Fasadendämmung mit WDVS

Hallo,
wir haben uns ein altes Haus gekauft, wo wir jetzt neue Fenster (Kunststoff) einbauen und die Fassade mit einem WDVS-System (Styropor+Silikonputz) dämmen wollen.
Mittlerweile sind wir jedoch etwas unsicher geworden.
Liest man einige Expertenmeinungen (z.B. http://home.t-online.de/home/sieradzinski/fassade.htm), dann wird der ganze Nutzen in Frage gestellt und man kann sich auch noch Schimmelprobleme einhandeln, auch bei richtigem Lüften.
Was soll man nun glauben/machen? Wer hat selbst Erfahrungen mit so einer Dämmung?
Gruß,
Werner

Fasadendämmung mit WDVS
Hi,

du solltest unbedingt Fenster und Fassade trennen, das wird in deinem ARtickel nicht gemacht.

Es spricht gar ncihts gegen die Wanddämmung (außer es gibt bauliche besonderheiten)
Pass einfach mit Kunstoffenstern auf, das ist der Knackpunkt.

Wegen der Besonderheiten, schau dein Haus einfach noch einmal genau an und beschreibe es einem Fachman (z.B. deutsche bau beratung) und frage jemanden der dir nicht fenster oder Dämmung verkaufen will wo hier die kritischen Punkte zu suchen sind.

also Altbausanierung kann schon funktionieren. ein Neubau wird es natürlich nicht, daß kann keiner erwarten.

und vor allem Lass deine Wände auf Schimmelbildung (die zukünftigen Wände) durschrechnen. Das sollte eigentlich im Rahmen einer Wärmebedarfsberechnung geschehen (machen die aber nciht immer).

Denn wenn in deiner Wand wasser ausfällt na bravo, dann hast du es geschaft. die berechnungen sind meiner Meinung nach nicht so teuer.

Auf jeden Fall informiere dich bevor du dämmung klebst oder fenster einbaust.

Hallo Werner,

früher baute man Häuser, die in erster Linie Schutz vor dem Hineinregnen boten und ansonsten aus zugigen Konstruktionen bestanden. Wenn man so ein Haus einfach mit Isoliermaterial nachrüstet, kann man sich tatsächlich schweren Ärger einhandeln. Deshalb aber zu postulieren, Dämmung sei unsinnig, ist ebenso unsinnig.

Die Maßnahmen müssen nur richtig geplant werden. Da läßt sich nichts über den Daumen peilen. Die Aufgabe der Planung und Berechnung ist nichts für noch so erfahrene Handwerksmeister und auch nichts für Leute im Blaumann mit Zollstock. Du brauchst einen Architekten oder einen Statiker. Deren Aufgabe ist es nämlich, den WAndaufbau festzulegen. Jede Schicht des Wandaufbaus hat dabei ihre Funktion. Es beginnt beim Innenputz, dessen genauer Zusammensetzung und Dicke und endet an der Außenhaut. Berechnung, Dimensionierung und Materialauswahl sind u. a. darauf ausgerichtet, den Taupunkt in die richtige Lage innerhalb des Wandaufbaus zu bringen und für ein angenehmes Raumklima bei möglichst geringen Heizkosten zu sorgen. Die Fenster müssen in die Ebene des größten Temperaturgefälles, also in der Ebene der thermischen Isolation montiert werden. Außerdem ist es regelmäßig erforderlich, für definierte Belüftungsverhältnisse ggfs. mit Energierückgewinnung zu sorgen.

Natürlich müssen Fundamente und Kellerwände knochentrocken sein. Fast immer sind dort zuerst Maßnahmen für die dauerhafte Trockenlegung fällig, weil es andernfalls sinnlos wäre, in den darüber liegenden Geschossen auf thermische Isolation zu hoffen.

Dein erster Gang muß Dich also zu einem Architekten oder Statiker führen, der sich das Haus in allen Details ansieht und sich dann hinter dem Rechner verkriecht. Wenn Du so vorgehst, schaffst Du ohne weiteres den Standard eines Neubaus. Andernfalls ist die Chance groß, eine Schimmelhöhle zu produzieren.

Gruß
Wolfgang

Hab den Ratschlag befolgt und mich an Architekten gewandt. Der sagt
mir (ohne Berechnungen), ich soll zwischen Styropor und Putz für eine Hinterlüftung sorgen. Wer hat sowas schon mal gemacht bzw. wo find ich Infos hierüber?
Gruß,
Werner