Fassadendämmung

Hallo Gemeinde,

bei diesem Thema scheiden sich in unserem Freundeskreis die Geister.

Die einen haben selbst isoliert mit Styroporplatten, Armierung und Putz bzw. dafür dann eine Ich-AG engagiert und schwören drauf, auch auf Heimwerkerseiten wird dies als völlig einfach dargestellt, während andere vor Eingriffen in die Bausubstanz warnen, von erforderlichen Berechnungen der k- bzw. U-Werte reden, die Fenster nach hinten oder vorn versetzen und überhaupt das alles nur in Begleitung durch einen Architekten oder Bausachverständigen machen lassen wollen, nicht einmal bei dem alteingesessenen Handwerksbetrieb sei man vor Pfusch und Schimmel in der Bude sicher, „haben wir schon immer so gemacht“ sei kein Qualitätsmerkmal usw.

Wie wird das hier gesehen? Während man bei Handwerksbetrieben ja noch Referenzen genannt erhalten kann (wenn der Kunde vielleicht auch nicht weiß, ob da vernünftige Arbeit vorliegt), wie kommt man an den „richtigen“ Bausachverständigen und was kostet das überhaupt, wenn der ausrechnet, welches Dämm-Material in welcher Dicke wie auf die Wand gehört und ggf. dann bei der Ausführung ein Auge hat, dass nicht gepfuscht wird???

Ach ja: Gibt es eine Hausnummer für die Kosten einer Fassadendämmung (Reihenmittelhaus 30 Jahre alt, nur Vorder- und Rückseite sind zu dämmen, etwa 60 qm), empfohlene Dicke der Dämmplatten natürlich noch unbekannt mit allem drum und dran (Einrüstung, Versetzung Regenabflussrohr, Verlängerung Fensterbänke, …)???

Danke für Infos

EK

Hallo EK,
Hier gibt’s Info:
http://www.bmvbs.de/Bauwesen/-,1533/Klimaschutz-und-…
Zur Information der Öffentlichkeit über Energiesparmöglichkeiten hat die Bundesregierung die Deutsche Energieagentur (dena) in Berlin eingerichtet. Interessierte Bauherren, Planer und Handwerker können sich hier über Förderprogramme (Kreditanstalt für Wiederaufbau), Energiespartechniken und Vorschriften beraten lassen. Ein besonderer Service ist die kostenlose 24-Std. Hotline der dena unter der Telefonnummer 08000 736 734. Neben vielfältigen Veranstaltungen bietet die dena auch ein umfangreiches Internetportal zur EnEV an.
Allgemeine Verwaltungsvorschrift zu § 13 der Energieeinsparverordnung als PDF (103 KB)
http://www.bmvbs.de/Anlage/original_914115/Allgemein…

http://www.zukunft-haus.info/page/index.php?id=1004
http://www.rkw.de/services/energieberater/

Die Architekten-Kammern helfen auch weiter.

ZDF.de - WISO-Energieberater
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,2057181,00…

mfg
W.
P.S.
Was Du oben ansprichst, ist abhängig von der Bausubstanz.
Wenn das geklärt ist, entscheidet sich, wie die Möglichkeiten zur Dämmung, genutzt werden können (Material, doit yourself, Handwerker . . . )

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Energieberatung
Hallo,

wir waren in Mainz bei einer kostenlosen Energieberatung um hier einen ersten Eindruck zu erhalten, was mit unserem Häuschen überhaupt möglich ist und was nicht, da der Schuppen 106 Jahre alt ist und die meisten Dämmaßnahmen nicht oder nur mit sehr großen Aufwand durchzuführen sind und der Erfolg dann noch fraglich bleibt. Vielleicht habt ihr ja von der Gemeinde auch so eine zentrale Anlaufstelle?? Hier kann man dann auch Architekten etc. aus der Region genannt bekommen, welche sich z.B. mit den unterschiedlichen Bausubstanzen auskennen. Interessant war für uns auch die Vorstellung alternativer Dämmaterialien… so kann man etwas teurere Materialien zur Dachdämmung einsetzen (Platten aus Kokus, welche dann mit z.B. Papier gefüllt werden) welche einem dann bei einem Altbau aber das Abdecken des ganzen Daches ersparen…

Interessant war für uns auch das von der Energieberatung angebotene Treffen mit anderen Interessierten. Da waren Leute mit ähnlichen Problemen und ähnlcihen alten Häusern da und konnten uns schon einmal von ihren Erfahrungen mit Dämmung etc. berichten.

Für uns war das Resultat, speziell auf unseren Altbau bezogen, dass wir die Wände nicht dämmen werden, da von Außen nicht gewünscht und von innen zu aufwendig und riskant in Bezug auf Schimmelbildung und auch wirtschaftlich nicht rentabel. Dafür werden wir daber das Dach dämmen und im Rahmen weiterer Samierungsmaßnahmen Sonnenenergie nutzen, neue Heizanlage, Kamin und Grauwasseranlage einbauen.

Hallo,EK
ich weiß zwar nicht, wo Du wohnst, aber an Deiner STelle würde ich es mal über den Baustoffhandel/Großhandel Malereibedarf versuchen. Die Händler haben den direkten Kontakt zu den Herstellern, die wiederum vor Ort sogenannte Fachberater beschäftigen, meist Bauingenieure bzw. Fachleute mit der entsprechenden technischen Grundausbildung. Diese Fachberater kommen auf Anforderung für den Kunden kostenlos zum geplanten Bauvorhaben, sehen sich die baulichen Gegebenheiten genau an, prüfen den Untergrund und können dann eine sogen. K-Wert Berechnung erstellen lassen. Dafür haben die Hersteller/Fachberater spezielle Computerprogramme, in die bestimmte Grunddaten eingegeben werden müssen (z. B. Art das Baustoffs - Ziegelmauerwerk, Hohlblocksteine, Porenbetonsteine, Fugenausprägung, Gesamtstärke des Mauerwerks ect.). 'Anhand der K-Wert-Berechnung kann dann eine Aussage über die erforderliche Dämmschichtstärke gemacht werden, die abhängig von der Wärmeleitgruppe und vom Dämmmaterial unterschiedlich ist. U. U. sind weitere bauliche Veränderungen erforderlich, um zum Beispiel des Mindestüberstand der Fensterbänke zu erreichen. In dem Zusammenhang kann der Fachberater auch eine konkrete Leistungsbeschreibung (Auflistung aller erforderlichen Arbeiten und Materialien) machen, mittels der dann sowohl die Kosten für Material als auch die Leistungkosten bei den Unternehmen angebotsweise erfragt werden können. Weiterhin ist zu beachten, das u. U. die Baubehörde ein Wörtchen mitreden möchte z. B. bei der Farbgestaltung oder noch extremer - beim Denkmalschutz. Da die Thematik etwas umfangreicher ist, kann hier nur punktuell eine Antwort gegeben werden. Bei weiteren Fragen bitte direkt anmailen. Viel Glück und ein gutes Neues Jahr. M.P.