
muessen und noch viel leichter in gute Bahnen gebracht
werden koennen.
Rays Einschaetzung finde ich hervorragend: was hat’s denn
gebracht?
Man kann noch soviel Recht haben, unterm Strich zaehlt fuer
mich in zwischenmenschlichen Beziehungen einfach: Funktioniert
der Ansatz? Ist das Endergebnis befriedigend?
Das ist nicht der Fall, wenn man sich selbst dauernd
verleugnet, um des lieben Friends Willen. Aber auch nicht,
wenn man sich mit allen ueberwirft.
„freunde kann man sich aussuchen, verwandschaft hat man“
Stimmt. Eben drum muss man mit ihnen auskommen. Vor allen
Dingen, wenn es die vom Mann sind.
hm, wirklich? Muss ich alle anderen „gleichen Blutes“ auch mögen, nur weil ich mich in einen aus der Familie verliebt habe? Auch wenn ich selber ihnen egal bin? Zumindestens nicht wichtig genug, dass sie sich klar machen, dass ich ihren Dialekt mindestens so wenig verstehe wie sie mein etwas anders gefärbtes Hochdeutsch?
Nö. Ich muss mich meinem LG oder Mann gegenüber zurückhalten, um ihn nicht zu verletzen. Ich muss vielleicht auch mal hin und wieder mich dort blicken lassen, um den Familienfrieden nicht allzu sehr zu stören. Bei mir darf sogar viel lieber jeder übernachten als mein LG das möchte.
Aber mehr auch nicht. Vielleicht meintest Du das mit Auskommen, aber im geschilderten Beispiel scheinen mir die Bedürfnisse der Fragestellerin doch vollkommen zu kurz gekommen zu sein. Und in solchen Fällen werde ich auch sehr direkt.
Ich muss mich meinem LG oder Mann gegenüber zurückhalten,
um ihn nicht zu verletzen. Ich muss vielleicht auch mal hin
und wieder mich dort blicken lassen, um den Familienfrieden
nicht allzu sehr zu stören. Bei mir darf sogar viel lieber
jeder übernachten als mein LG das möchte.
Aber mehr auch nicht. Vielleicht meintest Du das mit
Auskommen,
Das meinte ich. Ausser bei groben Verfehlungen finde ich
es nicht richtig, wenn man den Partner vor die Alternative
‚die‘ oder ‚ich‘ stellt. Was aber den Partner auch nicht
aus der Verantwortung entbindet, bei seinem Partner zu stehen
und fuer die Kommunikation zu sorgen.
aber im geschilderten Beispiel scheinen mir die
Bedürfnisse der Fragestellerin doch vollkommen zu kurz
gekommen zu sein.
Muß doch aber auch nicht sein…wer will schon von sich
behaupten, immer Recht zu haben…da kann man beim
vermeintlichen Aufrechtgehen manch zartes Blümchen zetreten.
Man verwechsle nich Rechthaberei mit konsequenter Aufrichtigkeit!
Auch wenn´s passend erscheint ist das ein gewaltiger Unterschied, gell.
Sicher…es heißt aber auch, wer das eine will, muß das andere
mögen. Allein die Fragestellung zeigt uns aber, daß es ganz so
einfach nicht ist.
Daß es nicht so einfach ist… Süß.
Hast Du die schriftliche Garantie bekommen daß alles einfach sein wird? Ich nicht. Aber ganz ganz sich triffst Du hier den Nerv des Problems und den Tred der Zeit: EINFACH soll´s sein.
Und eine geheuchelte Einfachheit wird der schwierigeren Aufrichtigkeit vorgezogen. q.e.d.