Farbwahl für kostengünstiges Drucken

Hallo zusammen,

wenn man Logos etc. entwerfen will, die später z.B. auf Briefköpfe gedruckt werden sollen, was ist hinsichtlich der Auswahl der Farben zu beachten? Ich habe gehört, dass man Pantone-Farben verwenden sollte. Früher war es noch so, dass der Druck umso teuerer wurde, je mehr Farben man verwendet. Ist das noch so? Sollte man sich - um Druckkosten zu sparen - auf bestimmte Farben beschränken? Welche? Oder genügt es, Farbverläufe zu vermeiden?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten!
Andreas

Hallo Andreas

das hängt vom Druckverfahren ab. Im konventionellen Offsetdruck
kostet Dich jede zusätzliche Farbe extra.

Im Digitaldruck wird normalerweise Europaskala (Cyan, Magenta, Gelb,
Schwarz) gedruckt. Da wird es teurer, wenn Du Pantone-Farben
verwendest.

Wenn z.B. eine Firma oft Farbanzeigen schaltet, ist es nicht
sinnvoll, Pantone-Farben zu wählen. Die werden im Vierfarbendruck
immer etwas verfälscht wiedergegeben und zusätzliche Schmuckfarben
kosten enorm Zuschlag.

Für eine Firma, die lediglich die üblichen Geschäftspapiere und
vielleicht noch irgendwelche Werbedrucksachen braucht, spielt es
keine Rolle, ob Du mit Pantone-Farben oder mit der Europaskala
arbeitest.

Gruss
Heinz

Hallo Andreas!

wenn man Logos etc. entwerfen will, die später z.B. auf
Briefköpfe gedruckt werden sollen, was ist hinsichtlich der
Auswahl der Farben zu beachten? Ich habe gehört, dass man
Pantone-Farben verwenden sollte. Früher war es noch so, dass
der Druck umso teuerer wurde, je mehr Farben man verwendet.
Ist das noch so?

Daran hat sich nichts geändert. Die Druckmaschine kann pro Durchlauf nur eine Farbe drucken, mehrere Farben müssen paßgenau in aufeinander folgenden Vorgängen gedruckt werden.

Beim Entwurf eines Logos sollte man darauf achten, daß auch sw-Wiedergabe immer noch ein ansehnliches Ergebnis liefert, damit nach Kopieren oder Faxen die Erkennbarkeit gegeben ist und nicht nur ein undefinierbares Etwas übermittelt wird. Ähnliche Kriterien gelten, um das Logo auf Stempeln und im Freistempler, auf Packbändern, Kartons und Typenschildern, eingeätzt auf elektrischen Leiterplatten, gesandstrahlt auf Trinkgläsern und in der Verglasung von Fenstern und Türen oder in Folie geschnitten als Beschriftung von Fahrzeugen verwenden zu können. Dafür sollte es zudem nicht zu fein strukturiert sein.

Die Verwendung eines mehrfarbigen oder regelrecht bunten Logos sollte man sich gründlich überlegen. Halte das Logo in Gestaltung und Farbgebung möglichst schlicht. Wichtig ist einprägsame Wiedererkennbarkeit.

Gruß
Wolfgang

Wenn du ganz auf Nummer sicher gehn willst entwickelst du eine schwarz/
weiss Version (für Fax, s/w Anzeigen etc.) und eine Farbversion
(jeweils cmyk u. Vollton/Sonderfarben). Bei dieser nach Möglichkeit
darauf achten, dass die verwendeten Farben sowohl in Sonderfarben
(Pantone oder HKS) als auch im cmyk-Farbsystem gedruckt werden können.
Will sagen, such dir zwei max. drei Farbtöne aus einem Sonderfarben-
Fächer aus, die sich möglichst gut auch in cmyk wiedergeben lassen.

Der Zweck von Sonderfarben war mal ursprünglich der, sehr leuchtende
Farben drucken zu können, die sich durch die cmyk-Seperation nicht
erzeugen lassen. Es gibt im web diverse Umrechnungstabellen, die dir zu
Sonderfarben den entsprechenden cmyk-Wert angeben. Hab nur gerade
keinen Link parat.

Umrechnungstabelle
Hier gibts z.B. eine HKS-CMYK Umrechnungstabelle

http://www.colormatch.de

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Hallo,

beim Logo gilt wie bei vielen anderen Sachen auch:
„Weniger ist mehr“ !

Ein Logo mit einer Farbe (max 2-3) und ohne grafischen Firlefanz
macht wegen der schon genannten Gründe viel mehr Sinn, als ein
buntes Durcheinander mit unübersichtlichen feingliedrigen Strukturen.
Ob die gewählte Farbe dann als Pantone oder RAL spezifiziert wird,
ist IMHO nicht so sehr von Bedeutung.

paar Beispiele:
Banken
http://tbn0.google.com/images?q=tbn:NorQvocFw3ahRM:h…
http://www.brandsoftheworld.com/brands/0003/9886/bra…
Automobil
http://www.hornet.wroclaw.pl/pic/logo_opel.jpg
http://www.mercedes-benz-chrysler-jeep-dodge.cz/obr/…
Software
http://www.cs.washington.edu/stoc06/images/microsoft…
http://www.eurescom.de/summit2005/logos/sap_logo.jpg
Halbleiter
http://www.nyse.com/images/press/nsm-l.gif
http://swe-richmond.org/sponsorlogos/Infineon%20Logo…
Industrie
http://www.numeca.de/referenzen/images/logos_ind/log…
http://plcopen.org/images/members-voting/sick_logo.gif

usw.

Gruß Uwi

wenn man Logos etc. entwerfen will, die später z.B. auf
Briefköpfe gedruckt werden sollen, was ist hinsichtlich der
Auswahl der Farben zu beachten? Ich habe gehört, dass man
Pantone-Farben verwenden sollte. Früher war es noch so, dass
der Druck umso teuerer wurde, je mehr Farben man verwendet.
Ist das noch so? Sollte man sich - um Druckkosten zu sparen -
auf bestimmte Farben beschränken? Welche? Oder genügt es,
Farbverläufe zu vermeiden?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten!
Andreas

Hallo,

das meiste wurde ja schon geschrieben. Wenn Du Dein Logo in Farben nach Euroskala (CMYK) anlegst, kostet Dich bei den meisten modernen Druckereien der vollfarbige Druck nicht mehr, da die modernen Maschinen meist über 4-Farbdruckwerke verfügen.

Sofern Du aber zusätzlich HKS oder Pantonefarben benötigst wird es meist teurer.
Aber wie schon gesagt, Logo möglichst ohne viel Farbschnickschnack, dafür lieber eine gute Gestaltung.

Viel Erfolg.

Frank

Hallo Frank

das meiste wurde ja schon geschrieben. Wenn Du Dein Logo in
Farben nach Euroskala (CMYK) anlegst, kostet Dich bei den
meisten modernen Druckereien der vollfarbige Druck nicht mehr,
da die modernen Maschinen meist über 4-Farbdruckwerke
verfügen.

Wir wissen nicht, was Andreas für Auflagen braucht. Was Du schreibst
mag für grössere Auflagen zutreffen. Kleinere Akzidenzdruckereien
drucken noch sehr oft mit Einfarbenmaschinen und da kostet ein
Farbwechsel für eine Pantone-Farbe ähnlich viel wie z.B. für Cyan.

Aber wie schon gesagt, Logo möglichst ohne viel
Farbschnickschnack, dafür lieber eine gute Gestaltung.

Da stimme ich Dir völlig zu.

Gruss
Heinz

Hallo Heinz,

also ich lasse für meine Kunden auch kleinere Auflagen in 4c drucken (Visitenkarten ab 500, Briefpapier ab 1000 Stck.). Selbst wenn einem diese Mengen zu groß sind - ist diese Stückzahl oft günstiger als z.B. 100 Visitenkarten 1c von örtlichen Druckereien.

Gruß
Frank