Fast ständig beschlagene Fenster trotz Lüften

Hallo,

mein Freund und ich sind vor einem halben Monat in eine neue Wohnung gezogen. Die Wohnung liegt in einem Wohnblock der 3 Stockwerke hat und ist Baujahr 1960 - 1970. Zuvor haben wir in der Wohnung kräftig renoviert (Elektroleitungen neu gezogen, somit musste teilweise neu verputzt werden, Fliesen im Bad und in der Küche, sowie im Abstellraum wurden neu gemacht, Tapete überall neu, Decken und Heizungen gestrichen, u. a. wurde auch so eine Uralt-Belüftungs-Luke in der Küche dicht gemacht, etc.).

Seit dem Einzug haben wir nun das Problem, dass die Scheiben fast permanent beschlagen sind und sich nach einigen Stunden, in denen nicht gelüftet wurde richtige Rinnsäle unten an der Fensterbank bilden, die dann auf die Fensterbank tropfen. Falls es relevant ist: Wir haben noch alte Heizkörper (die mit den Rillen) und diese sitzen in den meisten Räumen direkt unterm Fenster in einer Nische, wobei die Fensterbank die Heizkörper überdeckt. Zudem haben wir die erste Generation von Kunststofffenstern, die jeweils außen und innen eine Scheibe besitzen, deren Dichtungen allerdings ihre beste Zeit schon hinter sich haben. Die Fenster selber scheinen aber trotzdem dicht zu sein, da der Zwischenraum zwischen den Scheiben nicht beschlägt oder trübe ist.

Wir lüften regelmäßig richtig (1 - 2 mal täglich auf jeden Fall, wenn es die Zeit zu lässst auch öfter). Dabei lüften wir Stoß, lassen die Heizungen dabei an und lassen die Fenster auch gute 15 Minuten offen. Geheizt wird auch in allem Räumen leicht bis mittel. Sofern man vorher das Wasser mit Zewa weggewischt hat, sind die Fenster nach 1 - 2 Mal lüften auch trocken. Leider nicht lange.

Einen billigen Luftentfeuchter von Uhu (so einer mit Granulat) haben wir auch schon im Wohnzimmer stehen, da wir letztens Wäsche trocknen mussten. Leider bringt der Entfeuchter scheinbar nix.

Nun meine Frage: Ist es möglich, dass wir tatsächlich so ein feuchtes Wohnklima haben (wir kochen wenig und wenn dann mit Abzugshaube, Tür im Bad ist immer geschlossen, nach dem Baden wird sofort gelüftet).

Oder handelt es sich einfach noch um die Restfeuchtigkeit des Renovierens? Vorallem da wir zu Beginn des Renovierens aufs Heizen verzichtet haben. Und wenn dies der Fall ist, wie lange braucht es noch bis die Feuchtigkeit endlich aus der Wohnung raus ist? Und wie kann ich das Trocknen beschleunigen? Habe nämlich Angst, dass durch das viele Kondenswasser an den Fenstern und somit teilweise auch an den Tapeten Schimmel entsteht.

Der Vormieter hatte zwar leichten Schimmel an typischen Stellen (Außenwände/-ecken), allerdings hat er auch fast gar nicht gelüftet. Der Schimmel war auch nur oberflächlich und er wurde von uns mit speziellen Mitteln aus dem Fachmarkt bekämpft und zeigte sich während des Renovierens zumindest nicht wieder.

Weiß einer Rat?

Hallo,
Sie lüften zu wenig, wie Sie es richtig machen, können Sie hier nachlesen: http://www.schimmel-sachverstaendiger.com/Richtig-Lu…
Schimmelfreie Grüße
JM

Siche3 kann es sich auch um Restfeuchte aufgrund der Renovierungen handeln. Luftdfeuchte prüfen, sollte zwichen 40-50% liegen. Undichte Fenster sind eigentlich energetisch schlecht, aber für die Lüftung ggf. in Ordnung. Es wird dann sozusagen eine Grundlüftung, diese ist nach DIN 1946-6 bei dichten Fenstern, gefordert, erreicht, jedop0ch nicht genug??? Beim Lüften würde ich dann doch die Heizung abdrehen. Bitte alles prüfen, dann ggf. ncohmals fragen. Gruß und viel Erfolg, K. Taeubig

Die Granulat-Entfeuchter bringen nichts.
Rechnen wir mal:
Die Granulatteile halten ca. 2,5-3 Monate und saugen 1-1,5 Liter raus.
Ein elektrischer Luftentfeuchter (99 Euro für 80kubikm., 200 Euro für 150Kubikm.) saugt am Tag ca. 1-2 Liter
Ich hab mir 2 für den Keller gekauft. Deitdem riecht es nicht mehr und man hat ein frisches Gefühl in der Nase.

Leider kann ich zu dem Rest der Frage nichts beitragen.

Siche3 kann es sich auch um Restfeuchte aufgrund der Renovierungen handeln. Luftdfeuchte prüfen, sollte zwichen 40-50% liegen. Undichte Fenster sind eigentlich energetisch schlecht, aber für die Lüftung ggf. in Ordnung. Es wird dann sozusagen eine Grundlüftung, diese ist nach DIN 1946-6 bei dichten Fenstern, gefordert, erreicht, jedop0ch nicht genug??? Beim Lüften würde ich dann doch die Heizung abdrehen. Bitte alles prüfen, dann ggf. ncohmals fragen. Gruß und viel Erfolg, K. Taeubig

Unsere Heizungen sind sehr träge, d. h. wenn man sie ausstellt, sind sie erst nach 1 - 2 Stunden erkaltet. Auch wenn man sie anstellt, braucht sie ca. 1 Stunde bis sie heizt. Deshalb bringt es nichts, die Heizung während des Lüftens auszumachen.

Benötigt man jeweils für einen Raum so einen Entlüfter oder entfeuchtet er dann alle „zusammenhängenden“ (=Türen sind permanent auf) Räume. Wir haben nämlich nur eine 60 qm Wohnung. Und es wäre ganz schön teuer für alle Zimmer einen seperaten Entfeuchter zu kaufen.

Und wie hoch sind die laufenden Kosten für so einen Entlüfter?

Bei 60qm sind es bei einer Zimmerhöhe von 2,4m dann ca. 144kubikmeter.
Im Baumarkt erklärte mir der gelernte Elektriker, dass ich entweder ein großes Gerät im Hausgang aufstellen kann, oder zwei kleine in getrennten räumen, wenn die türen immer offen sind.
Die Geräte laufen dann ein paar Tage durch bis die gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht ist, dann nur noch alle paar Tage wenn sich mal was erhöht.
Die kleineren Geräte brauchen so 250 Watt, das größere 380Watt.
Ich finde das geht, wenn ich vergleiche, was mich dann die reparatur kostet, wenn es schimmelt, geschweige vom gestank.
Ich würde mich aber auch noch mal von einem Profi beraten lassen (Klimatechnik/Installationen) was di eso sagen. Ich kenn den Elektriker aus meinem Baumarkt gut, drum glaub ich ihm auch. In meinem Keller herrscht seitdem (3 Wochen) ein Super Luftklima. Ich hab 2 Kondenztrockner und 3 Waschmaschinen, ein voll ausgestattetes Bad und meinen Heimwerkraum unten. In einem Kellerraum sind noch vom Umzug massig Kartons (80-100) bei denen ich schon ein leichtes Müffelgerüchlein festgestelt habe. Im Sommer miste ich auch mal aus und pack um, aber bis dahin hab ich jetzt ein gutes gefühl, dass zumindest nicht schlimmer wird, bzw nicht mehr „grabelt“ *G*

Hallo Lotry,

Sofern man vorher das Wasser mit Zewa
weggewischt hat, sind die Fenster nach 1 - 2 Mal lüften auch
trocken. Leider nicht lange.

Da bist du schon auf dem richtigen Weg. Das Wasser mit Papiertüchern aufnehmen und dann außerdhalb der Wohnung entsorgen.

Nun meine Frage: Ist es möglich, dass wir tatsächlich so ein
feuchtes Wohnklima haben (wir kochen wenig und wenn dann mit
Abzugshaube, Tür im Bad ist immer geschlossen, nach dem Baden
wird sofort gelüftet).

In Baumärkten gibt es recht günstige Hygrometer. Damit kannst Du die Luftfeuchtigkeit in Eurer Wohnung ersteinmal einschätzen. Es kann schon sein, dass 1 - 2 mal Lüften am Tag nicht ausreicht. Die relative Feuchte sollte etwa zwischen 50% und 70% liegen.

Oder handelt es sich einfach noch um die Restfeuchtigkeit des
Renovierens? Vorallem da wir zu Beginn des Renovierens aufs
Heizen verzichtet haben. Und wenn dies der Fall ist, wie lange
braucht es noch bis die Feuchtigkeit endlich aus der Wohnung
raus ist?

Da kann ich Dir keine pauschale Antwort geben, da verschiedene Faktoren dabei eine Rolle spielen: die relative Luftfeuchtigkeit innen und außen und die Gesamtwassermenge in Deiner Wohnung. Beim jedem Lüften wird nur die Differenz von Luftfeuchtigkeit innen - Luftfeuchtigkeit außen „entsorgt“.

Und wie kann ich das Trocknen beschleunigen? Habe
nämlich Angst, dass durch das viele Kondenswasser an den
Fenstern und somit teilweise auch an den Tapeten Schimmel
entsteht.

evtl. kannst Du Dir bautrockner ausleihen - entweder von einer Trocknungsfirma oder Baumarkt.

Alles Gute

Barbara

Vielen Dank für den Link! Seit ich die Tipps Ihrer Seite befolge und nun „richtig Lüfte“, habe ich nun auch keine beschlagenen Fenster mehr :smile: