gesucht sind für´s erste geeignete Internetseiten, antworten die folgende These unterstützen/widerlegen:
Es handelt sich um eine vierköpfige Familie (zwei Jungs 19,14) von denen der ältere seit Jahren scheinbar immer wieder schwierigkeiten bereitet (trotz Intelligenz fliegt er von der Realschule, schafft gerade so ohne rausgeschmissen zu werden die HS, in der Lehre gelingt es ihm dann durch das gezeigte Verhalten rauszufliegen, hängt seit längerem herum, die letzte arbeitsstelle die die eltern organisiert haben wird ihm nach geraumer Zeit wegen fehlen gekündigt…)
Die These ist, dass die Eltern zu mindestens 50% teil, wenn nicht sogar Ursache (durch Verhaltensweisen, innere Einstellungen) sind. Und das problem äußert sich an der schwächsten stelle des systems, hier beim ältesten Sohn, und das wenn sie (und nicht das Kind) eine Therapie beginnen dies zur Lösung beiträgt.
da mir das Problem seeehr bekannt vorkommt, einfach mal meine Überlegungen dazu.
Du sprichst hier von einem - zumindest vor dem Gesetz - jungen Erwachsenen.
Vermutlich habt ihr immer wieder versucht, ihn auf „den richtigen Weg“ zu bringen, die letzte Arbeitsstelle habt ihr ihm besorgt.
„Erwachsen werden“ ist gar nicht so einfach. Viele junge Menschen haben Angst vor der Verantwortung, die auf sie zukommt.
Das eigene elterliche Verhalten anzuschauen, ist sicher nicht falsch. Inwieweit übergebt ihr denn Eurem Sohn die Verantwortung für sein eigenes Leben?
(Muss ja nicht gleich alles auf einmal sein … aber Stück für Stück). Möglicherweise wächst er an kleinen Erfolgserlebnissen und traut sich dadurch selbst den nächsten Schritt zu. Wenn er Hilfe haben möchte, dann kann er ja auf Euch zukommen.
Mir leuchtet es nicht so ganz ein, inwieweit sich die „Null-Bock-Einstellung“ durch eine Therapie, die Ihr macht, ändern sollte, wenn Euer Sohn nicht den Wunsch hat, sein Leben langsam in die Hand zu nehmen.
Wie stellt sich denn Euer Sohn seine Zukunft vor? Habt Ihr darüber schon einmal Gespräche geführt?
danke für die Antwort - da es sich nicht um uns handelt, sondern ich in diesem Fall nur Beobachterin von außen bin, kann ich einiges nicht beantworten - die Idee mit der Therapie für die Betroffenen, wäre einen Weg zu finden damit umzugehen, das „Kind“ ganz einfach mal ganz loszulassen, egal was dann passiert - da es sie ja wohl immer wieder beschäftigt und das dürfte dann ja auch auf das „kind“ einen Einfluß haben .
Vg Miss
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Ich bin selbst Mutter von drei Kindern, der älteste wird bald mal 18 Jahre alt.
Nicht alles läßt sich systemisch erklären oder bearbeiten. Meine Erfahrung - und glaube mir die war nicht leicht - als Mutter oder Eltern hat man nicht alles in der Hand. Schon gar nicht die eigenen Kinder.
Ich habe die Ausbildung in systemischer Familientherapie gemacht, meine eigenen Dinge in Einzeltherapie und Gruppentherapie usw… und trotzdem war ich bei meinem Sohn mit dem gleichen Thema konfrontiert wie du beschrieben hast. Kinder sind eigensinnig und eigenständig - und sie spüren die Erwartungen und erfüllen sie nicht. …
Bei meinem Sohn habe ich geredet - nicht mehr geredet - und ihm Zeit gelassen seins zu machen, ich hatte Glück. Die Erwartungshaltung veranlasst viele Jugendliche eine Trotzhaltung einzunehmen und die wird durchgezogen bis zum Letzten!! Bei meinem Sohn hats 7 Monate gedauert, ich habe schon gedacht der sackt total ab.
Wenn also nicht wissentlich - systemisch ein Thema von Papa- oder Mamaseite da ist, dann ist nur Geduld gefragt.
Eine Freundin von mir mit vier Kindern einmal gesagt:" Pupertät mußt du nur aushalten… du kannst nichts mehr ändern." Vertrauen und der Glauben an die eigenen Kinder… Mit 19 Jahren ist die Pupertät noch nicht ganz vorbei denk mal zurück!
ganz liebe Grüße Mona