Hallo Sprachbegabte,
Schon immer hatte ich Mühe etwas auswendig zu lernen. Da gab es immer wieder Probleme, sich Namen zu merken.
Bilder konnte man besser auf der weichen „Festplatte“ einprägen.
Zu jedem Namen gehört ja auch ein Gesicht,das zugeortnet
werden muss.
Mit 73 ist der „Ofen“ in dieser Hinsicht ganz aus.
Mit der Zuwanderung von Fremdsprachigen ist die Sache noch schwieriger geworden.
Meine Frage ist nun:
Kann man diese kurligen Namen nicht übersetzen ?
Es gäbe sicher weniger Eingliederungs-Probleme, wenn „Miller“ zu „Müller“ werden.
Die mit Endungen „vic“ könnten nicht mehr so einfach, im negativen Sinn, eingestuft werden.
Es sollte doch bei der Einbürgerung möglich sein, diese zungenbrechenden Namen umzuwandeln.
ich bin eingebürgert, aber es würde mir im Traum nicht einfallen, meinen Familiennamen zu ändern.
Nur weil manche Mitbürger Probleme haben, meinen Namen korrekt auszusprechen? Never!
Beim Vornamen lass ich mir eine Kurzform gefallen, das ist aber auch schon alles.
Guten Morgen, Frühaufsteher!
Warum sollte man Miller in Müller umwandeln? Wenn ich jemandem begegne, der Georg heißt, dann sage ich nicht Georg (zwei Silben) zu ihm, sondern nur George (Englisch und nur eine Silbe). Gleiches gilt für Thomas zu Tom usw. Schließlich höre ich auch nur fremdsprachige Lieder.
Noch ein schönes Wochenende, have a nice weekend!
FJ
Nur weil manche Mitbürger Probleme haben, meinen Namen korrekt
auszusprechen? Never!
Beim Vornamen lass ich mir eine Kurzform gefallen, das ist
aber auch schon alles.
guten Morgen, Frühaufsteher!
Also neulich hatte ich einen Termin mit einem gewissen Herrn Skipper. Obwohl er Deutscher war, sprach ich ihn mit Mister Skipper an, weil sich das einfach besser anhört.
Meine Frage ist nun:
Kann man diese kurligen Namen nicht übersetzen ?
Ich heiße Rohrmoser. Ich habe ein Jahr in England gelebt. Würdest du mir bitte meinen Namen auf Englisch übersetzen, und zwar so, dass ich mich noch wiedererkenne?
Wer Schmid heißt, hat’s da wesentlich leichter. Aber würdest du dich als Senor Herrero angesprochen fühlen? Und was macht jemand, der öfter als einmal übersiedelt? Wird der dann jedesmal umbenannt?
Ich empfinde deine Idee als rücksichtslos den Betroffenen gegenüber.
ich sehe da noch ein weiteres Problem, nämlich die Namen, denen keine konkrete Bedeutung (mehr) zugeordnet werden kann. Wie übersetzt du z.B. Völler (Mister More-full?), Krohmer, Löhle, Stahnke, Lehmann …
Abgesehen davon gehen mit der Übersetzung Unterscheidungsmerkmale verloren (Schmid, Schmidt, Schmitt oder Meyer, Mayer, Maier).
Nee, ich halte das zum einen für unpraktikabel, zum anderen für eine Verarmung der gesprochenen Alltagssprache.