Hallo,
eine Person wird von mehreren anderen Personen beerbt und hinterlässt unter anderem Familienschmuck (einige wohl nicht sehr wertvolle Teile, aber auch sehr wenige wohl besonders wertvolle Teile) - wer hat Erfahrungen mit dieser Situation?
Die Probleme bestehen in der Aufteilung/Zuordnung und hierbei insbesondere in der Wertermittlung. Wie geht man eine solche Situation am besten an, um a) Streit zu vermeiden, b) eine gerechte Lösung zu finden, c) unnötige Kosten bei der Regelung des Ganzen zu vermeiden?
Ist es empfehlenswert, den Schmuck komplett zu einem Juwelier zu geben und schätzen zu lassen? Wenn ja, wie sucht man den passenden Juwelier aus und was darf so eine Schätzung kosten? Woran orientieren sich die Kosten? Sollte man eine Vergleichsschätzung einholen? Wem sollte man den Schmuck verkaufen, falls man ihn nicht behalten will?
Bin sehr dankbar für jeden konstruktiven Hinweis!
Hallo,
eine Person wird von mehreren anderen Personen beerbt und
hinterlässt unter anderem Familienschmuck (einige wohl nicht
sehr wertvolle Teile, aber auch sehr wenige wohl besonders
wertvolle Teile) - wer hat Erfahrungen mit dieser Situation?
Die Probleme bestehen in der Aufteilung/Zuordnung und hierbei
insbesondere in der Wertermittlung. Wie geht man eine solche
Situation am besten an, um a) Streit zu vermeiden, b) eine
gerechte Lösung zu finden, c) unnötige Kosten bei der Regelung
des Ganzen zu vermeiden?
zu a und b) den Wert ermitteln lassen, den ideellen Wert einzelner Stücke (das hat Opa mir versprochen, das hat mir immer besonders gut gefallen, …) ermitteln und dann nach dem Wert entsprechend der Erbteile so verteilen, daß jeder möglichst viel ideelen Wert bekommt.
zu c) sich selbst einigen und kein Gericht mit der Sache bemühen. Zur Wertermittlung kann man auch mal einen (spezialisierten) Pfandleiher befragen. Der nennt zwar „nur“ den Materialwert, da das seine Beleihungsgrundlage ist, aber einen Anhaltspunkt bekommt man damit schon mal.
Ist es empfehlenswert, den Schmuck komplett zu einem Juwelier
zu geben und schätzen zu lassen? Wenn ja, wie sucht man den
passenden Juwelier aus und was darf so eine Schätzung kosten?
Woran orientieren sich die Kosten? Sollte man eine
Vergleichsschätzung einholen? Wem sollte man den Schmuck
verkaufen, falls man ihn nicht behalten will?
Echter Familienschmuck sollte in der Familie bleiben - finde ich. Also erstmal bei den anderen Erben fragen. Der Wert ist ja dann bereits ermittelt.
Cu Rene
Hallo,
Die Probleme bestehen in der Aufteilung/Zuordnung und hierbei
insbesondere in der Wertermittlung. Wie geht man eine solche
Situation am besten an, um a) Streit zu vermeiden, b) eine
gerechte Lösung zu finden, c) unnötige Kosten bei der Regelung
des Ganzen zu vermeiden?
Jedes Gutachten kostet Geld, und daher sollte man versuchen ohne auszukommen. Hierzu können alle Beteiligten verdeckt pro Stück einen Materialwert benennen, und dann kann man aufdecken und sehen, wo man sich einige ist/wird und wo nicht. Die so ermittelten Werte müssen nicht objektiv richtig sein, unter den Beteiligten sind sie aber ausreichend (was nicht heißt, dass man dabei auch furchtbar daneben tippen kann, dieses Risiko muss man tragen, wenn man kein Geld ausgeben möchte). Für kritische Stücke oder für den Fall, dass man so zu keiner Einigung kommt, sollte man sich von der IHK einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen benennen lassen, denn nicht jeder der Schmuck verkauft, versteht hiervon auch etwas. Der Gang zur nächsten „Goldgrube“ mag also zwar billig, vom Ergebnis her aber genauso untauglich wie die private Einschätzung sein.
Was die Verteilung angeht, so ist diese natürlich am unproblematischsten, wenn Dinge verkauft, und dann nur Barerlöse zu verteilen sind. Bei Dinge von emotionalem Wert kommt man so aber nicht weiter. Hier bietet aber die Spieltherie einen interessanten und gerechten Ansatz. Hiernach stellt jeder dann für sich eine Rangfolge interessanter Stücke auf, und dann wird hiernach unter Berücksichtigung des objektiven Wertes reihum verteilt. Bei Patt entscheidet dann immer das LosEs gibt hierzu einige gute Onliequellen, die das Thema erläutern, dummerweise finde ich gerade nicht den passenden Bookmarkeintrag bei mir.
Gruß vom Wiz