Hallo OL,
danke für die Antwort. Dass auch trotz Farbmanagement Abweichungen auftreten, leuchtet mir ein. Ich habe die Fotos nun anderswo erstellen lassen, dort hat man das AdobeRGB Farbprofil der Datei zu dem Profil der im Labor verwendeten Maschine konvertiert. Es gibt zwar Abweichungen, aber diese sind minimal (im Vergleich zum anderen Labor fast unsichtbar), und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Außerdem wurde ich auf diese kleinen Abweichungen vorher hingewiesen.
Bei dem ersten Labor wurde offensichtlich gar kein Farbmanagement angewendet. Obwohl das Ergebnis wahrlich nicht schön aussieht, wurde auch keine Rückfrage am Telefon durchgeführt und gleich die bestellten 120 Abzüge gemacht. Zu der Industriesau: ich hatte bei der Abgabe der Datei gesagt, dass ich das Bild in guter Qualität haben will und der Preis zweitrangig ist. Gerade deswegen bin ich mit meinem USB-Stick zum Labor gegangen und habe keine Internetbestellung vorgenommen. Ich denke, dass man auch bei einem Labor, das so gut wie nie etwas anders als sRGB bekommt, erwarten kann, dass sie den anderen Farbraum bemerken und notfalls eben bescheid sagen, dass sie dies nicht geeignet verarbeiten können. Beim anderen Labor ging es ja auch, anscheinend sind die Leute dort besser ausgebildet.
Heute abend wollte ich mal hingehen und einen zweiten Beschwerdeversuch unternehmen, da ich der Ansicht bin, dass das (erste) Labor einen handwerklichen Fehler gemacht hat und ich mein Geld zurückbekommen sollte. (Vorgaben zur Datei gibt es seitens des Labors soweit ich weiß keine.)
Jedenfalls wieder was dazugelernt und ein gutes Labor gefunden 
Gruß
Hendrik
Hi Hendrik,
vorab:
Profis verwenden eine hochwertigen Farbraum wie zb Adobe RGB
und binden das Profil in der Datei ein.
Amateurlabors sind auf sRGB JPG Datein eingestellt da Sie von
99,9 % der Amateure genau das bekommen.
das ist der Grund warum eine Adobe RGB Aufnahme im sRGB LAbor
ohne Farbmanagement blass wird.
Daß es Abweichungen gibt wenn im Labor Farbmanagement
angewendet wird ist eine 2te Sache und zwar:
Wenn man sich nicht im Softproof (PS) die Simulation des
Ausgabemediums am kalibrierten Bildschirm ansieht, dazu lädt
man sich das Profil (den Farbraum des Fotopapiers) ins EBV-
System,
kann und wird man natürlich Überraschungen erleben.
Erstens wenn der Ausgangsfarbraum höher ist als der
Zielfarbraum.
Zweitens bei ungeignetem oder nicht übereinstimmenden
Rendering Indent.
Abhilfe:
also wenn man im Adobe RGB bleiben will, bleibt nur der Weg
über einen hochwertigen Inkjetdruck, der den RGB Farbraum
besser darstellen kann als chemisches Fotopapier.
Billiger wirds natürlich auf Fotopapier ausbelichten zu
lassen.
Da Fotopapier nur einen geringerwertigen Farbraum (kann man
mittels Profil vom Labor, soferne verfügbargemacht, leicht im
Softproof ansehen) darstellen kann, das Labor offenbar nicht
auf auf ein hinterlegtes Profil zugreifen kann, wäre es
Sinnvoll die Datein (Kopien) nach sRgb zu konvertieren.
Dabei würde ich den Rendering Indent auf Perzeptiv (Fotos ,
Bilder) einstellen.
Was schreibt denn das Labor über die Dateivorgaben?
Tja nun zur Eigentlichen Frage
Kann man der Industriesau vorwerfen, wenn Sie im Gourmettempel
nicht schmeckt?
OL