Fasan - das Ende

Hi Experten!

Nachdem mir einige sehr beim Gelingen meiner Vögel geholfen haben möchte ich euch auch das Ergebnis nicht verschweigen.

Aber von vorne: Ich hab die Vögel frisch geschossen bekommen, hab sie dann auf meiner Terasse gerupft. Irgendwo hab ich gelesen sie dazu 5 Minuten in kochend Wasser zu tauchen, stimmt, reicht vollkommen, geht, wenn man nicht aufpasst auch die Haut mit ab.

Zur mordsmässigen Sauerei kam auch noch ein höchst lieblicher Geruch, deshalb empfehle ich Fasane im Freien zu rupfen:wink:

Endlich waren die Vögel nackt, wurden sie auch schon ausgenommen. Nachdem ich am Land aufgewachsen bin und schon einige Erfahrungen beim Karnickelschlachten habe, war das nicht allzuschwer aber auch nichts was ich jemanden mit absolut keiner Erfahrung empfehlen möchte:wink: Wichtig ist es, auch die Einschüsse zu putzen, da erstens Federn mit dem Schrott ins Fleisch getrieben werden und zweitens das dort geronnene Blut auch nicht gut schmeckt. Bolo, tut mir leid aber die Tiere im Federkleid auszunehmen war mir absolut unmöglich:wink:

Ich hab dann die Vögel drei Tage im Kühlschrank noch liegen lassen(, dann ordentlich mariniert (Fasan Hamburger Art gefunden bei Chefkoch.de), Apfelkraut und Knödel dazugemacht und das ganze bei einem köstlichen Glas Rioja genossen.

Der Geschmack war herrlich, das Fleisch allerdings etwas trocken und ich war vor allem von der Konsistenz deselben überrascht. Ist halt ein Wildtier, sehr sehnig, zartes Fleisch aber sehr fest.

Ja, das wars. Gut wars schon und sowas mach zumindest ich nicht alle Tage. Das nächste Mal hol ich mir so ein Teil aber mal wieder im Laden.

Grüße und Danke nochmal an alle die mitgeholfen haben
Dusan

Was bin ich froh,
Dusan,
dass ich nie auf Anfragen schreibe, wo ich keine Ahnung habe…
Reiche Dir mal 'n kräftiges Schnäpsle rüber…
Anja

Hi Experten!

Hab mich zu Anfang der Fasan-Ratschläge zurückgehalten aber nun sag ichs mal:
Wenn das „Seltenheits-Verhältnis“ von normalem Brathuhn (kriegste überall fast nachgeworfen) zu Fasan (teuer und exklusiv) umgekehrt wäre, hätte der Fasan kulinarisch nur die Chance auf den Mülleimer.

Wie gut ein Grillhähnchen demgegenüber ist, nehmen wir ja wegen dem Überfluß gar nicht mehr wahr und aus purer Übersättigung brauchen wir son dröges kompliziertes Wildstück um die Illusion von nem „besonderen Geschmacks-Kick“ zu kriegen, hihi!
gruß qilo-bit