Farbstoff, der nicht an Protein bindet

Huhu!

Ich suche einen Farbstoff, der nicht an Proteine bindet, möglichst ungiftig und auch noch billig ist.

Gibbet sowat?

(Bedingung ist eigentlich, das man ihn mit Säulenchromatographie von einem Protein trennen kann, er die Säule nicht beschädigt und schön sichtbar ist)

Viele Grüße!
Ph.

Hi Ph.,

Gibbet sowat?

ich vermute, daß er löslich sein muß.

Wenn nicht, wären (diverse) Pigmente näher anzuschauen.

Wenn sie löslich sein sollen, wäre es interessant, welche Funktionen die Proteine haben bzw. nicht haben.

Der Farbstoff sollte bei positiv geladenen Proteinen auch positiv sein und umgekehrt.

Gandalf

Hi Zauberer!

ich vermute, daß er löslich sein muß.

Ja, sonst geht er nicht durch die Säule (oder zumindest nicht unter normalen Bedingungen)

Wenn sie löslich sein sollen, wäre es interessant, welche
Funktionen die Proteine haben bzw. nicht haben.

Das ist egal - BSA (ohne Funktion) tut es auch.

Der Farbstoff sollte bei positiv geladenen Proteinen auch
positiv sein und umgekehrt.

Viele Grüße, und schon mal vielen Dank!
Ph.

Hallo Philipp,

welche Art von Säulenchromatographie solls denn sein? Davon hängt u. a. ab ob der Farbstoff in der Säule ‚kleben‘ bleibt oder nicht.

Gelfiltration ?
Ionenaustauscher + oder - ?
ect. ?

Am besten Du gibst auch das Material an mit der die Säule gefüllt ist.

Gruß
Olaf

Hallo Olaf!

Gelfiltration ?

Eine klassische NAP 10-Säule.
(Womit die gepackt ist, weiss ich aber auch nicht)

Viele Grüße!
Ph.

Hallo Philipp,

in diesem Fall währen meine Vorschläge Betanin (Rote Beete Farbstoff, 167,12 g/mol) oder Curcumin (Kurkuma, 368,39 g/mol).

Gruß
Olaf

Ich habe noch einen Namen im hintersten Hirn für einen Farbstoff, den man bei der Gel- Chromatographie eingesetzt hat, um zu sehen, ob die Säule ordnungsgemäß gepackt ist, also die aufgetragene Probe parallel wandert dh. unverzerrt. Der Farbstoff wandert wegen seines rel kleinen Molgewichts im Einschlussvolumen („Salzpeak“). Ich glaube das war Methylenblau.
Etwas ähnliches machte man auch bei der Poyacrylamid- Gelelektrophorese. Man mischte die (Protein)-Probelösung mit Saccharose zur Erhöhung des spezifischen Gewichts der Lösung und fügte etwas von dem Farbstoff bei. Der Farbstoff wanderte wegen seiner Ladung mit der Front, wenn er unten ankam schaltete man den Strom ab. Man hat so die ideale Trennungsstrecke und -Zeit erzielt,ohne befürchten zu müssen, dass Proteine unten aus dem Gel heraus gewandert waren.
Udo Becker

Dextran Blau?
Moin!

War da nicht was mit Dextran Blau?
Ich erinnere mich dunkel ans Studium… Bei der Gel-Chromatographie läuft das aber „vor“ den Proteinen im Ausschlussvolumen, da das Molekulargewicht so groß ist.
Und bei der Gel-Elektrophorese wird auch ein blauer Farbstoff verwendet. Ob das nun auch Dextran Blau war?!

Gruß
Arha

Moin Moin!
Stimmt Dextran Blau verwendet man um damit die Front bei der Gelfiltration zu markieren. Ist allerdings nicht ganz billig das Zeug. Für die Gelelektrophorese eignet es sich wohl nicht wegen der geringen Polarität. Bei der Gelelektrophorese verwendet man üblicher Weise Bromphenolblau, was sich auch gut für Phillipps Experiment eignen würde. Methylenblau wie von Udo Becker vorgeschlagen färbt Proteine und eignet sich deshalb nicht.

Gruß
Olaf

War da nicht was mit Dextran Blau?
Ich erinnere mich dunkel ans Studium… Bei der
Gel-Chromatographie läuft das aber „vor“ den Proteinen im
Ausschlussvolumen, da das Molekulargewicht so groß ist.
Und bei der Gel-Elektrophorese wird auch ein blauer Farbstoff
verwendet. Ob das nun auch Dextran Blau war?!

Leider erinnern wir uns beide nicht mehr so genau. Dextranblau ist sicher sehr hoch molekular. Bei der Gelelektrophorese meine ich aber ist dieser nicht geeignet, weil er dann ganz ganz schlecht einwandern würde, also an der Auftragsstelle hängen bliebe.
Udo Becker

Leider erinnern wir uns beide nicht mehr so genau. Dextranblau
ist sicher sehr hoch molekular. Bei der Gelelektrophorese
meine ich aber ist dieser nicht geeignet, weil er dann ganz
ganz schlecht einwandern würde, also an der Auftragsstelle
hängen bliebe.
Udo Becker

Da hasst Du sicherlich Recht
Gruß
Olaf