Familientherapie?

Hallo,

Situation:
Tochter (volljährig) und Vater haben ein ernsthaftes Problem miteinander, welches die Tochter psychisch fertig macht.
Beide wollen dieses Kommunikationsproblem mittels eines Experten aufarbeiten und beheben.

Ich denke, hier bietet sich eine Familientherapie an
Diese wird nach meinen Recherchen nicht von der Krankenkasse übernommen.

Gibt es weniger ‚teure‘ Möglichkeiten?
Die Tochter leidet sehr darunter und ist ständig depressiv. Jedoch wird ein alleiniger Besuch bei einem Psychotherapeuten nicht viel helfen, da zur Lösung auch der Vater einbezogen werden soll.

Was gibt es da für Möglichkeiten?

Gruß
Tato

Moin, Tato,

bei den Gemeinden gibt es Beratungsstellen für Ehe- und Familienprobleme. Dort könnte geprüft werden, ob direkte Hilfe möglich ist und wenn nicht, wie man das angehen kann. Am Geld dürfte es jedenfalls nicht scheitern.

Gruß Ralf

Hi Tato,

nur kurz meine Laienmeinung, weil sonst leider ja noch nicht viel da ist:

Situation:
Tochter (volljährig) und Vater haben ein ernsthaftes Problem
miteinander, welches die Tochter psychisch fertig macht.
Beide wollen dieses Kommunikationsproblem mittels eines
Experten aufarbeiten und beheben.

Ich denke, hier bietet sich eine Familientherapie an

ich vermute mal (auch mit Blick auf Deine Vika :wink:, Du meinst eine „systemische Familientherapie“.

Diese wird nach meinen Recherchen nicht von der Krankenkasse
übernommen.
Was gibt es da für Möglichkeiten?

  1. Warum muss es unbedingt eine Familientherapie sein?
    M.E. lässt sich aus einer bestimmten Problemlage/Konfliktkonstellation allein nicht unmittelbar darauf schließen, welches Therapieverfahren nun angebracht wäre;
    soll heißen: nur weil die beiden kassenzugelassenen Verfahren nicht an der Familie als System ansetzen, heißt das nicht, dass sie nicht auch hilfreich bei Familienproblemen sein können.

Wenns aber unbedingt eine Familientherapie sein soll:

  1. es gibt ja doch einige „Heilpraktiker Psych.“ oder „Psych. Berater“, die entsprechende systemische Kenntnisse haben; die Kosten dafür wären nicht so furchtbar hoch, und einen Versuch mag es allemal wert sein.

  2. es gibt auch Therapeuten, die neben ihrem kassenzugelassenen Verfahren systemische Therapie anbieten; bei denen kann man a) sicher sein, dass sie diesen systemischen Blick drauf haben, und b) hoffen/drängen/überzeugen, dass sie „unter dem Ladentisch“ diesen auch in die kassenfinanzierte Therapie einfließen lassen.

  3. wenn auf einen kassenfinanzierten Therapieplatz zu lange Wartezeit besteht, soll es m.W. im Rahmen der „Unterversorgung“ Möglichkeiten geben, bei der KK eine Kostenerstattung auch für nicht-zugelassenen Verfahren zu beantragen …

Völlig abgesehen davon ist es ja auch nicht so, dass eine stinknormale VT etwa wichtige Bezugspersonen kategorisch aus der Therapie ausschließen würde …

Viele Grüße
Franz

Hallo Franz,

  1. es gibt ja doch einige „Heilpraktiker Psych.“ oder „Psych.
    Berater“, die entsprechende systemische Kenntnisse haben; die
    Kosten dafür wären nicht so furchtbar hoch, und einen Versuch
    mag es allemal wert sein.

Sicherlich. Nur ist das für den Vater ein Problem… Diese Menschen haben nicht studiert und keinen akademischen Titel. Nene, zu solchen „Laien“ würde er nicht gehen… Ich sag da nichts zu.

Ansonsten danke für deine Anregungen.

Gruß
Tato

off topic

Sicherlich. Nur ist das für den Vater ein Problem… Diese
Menschen haben nicht studiert und keinen akademischen Titel.
Nene, zu solchen „Laien“ würde er nicht gehen… Ich sag da
nichts zu.

Ich lach’ mich kaputt, Tato - als mein Vater mal bei einer Sitzung Familientherapie für „meine“ Familie (Mann & Söhne) hinzugezogen wurde, blaffte er den 30 Jahre jüngeren Therapeuten an: „Hören Sie mal zu, junger Mann, kommen Sie mal in mein Alter, dann würden Sie verstehen, dass Sie da falsch liegen.“

*lächelnd*

Anja

Hallo,

Sicherlich. Nur ist das für den Vater ein Problem… Diese
Menschen haben nicht studiert und keinen akademischen Titel.

das kann man so nicht sagen. Es gibt beispielsweise einige Diplom-Psychologinnen und Diplom-Psychologen, die diverse Zusatzausbildungen haben und auf der Basis des Heilpraktikergesetzes psychotherapeutische Behandlung anbieten.

Grüße,

Oliver Walter

Hallo,

ok, ja das gibt es. Ich dachte nur, die Anzahl der Psychologen, die unter dem Heilpraktikergesetz arbeiten sind in der Minderheit. So genau hab ich mich damit noch nicht auseinandergesetzt.

Gruß
Tato

Hallo nochmal,

es der Tochter und dem Vater im Grunde egal, welches Therapieverfahren angewandt wird. Es soll helfen. Die Tochter möchte endlich wieder zu Ruhe kommen, die Ereignisse und Schicksalsschläge der letzten 3 Jahre verarbeiten (reicht für einen Roman…) und lernen, mit den ganzen Schicksalsschlägen und den noch kommenden Ereignissen umzugehen. Zudem soll das akute Problem mit dem Vater gelöst werden, welches ohne fremde Hilfe nicht gelöst werden kann.

Ich persönlich dachte da nur an eine Familientherapie (worunter man den passenden Therapeuten suchen könnte).
Es geht im Wesentlichen nur um die Spezialisierung, um die Auswahl an Psychologen etwas einzugrenzen. Als zweites geht es natürlich um die Finanzierung.

Gruß
Tato