Hallo Freunde,
mich bewegt eine ziemlich blöde Frage. Zur Situation.
Mein Erzeuger beabsichtigt sein Haus zu verkaufen, damit er sich im betreuten Wohnen eine neue Bleibe kaufen kann (behinderten gerecht, weil man weiß ja nie was mal kommt usw.). Sein „Angespartes“ will er dafür nicht nehmen - weil man weiß ja nicht wofür mal das mal brauchen kann und mieten kommt erst garnicht in Frage.
Mein Problem ist, daß ich in einer Einliegerwohnung mit meiner Familie in besagtem Haus wohne und er nun versucht mich mit allen Mittel raus zu bekommen denn sonst wird er die Bude nicht los.
Da ich und meine Familie diese nervliche Belastung nicht länger aushalten überlegen wir auch auszuziehen. Allerdings war ich die letzten 15 Jahre davon ausgegangen, daß dieses Haus meine Altersvorsorge sein kann und habe auch jede Menge Geld und Arbeit dort reingesteckt. Was heißen soll, ein finanzielles Polster für einen Neubau oder Kauf existiert nicht. Die Verdienstverhältnisse sind auch nicht gerade ermunternd was eine Kreditanfrage anbelangt.
Jetzt meine Frage, kann ich im Falle eines Verkaufes einen Teil des Erlöses als vorgezogenes Erbe verlangen um mir eine eigene Wohnexistenz aufzubauen oder habe ich da eher schlechte Karten.
Ich weiß rausschmeißen kann er micht nicht - oder nur mit erheblichen Verlusten beim Verkauf, wenn der das Haus verkauft solange ich noch drin wohne. Aber meine Nerven sind am Ende, das mobbing ist echt heftig. Es vergeht kein Tag wo nicht irgend welche Sachen Passieren. Und ohne den Verkauf des Hauses zieht er nicht aus - eine Zwickmühle.
Vielen Dank schon jetzt für die Antworten.
Gruß Dobbs
Zur Situation.
Mein Erzeuger beabsichtigt sein Haus zu verkaufen, […]
Mein Problem ist, daß ich in einer Einliegerwohnung mit meiner
Familie in besagtem Haus wohne und er nun versucht mich mit
allen Mittel raus zu bekommen denn sonst wird er die Bude
nicht los.
Ich lese viel angestaute Aggression. Schade, dass es soweit gekommen ist
Allerdings
war ich die letzten 15 Jahre davon ausgegangen, daß dieses
Haus meine Altersvorsorge sein kann und habe auch jede Menge
Geld und Arbeit dort reingesteckt.
Aber Du hast nichts schriftliches?
Ggf. kannst Du Ersatz für diese Aufwendungen verlangen.
Jetzt meine Frage, kann ich im Falle eines Verkaufes einen
Teil des Erlöses als vorgezogenes Erbe verlangen um mir eine
eigene Wohnexistenz aufzubauen oder habe ich da eher schlechte
Karten.
Nein, Dein Vater kann mit dem Haus machen, was er will. Du musst Dich gütlich mit ihm einigen! Mal abgesehen davon, dass das wohl eh der bessere Weg ist.
Aber meine Nerven sind am Ende,
das mobbing ist echt heftig. Es vergeht kein Tag wo nicht
irgend welche Sachen Passieren. Und ohne den Verkauf des
Hauses zieht er nicht aus - eine Zwickmühle.
Versucht eine Mediation: Gerade in Familien- und Erbschaftsstreitigkeiten ist eine Mediation deutlich günstiger als ein jahrelanger Streit vor Gericht. Der Vorteil einer Mediation: da alle Parteien an einer Lösung des des Problems beteiligt sind, werden die Vereinbarungen in der Regel auch eingehalten.
Am Ende steht insbesondere bei Erbschaftsangelegenheiten meist ein notarieller Vertrag mit Rechtssicherheit für alle Seiten.
Mediatoren in Deiner Gegend, die auf eine fundierte Ausbildung verweisen können, findest Du unter http://www.bafm-mediation.de (Web-Seiten des Bundesverbandes für Familienmediation). Dort kannst Du anhand der PLZ suchen.
Also für die Aufwendungen gibt es möglicherweise Ersatz. Aber sonst können deine Eltern mit ihrem Grundstück, welches in ihrem Eigentum steht, machen was sie wollen. Sie können es verschenken, verkaufen leerstehen lassen etc. sie können dir auch verbieten es zu benutzen.
Ich würde also hier versuchen, möglichst eine einvernehmliche Lösung zu finden.