Hallo,
wenn Katholiken jetzt nach der Karnevals/Faschingszeit fasten: Wie streng sind da die Regeln?
Tun das heutzutage eigentlich noch viele?
Und wie ist das mit den „Professionellen“?: Priester, Diakone, Nonnen, Mönche etc.
Gruß
Peter
Hallo,
wenn Katholiken jetzt nach der Karnevals/Faschingszeit fasten: Wie streng sind da die Regeln?
Tun das heutzutage eigentlich noch viele?
Und wie ist das mit den „Professionellen“?: Priester, Diakone, Nonnen, Mönche etc.
Gruß
Peter
Nur katholisch?
Hallo, dazu würde mich noch interessieren, ob diese Fastenzeit vor Ostern tatsächlich nur Katholiken betrifft und aufgrund welcher Bibelstelle sie das machen.
Vielen Dank!
Beste Grüße,
Typhoon
Hallo!
Also die Regeln fürs Fasten sind unterschiedlich. „Professionelle“ halten sich recht streng daran, vor allem in den Klöstern. Bei Laien kann Fasten Verzicht auf Alkohol, Fleisch und Süßspeisen bedeuten. Das ist auch relativ weit verbreitet (u.a. deswegen, weil es sich mit dem Frühjahrs-Abspecken trifft
). Zusätzlich gibt es häufig Benefizaktionen, Sammlungen oder Sozialprojekte, wo durchs Verzichten anderen, ärmeren geholfen werden soll.
Vom Fasten prinzipiell ausgenommen sind Kinder, alte und kranke Menschen und Reisende.
In „streng“ katholischen Kreisen kommt dem Freitag immer noch die Bedeutung des Fasttages zu, ebenso dem Aschermittwoch, Karfreitag und (manchmal) Karsamstag.
Schöne Grüße aus dem (immer noch) katholischen Österreich,
Matthias
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Hallo,
zunächst muß man einmal zwischen Abstinenz (Verzicht auf Fleisch) und Fasten (Reduzierung der Nahrungsaufnahme) unterscheiden. Die Freitage jeder Woche (Todestag von Jesus) sind grundsätzlich Abstinenztage. Aschermittwoch und Karfreitag sind Abstinenz- und Fastentage. Die Fastenzeit selbst wird heute (abgesehen von der „strengen Lehre“) eher als Vorbereitungszeit auf Ostern gesehen, sprich z.B. soziale Werke wie oben genannt.
Kiwi
Hallo,
dazu würde mich noch interessieren, ob diese Fastenzeit
vor Ostern tatsächlich nur Katholiken betrifft
nein, ich kenne einige evangelen die in dieser Zeit abstinent (im Sinne von Verzicht auf gausgewählte Genüsse) leben.
Der Prozentsatz der Laienchristen die Fasten/abstinent leben ist aber in beiden Konfessionen relativ gering (schätze weit unter 10 %), wobei es überraschend viele Leute -35 Jahre sind, die dies praktizieren. Inwiefern kath. Priseter fasten (sollen), weiss ich nicht.
Man beachte bei der Diskussion, dass die 40 Fastentage zwischen Aschermittwoch und Ostern nur zusammenkommen, wenn man die Sonntage rausnimmt, d.h. aller sieben Tage ist das Fasten ausgesetzt.
Die zweite Anmerkung bezieht sich aus dem ausgenommenen Personenkreis. Es ist der gleiche wie bei den Muslimen während des Ramadams.
Bibnelstelle
der Zeitraum dürfte sich auf die Versuchung Jesu in der Wüste durch den Teufel beziehen
auch wenn Elia (IIRC) 40 tage in der wüste darbte
Ciao maxet.
Hallo typhoon,
die Vorbereitungszeit auf Ostern gibt es auch in der evangelischen Kirche, wo sie unter der Bezeichnung „Passionszeit“ läuft.
Seit den 80iger Jahren gibt es die Aktion „Sieben Wochen ohne“, die eine erstaunliche Resonanz hat
http://www.7-wochen-ohne.de/7wo.html
„„7 Wochen Ohne“ will Menschen einladen,
eingeschliffene Alltagsgewohnheiten zu überdenken,
auf lieb gewonnene „Sünden“, wie z.B. Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten zu verzichten,
zu klären, was Lebensqualität ausmacht,
Platz zu schaffen für Veränderungen,
neue Perspektiven zu entwickeln,
durch Konsumverzicht Solidarität mit Benachteiligten zu zeigen.
Weniger ist mehr.
7 Wochen OHNE sind auch 7 Wochen MIT.
Wo Verzicht ist, ist Platz für Neues.“
http://www.7-wochen-ohne.de/7wo.html
Viele Grüße
Iris
Hallo Peter,
Die Katoliken fasten nach den z.T. ausgiebigen Gelagen in der Fasnachtszeit, damit die Eingeweide wieder in Ordnung kommen. Man verbindet da das schlechte Gewissen mit dem gesundheitlichen Nutzen.
Die Priester und Nonnen werden hier keine Ausnahme machen. Man bedenke, dass Bier und Wein in den Klostern „erfunden“ wurde,
Mit Gruss: hardy
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Hallo Hardy
Bier ist mindestens 6000 Jahre alt, der Wein noch älter. Den alten Aegyptern war er z.B. bereits bekannt („Thebener Wein“).
Die ersten Klöster, nicht Einsiedelein, entstanden im 5.Jh., also konnten sie auf diese Schätze zurückgreifen und veredlen.
Gruss
Mäni
Hallo Peter,
wie viele Menschen in der Fastenzeit ein eigenen Programm überlegen und dann auch wirklich tun, das kann ich nicht einschätzen. Natürlich boomt in dieser Zeit alles, was irgendwie mit „schlanker werden“, „gesund ernähren“ usw. zu tun hat. Das ist aber nur ein Teil des Ganzen. Du frägst nach den „Professionellen“:
ich sehe die Zielsetzung, wie sie am 1. Fastensonntag im Tagesgebet formuliert ist: "Allmächtiger Gott, du schenkst uns die heiligen vierzig Tage als eine Zeit der Umkehr und der Buße. Gib uns durch ihre Feier die Gnade, dass wir in der Erkenntnis Jesu Chrisi voranschreiten und die Kraft seiner Erlösungstat durch ein Leben aus dem Glauben sichtbar machen. … "
Es wird hier von einem Geschenk gesprochen und von einer Feier. Hier steht nichts von Hungern, aber hier heißt es, dass das Kennen Jesu Christi Auswirkungen auf das Leben hat. Eine Auswirkung kann dann lauten, bewusst essen! oder auf etwas verzichten um die Differenz an einen Ärmeren abzugeben.
Ich selber mache zusammen mit einer Gruppe engagierter Christen sog. Alltagsexerzitien, d. h. täglich ca. 20 - 30 Min Zeit für einen geistlichen Impuls plus 1 gemeinsames wöchentliches Treffen. Die asketischen Vorsätze halte ich meistens nicht durch, braucht es aber auch nicht, wenn die Motivation heißt: Jesus mehr kennen lernen.
Gruß, Regina
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