Farbkalibrierung

Tach Community,

ich bin etwas überfordert. Ich habe einen 20 zoll monitor… einen tintenstrahler und einen scanner… und mein goettliches photoshop…

nun meine frage… wie stimme ich diese geraete aufeinander ab…
zum einen gibts da hardware, die beispielsweise auf den bildschirm gesaugt wird und die dann das klima misst… das ist allerdings sehr teuer…

aber es geht ja auch zu fusz… nur wo sind die richtwerte?
muss ich wirklich an den profilen so lange rumschrauben, bis auf meinem ausdruck die gleiche qualitaet erscheint wie auf meinem monitor? und wer garantiert mir, dass ich die perfekte monitor einstellung habe?

es gibt viele einstelllungen (innerhalb photoshops) die ich nicht verstehe…

nun meine aufgabe an die communtiy:
1.) kennt jemand eine seite , wo die sache mit der kalibrierung und der farbeinstellungen (unter beruecksichtigung meiner peripherie und software) verstaendlich erklaert wird. praktisch ein farbmanagement tutorial und danach eine schritt fuer schritt anleitung?

2.) kennt jemand „guenstige“ tools, die einem diese arbeit abnehmen?

vielen dank für eure hilfe

Grusz

PixelKoenig

Ein komplettes Farbmangement wird sich für dich zu Hause kaum bewerkstelligen
lassen (Kosten). Aber eine einfache Möglichkeit besteht darin, dass du zuerst ein
Referenz-Bild erstellst. Es sollte möglichst viele Farben und Tonwerte
beinhalten. Schau mal auf der PhotShop-Cd nach, da ist eines drauf. Dieses Bild
druckst du unbearbeitet auf deinem Drucker aus. Anhand dieses Ausdrucks
kalibrierst du deinen Bildschirm. Bei Photoshop für Mac gibt es kleines
Zusatzprogramm von Adobe Namens Gamma. Mit Gamma musst du dann deinen Monitor so
nah wie möglich an deinen Ausdruck bringen - ganz klappt das nie aber das hängt
mit dem unterschiedlichen Farbumfang der Geräte zusammen. Die ganze Geschichte
braucht ein bisschen Geduld, aber die automatische Farbkalibrierung ist eben
immer noch Utopie - ich weiß viele behaupten das Gegenteil, aber jeder hat ein
eigenes Farbempfinden und jedes Bild muss für sich betrachtet werden (z. B. Low
Keey oder high-Key-Aufnahmen, die vom Fotografen so gewollt sind). Am Scanner
würde nur Schwarz-Punkt und Weiß-Punkt setzen, den Rest kann man in PS besser
bearbeiten. Es sei denn du hast einen Scanner für 8000 Euro mit entsprechnder
Software. Abscließend: Falls du auf Dose arbeitest musst du schauen, was für ein
entsprechendes Programm zu Gamma es gibt - gibt es aber sicher eines. Evtl. gibt
es auch von deinem Monitor-Hersteller eines. Stöber mal ein bisschen im Interent.
Ich hoffe konnte die ein Wenig weiterhelfen.

Gruß Magnus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lokal schoen und gut… aber
hi magnus,

Ein komplettes Farbmangement wird sich für dich zu Hause kaum
bewerkstelligen
lassen (Kosten).

ich weiss. ich hab mal eins in meiner ex-firma durchfuehren lassen. bloederweise bin ich da krank geworden und konnte nicht dabei sein… mein chef hat geflucht, weil das sauteuer war.

Aber eine einfache Möglichkeit besteht darin,

[…]
druckst du unbearbeitet auf deinem Drucker aus. Anhand dieses

Ausdrucks
kalibrierst du deinen Bildschirm.

[…]
das mach ich gleich mal.

Bei Photoshop für Mac gibt es kleines
Zusatzprogramm von Adobe Namens Gamma.

Ich dachte gamma ist nur für den Kontrast geeignet? Helligkeit und kontrast ausgleichen. Ich arbeite zwar an einem windoof rechner… dennoch meine ich wird einem bei der installation solches angeboten.

schauen, was für ein
entsprechendes Programm zu Gamma es gibt - gibt es aber sicher
eines. Evtl. gibt
es auch von deinem Monitor-Hersteller eines. Stöber mal ein
bisschen im Interent.
Ich hoffe konnte die ein Wenig weiterhelfen.

das ist in etwa mein problem, dass ich das zeuch nicht so ganz auseinanderhalten kann. wie sich die geraete zueinander verhalten…

mein monitor bietet mir eine recht komfortable einstellungsmoeglichkeit zusammen mit dem grafikkarten treiber an.

nun… drucke ich also besagtes referenzbild…
stelle meinen monitor „nahezu perfekt“ ein…

alles wunderbar, solange diese datei meinen rechner nicht verlaesst und nur ich sie ausdrucke…

jetzt hab ich noch die moeglichkeit des farbmanagements innerhalb von photoshop. da kommt gleich das naechste problem…

ich habe mir ein auf meinen monitor abgestimmtes farbklima fuer photoshop erstellt… jetzt bekomme ich ein file von jmd. der ein standard oder einfach ein anderes farbklima verwendet.

ich werde von PS freundlich gefragt, ob ich dieses profil annehmen moechte… in der regel sage ich nein… weil sich dann doch eigentlich mein farbklima verstellt und ich diese datei niemals so sehe wie der ersteller es sieht…

andererseite… wenn ich diese datei „nur“ weiterverarbeite… und ich davon ausgehe, dass mein vorarbeiter an am drucker naeheres farbklima hat als ich… muss ich doch sein farbklima annehmen, um die datei nicht zu „versauen“…

was tun sprach der ochs…

was ist, wenn ich dateien weitergebe
oder sollte ich besser auf das Adobe PS Farbmanagement verzichten?

grusz

PixelKoenig

Zu Gamma:
Gamma entspricht der eigentlich derTonwertkorrektur im Photoshop. Du kannst für
alle drei Farben Schwarz-, Weiß-Punkt und die Mitten setzen.

zu Punkt zwei:
Das ist das allgemeine Problem von Farbmanagement. Sobald der geschlossene
Kreislauf verlassen wird - in deinem Fall dein Rechner und dein Drucker - haben
wir auch schon den Salat. Nun müsste man eigentlich hingehen und eine neue
Monitorkalibrierung nach dem Referenzdruck des Fremdruckers erstellen. Dann hast
du wieder WYSIWYG.
Auf Adobe Farbmanagement würde ich in solchen Fällen verzichten. Will sagen, Du
nimmst in PS Einstellungen vor die dem europäischen Druckstandard entsprechen.
Damit kommen alle Drucker und Druckerein zurecht. Also z. B. in PS
Voreinstellungen Farbe CMYK: GCR/Swoap Coated/max Farbauftrag 300%/Zuwachs 20%
Mit diesen Einstellungen wirst du keine Druckerei zur Weißglut bringen. Bei den
Farbeinstellungen RGB kannst du PS nur besser deinem Farbempfinden anpassen, du
veränderst damit nicht die Farbwerte des Bildes sondern nur die Darstellung auf
deinem Monitor.
Auf Druckkennlinien und Profile würde ich verzichten. Das bringt wirklich nur
eine Arbeitserleichterung, wenn du ständig mt den gleichen Druckerein zu tun
hast. Also wenn du für Druckerei A arbeitest mit deren Einstellungen für
Druckerei B entsprechend. Damit bist du in deren Farbmanagement kein
„Fremdkörper“ mehr. Das grundsätzliche Problem ist eben, dass jeder sein eigens
Farbmanagement benutzt. Es gibt hier leider keine festgelegten Normen wie z. B.
für die max. Biegung einer EU-Banane :smile:
Aber selbst wenn du mit Druckkenlinien und dergleichen arbeitest musst du dein
Monitor immer nach einem Referenzdruck kalibrieren. Füe verschieden Druckereien
notfalls mehere Monitoreinstellungen.
Das Leben ist kein Pony-Hof, aber ganz schön bunt! :smile:

Gruß Magnus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Tach auch,
sieh Dir das mal an:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/565/display/78926
oder das:
http://www.old-schulte.de/kalibrie.html
oder das:
http://www.dr-juergen-krueger.de/korrekte_farben.htm

Im übrigen nutze ich PowerStrip zur Anpassung Grafikkarte/Monitor und zur Kaibrierung.Der Gamma-Wert lässt sich sehr gut einstellen.
Shareware, Vollversion um die 30 $.
Viel Erfolg,
Joachim

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke
Hallo Magnus,

Das Leben ist kein Pony-Hof, aber ganz schön bunt! :smile:

da hast du recht…

vielen dank fuer deine erklaerungen… hat mir geholfen :smile:

Grusz

PixelKoenig

*chen fuer die antwort

Heidelberger/ADOBE
Hallöchen.

An dieser Stelle das Thema Farbmanagement zu erläutern, würde jeglichen Rahmen sprengen - selbst Profis verzweifeln (manchmal)'dran.

Wie weit bist Du denn mit Deinen Kenntnissen bezüglich Farbräumen (Z.B. Worin unterscheiden sich der RGB-, CMYK- und der Lab-Farbraum?)?
Das Wissen musst Du haben, sonst scheitern alle Erklärungsversuche.

Ich gebe Dir den Tipp, Dich auf den Seiten von Heidelberger-Druckmaschinen oder ADOBE zu tummeln. Die bieten immer einige Infos über Farbmanagement; sind dahingehend sehr engagiert.
Auf die Schnelle gebe ich Dir das hier an die Hand:

http://www.heidelberg.com/hq/ger//Services/prepress_…

Da gibt es PDFs zum Download.

Und ein Buch: Color-Management (mit ICC-Profilen in der Praxis)
von
Marco Cattarozzi
SmartBooks-Verlag
ISBN:3-908490-91-X Buch anschauen
(ca. 50 EURO)

Einer meiner Vor-Poster sagte etwas von Standardprofilen.
OK, aber wähle NIEMALS GCR (so genannter Unbunt-Aufbau; die Druckereien würden doch fluchen) oder SWOP (amerikanische Farben !!!), sondern Euroscale (europäische Farben).
Der so genannte „Arbeitsfarbraum“ ist der Zielfarbraum für PS (bezüglich CMYK, RGB und Gray). D.h., wenn Du beim Öffnen einer Datei auf „Profil zuweisen“ klickst, weil Dein eingestellter Arbeitsfarbraum in PS ein anderer ist, als der der Datei vom Vorbenutzer (Scanner, Digi-Cam, PC oder ein Operator) zugeteilt wurde, wird an Deinem Rechner erbarmungslos konvertiert. Die Farben werden also verändert und Du solltest Dich vom Hersteller der Datei nicht erwischen lassen.
Auch er wird fluchen …
Also: Farbmanagement AUS, niemals etwas zuweisen !!!
Das ist wirklich nur für Fortgeschrittene sinnvoll.

Gut ist die Methode, eine Referenzdatei auszudrucken und Deinen Monitor darauf abzustimmen - das wurde auch schon erwähnt
Stöber’ doch auch mal bei der PC-Welt; ich finde eigentlich immer irgendwas; ist auch gut geschrieben !!!

Um wirklich einzusteigen, musst Du Dir leider jede Menge Wissen aneignen.
Ich schicke Dir mal per E-Mail einen Screenshot meiner PS-Voreinstellungen, damit Du weißt, wovon ich rede.

Jetzt raucht die Birne, was ?!?!

Ahoi
Claudia