Hallo Gemeinde!
Kennt hier Jemand diesen Effekt?
Ich benütze seit einem Jahr eine SONY DSC-F717 die vor Allem wegen des so hochgelobten Zeiss-Zoom-Objektivs gekauft wurde.
Bis vor kurzem benützte ich die Kamera nur in der Einstellung 1280*960px, weil ich ausschließlich Bilder fürs Internet und für eBay machte. Da erschienen mir die Bilder scharf und farbrandfrei.
Seit ich aber mit der höchsten Auflösung 2560*1920px fotografiere, fällt mir sehr unangenehm auf, dass in den Bildecken kräftige Farbränder zu sehen sind- dunkle Zweige von Bäumen gegen hellen Himmel haben deutliche Farbränder (blaugrün auf der einen Seite, gelbrot auf der anderen Seite des Zweiges).
Auch durch Abblenden (Objektiv geht von Blende 2,0 bis 8,0) ändert sich daran nichts.
Wie ich mir daraufhin ein Foto einer anderen Sony-Camera (älteres Modell mit Festbrennweite) genau angesehen habe, musste ich da AUCH solche Farbränder feststellen!
Ja gibt´s denn so was - APOchromat muss ja nicht sein, aber Achromat ist doch seit über 70 Jahren Standard!
Michael
Hallo Gemeinde!
Kennt hier Jemand diesen Effekt?
http://www.digitalkamera.de/Info/Fotolexikon/default…
http://www.digitalkamera.de/Info/Fotolexikon/default…
Wurde im gleichnamigen Forum auch schon heftig drüber diskutiert, dass dies bei den Sonys (deine und das Nachfolgemodell) besonders heftig auftreten soll.
OK, habe mir die Beschreibung des Blooming angesehen.
Das ist es definitiv NICHT, sonst würde es auch in der Bildmitte auftreten und nicht nur am Rand, außerdem sind die Farbränder eindeutig Chromatische Aberrationen.
Das wundert mich jetzt aber - Sony als Hersteller der Camera(s) mag vielleicht am Blomming schuld sein, aber die chromatischen Aberrationen sind doch vom Objektiv, und damit Sache von Zeiss/Jena!?
Das wundert mich jetzt aber - Sony als Hersteller der
Camera(s) mag vielleicht am Blomming schuld sein, aber die
chromatischen Aberrationen sind doch vom Objektiv, und damit
Sache von Zeiss/Jena!?
Soweit ich die Diskussionen dort im Forum verstanden habe, kann man als Objektivhersteller eigentlich immer nur versuchen, die CAs so gering wie möglich zu halten. Aber ganz vermeiden lässt sich das irgendwie wohl nie.
Soweit ich die Diskussionen dort im Forum verstanden habe,
kann man als Objektivhersteller eigentlich immer nur
versuchen, die CAs so gering wie möglich zu halten. Aber ganz
vermeiden lässt sich das irgendwie wohl nie.
Olaf, das betrübt mich!
Natürlich lässt sich das nie _ganz_ vermeiden.
Es muss bei der Berechnung eines Objektivs immer ein Kompromiss zwischen Lichtstärke, Schärfe, Kontrast, Verzeichnung und chromatischer Aberration getroffen werden.
Auch ist klar, dass bei einem Objektiv für Digitalcameras, die NOCH keine so hohe Auflösung bieten wie der gute alte Diafilm (insbesondere bei großen Filmformaten), keine so hohen Anforderungen an Schärfe und Kontrast gestellt werden wie bei Objektiven für Analog-Foto und Film.
Aber auf Sachen, die man sieht wie z.B. Farbränder und Verzeichnungen, müsste doch genau so Wert gelegt werden!?
Michael
Schon gut möglich, dass es Objektive gibt, die in Sachen Bildqualität absolut top sind. Allerdings wirst du die wohl in keiner „Fertigkamera“ finden, sondern musst es extra kaufen und an deine (imaginäre) Digitale Spiegelreflex „anbauen“ (wie sagt man eigentlich dazu?). Aber da dürfte dann ein simples Objektiv ohne großen Zoombereich schonmal um die 1000€ kosten. Also mehr als deine und meine Kamera (Minolte Dimage Z1) zusammen. Sind leider doch mehr, als ein paar zusammengepappte Glasscherben.
Hallo
Wie ich mir daraufhin ein Foto einer anderen Sony-Camera
(älteres Modell mit Festbrennweite) genau angesehen habe,
musste ich da AUCH solche Farbränder feststellen!
Ja gibt´s denn so was - APOchromat muss ja nicht sein, aber
Achromat ist doch seit über 70 Jahren Standard!
Also ich würde denn Fehler nicht beim Objektiv vermuten, sondern eher beim CCD Chip. Vorallem da Abblenden nix bringt. Ich kenn mich da nicht wirklich aus, aber vermute mal das bei der niedrigen Auflösung nur ein Teil des Chips genutzt wird und bei der vollen Auflösung der ganze.
Ich hab selbst bei billigen Exakta/Porst Objektiven auf Diafilm nie eine sichtbare Farbverschiebung gesehen. Die Bilder sahen nur „matschiger“ aus als mit besseren Objektiven.
Gruss Jan
Bin ich - 25 Jahre NIKON-User (F3 high-eyepoint mit Motor bis zur F601 AF, Objektive von 19mm bis 400mm, Zooms von 24-300mm) bis vor einem Jahr - verwöhnt?
Ich denke, dass eben gerade Bildfehler, die Jeder sofort sieht wie z.B. Farbränder, nicht sein dürfen.
Niedrige Auflösung trotz hoher Schärfe sieht z.B. kaum jemand sofort.
Niedriger Kontrast fällt bei automatisch belichtenden Digitalcameras auch wenigen Leuten auf.
Ungleichmäßige Farbwiedergabe (früher z.B.: „Tokina-Objektive sind gelbstichig, Nikon-Objektive blaustichig“ etc.) fällt bei Digitalcameras mit ihrem automatischen Weißabgleich nicht mehr ins Gewicht.
Aber Farbränder, mein Gott!
Wenn da einer seine Liebste mit Pfirsichhaut und Rosenteint gegen eine helle Wand fotografiert und die Dame hat dann rechts einen gelbroten Schatten und links einen blaugrünen Schatten an der Backe…
Michael
Hallo Jan,
das stimmt leider nicht ganz.
Der CCD-Chip wird bei jeder Bild-„Größe“ (Auflösung), sei es 640*480 oder 2560*1920, immer auf der ganzen Fläche ausgelesen, es werden nur bei kleineren Auflösungen die Informationen benachbarter Pixel zusammengefasst = heruntergerechnet.
Lediglich beim Digital-Zoom wird ein kleinerer Bereich des CCD-Chips in der Mitte ausgelesen und auf das volle Format mit der gewünschten Auflösung hochgerechnet.
Die Farbränder sind übrigens in der Teleeinstellung schwächer als in der Weitwinkeleinstellung.
Michael